Mindesthaltbarkeitsdatum: Diese Lebensmittel können Sie auch lange nach Ablauf noch genießen

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Bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch gibt das sogenannte Verbrauchsdatum an, ab wann der Verzehr gesundheitsgefährdend ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum dagegen besagt nur, wie lange der Hersteller garantiert, dass das Produkt exakt so schmeckt, riecht und aussieht wie versprochen. Viele Lebensmittel sind auch lange nach dessen Ablauf genießbar. Eine Auswahl.

Getreide bleibt in der Regel noch lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) genießbar. Dazu sollte es aber trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden. So vermeiden Sie Schimmel oder Insektenbefall. Wenn Sie Schimmel feststellen, sollten Sie die gesamte Packung wegwerfen, weil sich die unsichtbaren aber giftigen Sporen schnell verbreiten.
Auch bei Reis können Sie Ihren Sinnen trauen. Solange die Körner nicht komisch riechen oder aussehen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Vakuumverpackter Kaffee bleibt deutlich länger genießbar, als das MHD angibt. Nach dem Öffnen der Packung verliert er aber relativ schnell sein Aroma. Das gleiche gilt für Kakaopulver.
Bei Konserven sollten Sie darauf achten, dass diese keine Dellen oder Löcher haben. Bei einer unversehrten Verpackung ist der Inhalt lange über das MHD hinaus haltbar. Dennoch sollten Sie prüfen, ob sich die Konsistenz oder der Geruch verändert haben.
Mehl ist normalerweise ebenfalls noch einige Zeit nach Ablauf des MHD genießbar, sofern es gut verpackt und somit vor Ungeziefer geschützt aufbewahrt wird. Vollkornmehl wird durch seinen höheren Fettanteil etwas schneller ranzig als Weißmehl.
Wie alle getrockneten Lebensmittel sollten Sie auch Tee trocken lagern. So vermeiden Sie die Bildung giftigen Schimmels. Bevor der Tee schlecht wird, lässt in der Regel das Aroma nach, weil die ätherischen Öle mit der Zeit verdunsten.
Fertiggerichte wie Tütensuppen sind normalerweise vakuumverpackt und dadurch deutlich länger haltbar, als viele aufgrund des Mindesthaltbarkeitsdatums annehmen.
Bei Essig müssen die Hersteller bereits jetzt kein Mindesthaltbarkeitsdatum angeben, weil er - richtig gelagert - auch noch nach Jahrzehnten genießbar ist. Wenn Essig mit Metall in Berührung kommt, können sich jedoch giftige Salze bilden.
Auch bei Kaugummi geht der Gesetzgeber davon aus, dass er selbst nach sehr langer Lagerung keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe ausbildet. Darum entfällt auch hier die MHD-Pflicht.
Das gleiche gilt für Zucker und Salz: So lange sie nicht verunreinigt werden, bleiben sie nahezu unbegrenzt lange genießbar.