• Großbritannien wird wegen Omikron zum Virusvariantengebiet erklärt, in Dänemark und Frankreich spitzt sich die Lage ebenfalls zu.
  • SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet auch für Deutschland eine fünfte Welle wegen der hochansteckenden Variante.
  • Der designierte CDU-Chef Merz und andere Unionspolitiker finden hingegen, Lauterbach übertreibe.

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Rasant greift die Omikron-Virusvariante in Europa um sich. Erste Staaten verhängen vor Weihnachten teils drastische Beschränkungen - auch für Geimpfte. Auch in Deutschland ist die Variante längst angekommen.

Karl Lauterbach geht von einer massiven fünften Infektionswelle aus und warnt vor einer "massiven Herausforderung für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze".

Merz: Lauterbach neigt "zu sehr starken Übertreibungen"

Die CDU hingegen findet, der Gesundheitsminister der Ampel-Regierung übertreibe. "Niemand spricht Karl Lauterbach die Fachkompetenz ab, aber er neigt leider in gewissen Situationen zu sehr starken Übertreibungen", findet zum Beispiel der designierte neue Vorsitzende der Partei, Friedrich Merz.

"Er wird im Amt jetzt ein vernünftiges Maß finden müssen, und er muss vor allem den Menschen wieder die Zuversicht vermitteln, dass wir irgendwann die Pandemie auch hinter uns haben", forderte der angehende CDU-Chef in der "Bild am Sonntag".

Tino Sorge: "Wer warnt, muss auch handeln"

Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, äußerte im selben Medium ähnliche Gedanken. Er kritisierte: "Bis jetzt legt der Minister keine konkreten Daten vor, die seine Prognosen belegen." Der CDU-Abgeordnete aus Magdeburg findet: "Wer warnt, muss auch handeln."

Wenn der Gesundheitsminister die Lage so ernst einschätze, müsse er "auf eine kurzfristige Ministerpräsidentenkonferenz noch vor den Feiertagen drängen", auf der Bund und Länder dann "ihren Kurs für den Jahreswechsel nachschärfen".

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