Applaus reicht nicht - Systemrelevante Berufe nur mäßig bezahlt

Applaus von den Balkonen und warme Worte - die Beschäftigten in systemrelevanten Berufen erfreuen sich in der Corona-Krise maximaler Beliebtheit. Das schlägt sich meist allerdings nicht im Gehalt nieder. Was in den systemrelevanten Berufen im Durchschnitt verdient wird. (Mit Material der dpa)

Finanziell noch am besten aufgestellt dürften Ärzte - vor allem in leitenden Positionen - sein. Wie aus der am Freitag veröffentlichten Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts hervorgeht, haben Krankenhausärztinnen und -ärzte in leitenden Positionen ein durchschnittliches Brutto-Monatseinkommen von 8.545 Euro.
In Krankenhäusern tätige Intensivpflegerinnen und -pfleger dürfen sich über durchschnittlich 4.524 Euro brutto pro Monat freuen.
Durchschnittlich 3.502 Euro brutto pro Monat gibt es für einfache Fachkräfte wie Krankenpflegerinnen und -pfleger. Diese machen laut den Statistikern gut die Hälfte des Krankenhauspersonals aus.
In Alten- und Pflegeheimen müssen einfache Fachkräfte mit 3.116 Euro Brutto-Monatslohn zurechtkommen. Damit liegen sie unter dem deutschen Mittelwert von 3.327 Euro.
Auch Fachkräfte in der Güterbeförderung im Straßenverkehr erhalten für ihre Tätigkeit nur ein niedriges Gehalt. Durchschnittlich 2.624 Euro brutto monatlich gibt es für sie.
Mit 3.374 Euro liegen Fachkräfte bei der Polizei ungefähr im Durchschnitt.
Selbiges gilt für die Feuerwehrfrauen und -männer, die ebenfalls auf durchschnittlich 3.374 Euro brutto im Monat kommen.
Fachkräfte bei der Abfallentsorgung müssen mit einem unterdurchschnittlichen Gehalt auskommen (3.315 Euro).
Auch Fachkräfte im regionalen Personennahverkehr müssen sich mit einem unterdurchschnittlichen Gehalt begnügen (3.067 Euro).