Ist es ungesund, einen Nieser zu unterdrücken? Angeblich kann dadurch im schlimmsten Fall das Trommelfell platzen – Ärzte raten vor dem Unterdrücken ab.

Aus Höflichkeit verkneifen sich viele in der Öffentlichkeit ein lautstarkes "Hatschi". Einen Nieser zu unterdrücken, ergibt zwar aus hygienischen Gründen Sinn, gilt allerdings als ungesund.

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Da der Druck nicht entweichen kann, fürchten viele Menschen eine zu hohe Belastung für ihr Trommelfell. Ebenfalls ein Gerücht: Adern oder Gefäße im Gehirn könnten platzen.

Gefahr durch Schnupfen oder Allergien?

Tatsächlich ist das Risiko einer ernsthaften Verletzung durch einen unterdrückten Nieser eher gering. Zwar gibt es Fälle von Menschen, die taub geworden sind, weil sie sich die Nase beim Niesen zugehalten haben, diese sind jedoch sehr selten.

Kinder sind gerne im Freien aktiv, da kann es schon mal zu Stürzen und kleinen Wunden kommen.

Ganz auszuschließen ist ein Schaden des Trommelfells aber auch nicht. Deshalb empfehlen Ärzte, den Druck, der sich in der Nasenhöhle aufbaut, möglichst entweichen zu lassen.

Nieser als Keimschleuder

Wer niest, verteilt etwa 40.000 Partikel mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde im Raum – keine angenehme Vorstellung.

Unterdrücken wir den Reiz jedoch, bleiben Erreger in den Nasenhöhlen oder werden ins Mittelohr oder die Nebenhöhlen gedrückt.

Hier können sie unter Umständen eine Entzündung auslösen und eine schon bestehende Erkältung verschlimmern.

Alternativen zum Nieser unterdrücken

Wer das eigene Risiko möglichst gering halten möchte, lässt den Nieser also entweichen. Um die Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen, hält man am besten ein Taschentuch bereit und wäscht sich anschließend die Hände.

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