Von schlechtem Schlaf bis Rückenschmerzen: Hier kann Yoga helfen!

Von
Julia Schöppner

Yoga tut gut und macht Menschen gelenkig und fit. Aber auch Sodbrennen, Erkältungen und sogar Liebeskummer können sich mit Yoga lindern lassen. Wir zeigen, welche Übung gegen welches Leiden hilft.

Wer von innerer Unruhe und Konzentrationsschwäche geplagt ist oder glaubt, die Bodenhaftung zu verlieren, für den ist der Baum die richtige Yoga-Haltung.
Hierzu ein Bein anwinkeln und gegen den inneren Oberschenkel stemmen. Dann tief durchatmen, die Arme Richtung Himmel heben und dabei die Handflächen aufeinanderlegen. Fünf Atemzüge halten und danach die andere Seite durchführen.
Im Kampf gegen das Altern ist er der Jungbrunnen unter den Yoga-Posen: der Handstand - und zwar körperlich und geistig. Nicht nur das Blut fließt bei dieser Übung in den Kopf und das Gehirn, sondern auch die Arme und der Rücken werden gestärkt.
Entweder frei oder mit einer Wand als Stütze den Handstand zehn Atemzüge lang halten. Am besten ist es, diese Übung morgens zu machen, um energiegeladen in den Tag zu starten.
Durchs Leben tanzen und dabei unschöne Dellen an den Oberschenkeln loswerden oder gar vermeiden? Ganz so einfach geht es zwar nicht, aber die Yoga-Pose Tänzer stärkt die Schenkelvorder- und -rückseite und beugt so Cellulite vor.
Am besten die Oberschenkel vordehnen, dann das linke Bein anheben und mit der rechten Hand greifen. Einige Atemzüge halten und anschließend die Seite wechseln.
Wen Probleme mit dem Nacken und dem Rücken plagen, der sollte sich mal so richtig hängen lassen. Am besten in der stehenden Vorwärtsbeuge. Dank dieser Yoga-Pose können Verspannungen im Rücken gelöst und Beine gekräftigt werden. Außerdem lässt sie sauerstoffreiches Blut in den Kopf fließen, was wiederum die Leistungsfähigkeit steigert.
Beine entweder schließen oder weit grätschen, langsam aus dem Stand vorbeugen und einige Atemzüge in dieser wohltuenden Haltung entspannen.
Wer mit Sodbrennen zu kämpfen hat, dem hilft vielleicht die Yoga-Stellung Kamel. Diese soll Magensäure reduzieren und die Verdauung nach üppigem Essen anregen.
Zunächst gilt es, sich aufrecht auf den Unterschenkeln hinzusetzen. Danach aufrichten und dabei das Becken nach vorne schieben. Den Rücken gerade halten und sanft nach hinten lehnen, bis mit den Händen die Knöchel gegriffen werden können. Den Nacken lang lassen, nach oben schauen und drei Atemzüge halten. Danach wieder entspannt hinsetzen. Das Ganze dreimal wiederholen.
Wer sich in die sitzende Grätsche begibt, kann mehrere Probleme lindern: Die Verdauung wird aktiviert, Blähungen reduziert. Zudem hilft die Pose bei Nieren- und Blasenentzündungen. Außerdem kann Impotenz vorgebeugt werden. Dazu ist es wichtig, Mula Bandha anzuspannen. Das ist der Bereich zwischen den Sexualorganen und Anus sowie PC-Muskel und Beckenboden.
Schokolade hilft zwar auch gegen Liebeskummer. Aber gesünder ist es, die Trauer mit Hilfe der Kriegerhaltung anstatt mit unnötigen Kalorien zu bekämpfen.
Diese Übung, bei der das vordere Bein gebeugt und das hintere gestreckt ist, kräftigt nicht nur den Körper. Sie sorgt auch für innere Stärke und Selbstvertrauen. Wer aus dieser Pose in eine Standwaage übergeht, der schafft es zudem, sich besser zu fokussieren - und dem Liebeskummer den Kampf anzusagen!
Menstruationsbeschwerden können fies sein und sich auch in Kopf, Rücken und Unterleib bemerkbar machen. Um diese zu bekämpfen, sind entspannte Vorwärtsbeugen empfehlenswert. Im Schmetterling können Krämpfe gelöst werden.
Zunächst aufrecht hinsetzen. Dann die Knie an den Körper heranziehen und nach außen aufklappen wie ein Buch. Die Fußsohlen berühren sich. Wer mag, umfasst die Füße und wippt entspannt mit den Schenkeln, um diese zu lockern. Danach tief einatmen, nach vorne beugen und entspannt mehrere Atemzüge so verweilen.
Die Schulterpartie ist meist als erstes verspannt, wenn einen mal wieder der Stress plagt. Eine schnelle Lösung auch für Zwischendurch ist der halbe Adler, der dabei hilft, den oberen Rücken zu öffnen.
Die Arme auf Schulterhöhe zunächst weit öffnen, um sich dann beim Ausatmen selbst zu umarmen. Die Hände sollen die Schulterblätter berühren. Nun die Ellenbogen übereinander bringen, Handflächen so gut es geht aufeinander pressen und nach oben schieben. Schließlich mit der anderen Seite wiederholen.
Der Allrounder unter den Yoga-Übungen, der viele körperliche Beschwerden auf einmal bekämpft, ist der herabschauende Hund. Durch ihn wird der gesamte Körper gedehnt, regeneriert und gefestigt. Der Kreislauf kommt in Schwung, und das Gehirn und die Wirbelsäule werden mit Blut versorgt, weil der Kopf nach unten hängt.
Aus dem Kniestand die Hände parallel am Boden platzieren und dann den Po noch oben drücken. Dabei Fersen Richtung Boden schieben und den Rücken strecken. Eine Wohltat!