Ein wesentlicher Bestandteil von Yoga ist die körperliche Betätigung, es hält fit und beweglich. Doch die Übungen gehen weit über herkömmlichen Sport hinaus: Für viele Yogis sind ihre Asanas täglicher Begleiter und prägen maßgeblich ihre Lebensweise. Doch was sind Asanas überhaupt? Und was versteht man unter dem Begriff Namaste?

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Während vielen Menschen Begriffe wie Namaste oder Om geläufig sein dürften, verstehen besonders Yoga-Neulinge bei anderen Wörtern erst einmal nur Bahnhof. Wir erklären, welche Bedeutungen sich hinter den wichtigsten Bezeichnungen verbergen, welcher sprachlichen Quelle die Ausdrücke entspringen und helfen Ihnen so, Yogisch zu verstehen.

Yoga und Sanskrit

Asana, Chakra, Namaste - für westliche Ohren klingen viele Wörter des Yogischen fremd und exotisch. Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Fast alle Begriffe, die beim Yoga verwendet werden, kommen aus dem indischen Sprachraum. Dort werden nach Expertenschätzungen mehr als 700 Sprachen gesprochen, zudem sind über 60 unterschiedliche Schriften verbreitet. Nach Chinesisch ist Hindi die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, was die Zahl der Muttersprachler betrifft.

Für Yoga ist insbesondere Sanskrit bedeutsam. Als Pendant zu Latein in Europa war Sanskrit in Indien und im ganzen südasiatischen Raum die wichtigste Sprache des Altertums und wurde schon über 1.000 Jahre vor Christus verwendet. Besonders Priester, die in Indien Brahmanen genannt werden, und Gelehrte nutzten Sanskrit zur Verständigung. Auch viele religiöse Schriften wurden in Sanskrit verfasst. Übrigens: Sanskrit wird mit dem Schriftsystem Devanagari niedergeschrieben. Übersetzt heißt das so viel wie "Schrift der göttlichen Stadt".

Yoga-Begriffe: Das Wichtigste auf einen Blick

Mit der fremden Sprache und möglicherweise auch noch einem kryptisch anmutenden Schriftsystem können Begrifflichkeiten aus der Welt des Yogas auf den ersten Blick einschüchternd wirken.

Aber keine Sorge: Als Yoga-Neuling müssen Sie kein Sanskrit-Profi sein. Um Ihren Start zu erleichtern, reicht es, wenn Sie einige zentrale Begriffe schon einmal gehört haben. Im Folgenden finden Sie deshalb eine Übersicht mit den zehn wichtigsten Begriffen und ihren deutschen Bedeutungen.

Was bedeutet Yoga?

Yoga kann mit Einheit, Harmonie oder Vereinigung übersetzt werden. Das Konzept beschreibt die Verschmelzung von Körper, Geist und Seele zu einem harmonischen Ganzen.

Was bedeutet Namaste?

Am Anfang jeder Yoga-Session begrüßt man sich gegenseitig mit dem Ausruf Namaste. Das bedeutet so viel wie "Das Göttliche in mir verbeugt sich vor dem Göttlichen in dir", erweist dem Gegenüber also Respekt.

Die Grußformel wird durch eine entsprechende Körper- und Handhaltung vervollständigt. Dabei werden in Höhe des Brustbeins die Handflächen wie bei einer Gebetshaltung zueinander geführt. Zusätzlich wird der Körper leicht nach vorne geneigt.

Was bedeutet Om?

Die heilige Ursilbe ist ein Symbol für das Ganze und spiegelt die Gegenwart des Absoluten wider. Egal ob in Mantren rezitiert oder gesungen - Om ebnet den Weg zur inneren Ruhe und einem ausgeglichenen Geist. Eine gängige Übersetzung lautet: "Alles was gewesen ist, was ist und was noch sein wird."

Was bedeutet Asana?

Im Yoga gibt es unzählige verschiedene Übungen und Haltungen, die unter dem Ausdruck Asana zusammengefasst werden. Dieses Wort lässt sich bereits in 2.000 Jahre alten Yogaschriften finden. Ins Deutsche lässt sich Asana mit der Entsprechung "feste Position" übersetzen.

Was bedeutet Chakra?

Als Chakren bezeichnen Yogis Energiezentren im Körper, die durch die verschiedenen Asanas angesprochen und trainiert werden. Davon gibt es insgesamt sieben Stück, die von der Wirbelsäule (Wurzelchakra) über den Solarplexus (Manipura-Chakra) bis zur Kopfkrone (Sahasrara) über den ganzen Körper reichen.

Was bedeutet Hatha Yoga?

Hatha Yoga ist die in der westlichen Welt am weitesten verbreitete Yoga-Art. Die Übungen zielen wechselseitig auf die Kräftigung der Muskeln und ein bewusstes Atmen ab. Hatha bedeutet so viel wie Kraft oder Anstrengung.

Was bedeutet Mudra?

Um die Atmung zu kontrollieren und seinen Körper zu entspannen oder in einen meditativen Zustand zu versetzen, gibt es im Yoga spezielle Gesten und Fingerhaltungen. Diese werden als Mudras bezeichnet, was so viel bedeutet wie "das, was Freude bringt".

Was bedeutet Mantra?

Das Wort Mantra setzt sich aus zwei Wortteilen aus dem Sanskrit zusammen, nämlich mana (Geist) und traya (befreien). Mantren speisen sich meist aus heiligen Texten, die dann entweder als gesprochener oder gesungener Text wiedergegeben werden. Ziel ist es dabei, den Geist zu entspannen. Ein populäres Mantra heißt beispielsweise "Om Shanti Shanti Shanti".

Was bedeutet Pranayama?

Geist und Körper in Einklang bringen sollen auch Pranayamas, also spezielle Atemübungen. Die deutsche Entsprechung dafür lautet "Lebensenergie kontrollieren".

Was bedeutet Kundalini?

Kundalini, also die "Schlangenkraft", wohnt nach dem gängigen Yoga-Verständnis jedem Menschen inne. Diese Kraft siedelt sich an der unteren Wirbelsäule an. Symbolisiert wird sie oft durch eine schlafende, zusammengerollte Schlange. Wird sie aktiviert, kann sie bis ins oberste Chakra aufsteigen und dem Menschen einen unvergleichlichen Glückszustand ermöglichen.

Lesen Sie auch: Was ist Power Yoga? Und was ist der Unterschied zwischen "klassischem" Yoga und Power Yoga?

(tsch)

Verwendete Quellen:

  • Vedanta & Yoga: "108 wichtige Yoga Begriffe"
  • We love Yoga: "Das kleine Yoga-Lexikon"
  • Apotheken Umschau: "Kleines Yoga-Lexikon"
  • Yogaworld: "Yoga und Sprache"
  • Yogaeasy: "Sanskrit für Anfänger"
  • Miramalas: "Sanskrit für Yoga Anfänger"

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