Sie versprechen Abnehmerfolge in kürzester Zeit: Für die Wirkung von Schlankheitsmitteln aus Drogerie und Apotheke gibt es jedoch oft kaum einen Beweis. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick.

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Schlankheitsmittel sind keine Garantie für schnell purzelnde Kilos. Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Experten haben dreizehn Mittel genauer unter die Lupe genommen, sechs davon rezeptfrei. Die sind nach Angaben der Stiftung alle "wenig geeignet" - zumeist weil die Wirkung zu wenig belegt ist.

Diese Schlankmacher helfen nachweislich beim Abnehmen

Mit am besten ist die Studienlage noch bei rezeptfreien Medikamenten mit dem Wirkstoff Orlistat. Meistens beziehen sich die Untersuchungen aber auf rezeptpflichtige Orlistat-Varianten, die deutlich höher dosiert sind. Auch Schlankheitsmittel mit Chitosan helfen nachweislich beim Abnehmen - allerdings so geringfügig, dass sie nach Ansicht der Experten höchstens als Motivationshilfe taugen.

Rezeptpflichtige Medikamente mit Orlistat oder Liraglutid haben einen durch Studien belegbaren Erfolg. Allerdings zeigten sich dabei auch unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall. Wenn überhaupt, sollten solche Mittel daher nur unter ärztlicher Aufsicht, bei starkem Übergewicht und in Kombination mit einer Diät und Bewegung zum Einsatz kommen. Zudem sind sie mit Preisen zwischen 70 und 290 Euro pro Monat sehr teuer. Krankenkassen bezahlen für die Mittel in der Regel nicht.

Amphetamine nicht einmal für Kurzzeit-Einsatz geeignet

Von rezeptpflichtigen Schlankheitsmitteln mit Amphetaminen rät die Stiftung Warentest dagegen ab, nicht einmal für einen Kurzzeit-Einsatz. Grund sind eine Suchtgefahr und die massiven Nebenwirkungen: Die Medikamente sollen den Appetit zügeln, zusätzlich können sie aber zu Herzrasen, Unruhe, Schwindel und Schlafstörungen führen.

Abnehmen: Was sind Formuladiäten?

Eine eigene, nicht im Detail untersuchte Kategorie sind sogenannte Formuladiäten. Die gibt es meist als Anrühr-Pulver, das eine oder mehrere Mahlzeiten pro Tag kalorienarm ersetzen soll. Das kann funktionieren, allerdings drohen auch hier Nebenwirkungen wie Verstopfung und nach Ende der Diät ein möglicher Jojo-Effekt. Zum Einsatz kommen sollten diese Mittel daher nur bei starkem Übergewicht und für kurze Zeit. (dpa/jom)

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