Viren unter dem Mikroskop: So schön und so gefährlich

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Aus sicherer Entfernung und unter einem Mikroskop sehen diese Viren ganz harmlos aus - und sogar ziemlich schön.

Die Influenzaviren existieren weltweit. Es gibt verschiedene Typen von Influenza-Viren: A, B, C. Am gefährlichsten ist das Influenza-Virus Typ A. Die Viren lösen akute virale Atemwegsinfektionen aus, die sich leicht von Mensch zu Mensch ausbreiten.
Caliciviren sehen unter dem Mikroskop aus, wie ein farbenfrohes Satellitenbild. Sie sind hoch infektiös und können Tier und Mensch befallen. Humane Caliciviren verursachen beim Menschen vereinzelte Infektionen und Gastroenteritisausbrüche. Beim Tier sind sie für den sogenannten Katzenschnupfen verantwortlich.
Dieses Bild erinnert an einen brodelnden Vulkan aus Vogelperspektive, ist aber eine farbige Aufnahme des Herpes-Virus.
Das durch das Marburg-Virus verursachte Fieber hat eine Sterblichkeitsrate von mindestens 23 bis 25 %. Damit ist es der höchsten Risikogruppe 4 zugeordnet und wird auch als potentieller biologischer Kampfstoff der höchsten Gefahrenklasse eingestuft. In Europa wurde zuletzt 2008 ein Todesopfer bekannt.
Wie das Marburg-Fieber ist die vom Lassa-Virus ausgelöste Krankheit ein hämorrhagisches, also mit Blutungen einhergehendes Fieber. Momentan gibt es weder eine Therapie, noch eine Impfung gegen die Krankheit. In Deutschland gab es bisher nur einen Fall einer Ansteckung, die 2016 gleichzeitig die erste außerhalb Afrikas war.
Enzephalitis sieht unter dem Mikroskop zwar schön aus, hat aber in den USA die höchste Sterblichkeitsrate vorzuweisen. Das Virus kann Gehirnentzündungen und Autoimmunerkrankungen hervorrufen.
Das Varizella-Zoster-Virus ähnelt hier einem explodierenden Stern im Weltraum. Es gehört zu den acht Herpesviren, die auch Menschen und andere Wirbeltiere befallen. Windpocken und Gürtelrose werden von ihm verursacht.
Das hier grün und gold gefärbte aviäre Influenzavirus - auch bekannt als Vogelgrippe - befällt vor allem Vögel, kann aber auch auf Menschen übertragen werden. Seit 1997 beobachten Gesundheitsbehörden solche Ausbrüche sehr genau.
Sogar Alexander der Große soll bereits an diesem Virus gestorben sein. Aber auch heute gibt es immer wieder Todesfälle, die das West-Nil-Virus ausgelöst hat.