Kevin und Dazz haben ihrem Land an der Front in Afghanistan treu gedient - doch nun sollen die vierbeinigen Kriegsveteranen sterben. Die beiden Armeehunde werden nach ihrer Rückkehr aus dem Kriegsgebiet nicht mehr gebraucht, können aber nicht so leicht an normale Haushalte vermittelt werden. Hunderttausende Briten wollen die beiden nun retten.

Die beiden Armeehunde sind Belgische Malinois, eine Varietät des Schäferhundes. Wie unter anderem "Sky News" berichtet, sollten die beiden noch diese Woche eingeschläfert werden, da sich keine neuen Besitzer für die beiden Vierbeiner fanden.

Zuvor hatten bereits mehrere Medienberichte über die Armeehunde die Runde gemacht. Auch der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson erfuhr davon und lud die Hunde mit ihrem Betreuer am Montag ins Verteidigungsministerium nach London ein.

400.000 Unterschriften für die Hunde gesammelt

Williamson versprach, sich für das Leben der Tiere einzusetzen und ein neues Zuhause für die Hunde zu suchen.

Es blieb ihm auch kaum etwas anderes übrig, denn der Druck der Öffentlichkeit wächst: Rund 400.000 Unterschriften wurden bereits in einer Petition gesammelt, in der gefordert wird Kevin und Dazz' zu verschonen.

Die Unterschriftenaktion hatte der britische Soldat Andy McNab gestartet, der angab, dass die Hunde sein Leben mehrmals gerettet hätten.

"Wir haben die Pflicht, sie zu retten. Als ich in Afghanistan auf Patrouille war, fanden die beiden eine Sprengfalle direkt vor uns. Ich war der Dritte in der Reihe und hatte daher sehr, sehr viel Glück, überlebt zu haben", schrieb McNab in der Petition.

Armeehunde müssen in Großbritannien nach ihrem Dienst neu trainiert werden, um sich wieder an das normale Leben als Haustier zu gewöhnen.

Viele werden danach dennoch als potenziell gefährlich eingestuft und dann eingeschläfert, weil sich monatelang kein geeigneter Halter für sie finden lässt.

Doch dank des großen Einsatzes der Öffentlichkeit bleibt Kevin und Dazz dieses Schicksal vielleicht erspart.

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