Vorsicht Sonnenbrand! Zehn Tipps für den optimalen Sonnenschutz

Beim Sonnenbad am Strand oder bei der Gartenarbeit - ohne den richtigen Schutz ist ein Sonnenbrand vorprogrammiert. Wir haben zehn Tipps, wie Sie Ihre Haut am besten davor schützen.

Im Solarium vorbräunen bringt leider nichts. Das liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung des künstlichen UV-Lichts und des natürlichen Sonnenlichts. Besser ist es die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen – das erste Sonnenbad am besten im Schatten.
Der beste Schutz gegen einen Sonnenbrand – vor allem bei der Arbeit im Freien – sind Textilien. Luftige Kleidung eignet sich besonders gut. Wie hoch allerdings der Schutz ist, hängt in vom Gewebetyp ab. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser. Baumwolle absorbiert die UV-B-Strahlen nicht besonders gut, während Gewebe aus Polyester einen relativ guten Schutz gewähren. Auch Farbe und Schnitt spielen eine Rolle: Weite und dunkle Kleidung schützt besser als enge und helle.
Wer länger draußen unterwegs ist, kann einen Sommerhut mit Krempe tragen. So werden Kopf und Gesicht gut geschützt. Ein leichter Sonnenhut aus Naturmaterialien ist optimal.
Unbedeckte Hautpartien sollten spätestens 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne mit einem Sonnenschutz eingecremt werden. Eine Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktor (+ wasserfeste Creme) ist zu empfehlen. Ohren, Fußrücken und Schultern dürfen dabei nicht vergessen werden, da diese Regionen besonders empfänglich für einen Sonnenbrand sind.
An heißen Tagen sollten Sie zwischen 11 und 15 Uhr lieber im Schatten bleiben. Der Grund: In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am stärksten und damit steigt auch das Risiko für einen Sonnenbrand. Für Sport, Spaziergänge, Gartenarbeit und alles, was Sie im Freien erledigen wollen, eignen sich die Vormittags- und Nachmittagsstunden viel besser!
Aber vorsicht! Auch im Schatten kann die Haut Schaden nehmen. Fast die Hälfte des direkten Sonnenlichts trifft noch auf die Haut. Zusätzlich erhöhen etwa am Strand oder See Reflektionen durch Wasser und Sand die Sonnenbrandgefahr. Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen und verstärkt die UV-Belastung der Haut nochmals um bis zu 90 Prozent.
Regelmäßiges Nachcremen ist wichtig, denn durch Schwimmen, Schnorcheln, Schwitzen und Abtrocknen verringert sich die Schutzwirkung.
Bei Kindern sind die natürlichen Schutzmechanismen der Haut noch nicht vollständig ausgebildet. Deswegen benötigen die Kleinen besonderen Schutz. Wappnen Sie Ihr Kind mit langärmeliger Kleidung und Sonnenhütchen. Alles, was nicht von Stoff bedeckt ist, sollten Sie dick eincremen. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
Etwas wie einen vollständigen Sonnenschutz gibt es nicht – auch mit Sonnenschutzmitteln dürfen Sie sich nicht endlos in der Sonne aufhalten. Selbst mit dem höchsten Lichtschutzfaktor ist die Zeit, in der die Haut die Sonneneinstrahlung ohne Schaden toleriert, begrenzt. Deshalb ist es wichtig, aus der Sonne zu gehen, bevor sich die Haut rötet.
Für alle, die sich nicht sicher sind, wie viel Zeit sie in der Sonne verbringen dürfen, gibt es einen kostenlosen UV-Check als App. Unter Angabe von Standort, Uhrzeit, Bewölkung und Sonnen-Hauttyp errechnet UV-Check eine individuelle maximale UV-Tagesdosis.
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