Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußert sich zur diffusen Studienlage, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Virus spielen. Die USA und Brasilien bleiben Corona-Hotspots auf dem amerikanischen Kontinent. Die Zahlen der Toten dort überschreiten symbolische Marken. Alle News zum Coronavirus.

  • 08:37 Uhr: Til Schweiger entschuldigt sich für Instagram-Post bei Christian Drosten und Karl Lauterbach
  • 08:24 Uhr: Ifo-Prognose: Coronakrise trifft deutsche Wirtschaft härter als die Finanzkrise 2009
  • 08:03 Uhr: Jens Spahn: Diffuse Studienlage zur Verbreitung des Coronavirus durch Kinder
  • 06:36 Uhr: In den USA sind mehr als 100.000 Menschen in Zusammenhang mit Corona gestorben
  • 05:59 Uhr: Japan glaubt im Kampf gegen die Corona-Pandemie an ein Fabelwesen
  • 05:15 Uhr: Der FC Bayern sagt mögliche Meisterfeier auf dem Marienplatz ab
  • 04:31 Uhr: Laut RKI 353 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

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Til Schweiger entschuldigt sich bei Christian Drosten und Karl Lauterbach

08:37 Uhr: Film- und Fernsehstar Til Schweiger rudert nach einem umstrittenen Instagram-Post an die Adresse von Virologe Christian Drosten und SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach öffentlich zurück.

"Mein Post war nicht nur unbedacht, sondern völlig unangebracht und vor allem überflüssig", schrieb der 56-Jährige seinen Followern in dem sozialen Netzwerk am Mittwoch.

"Meinen Kindern habe ich immer gesagt Fehler zu machen ist menschlich, aber man muss auch seine Fehler erkennen und in der Lage sein, sich aufrichtig für diese zu entschuldigen. Mein Fehler ist aber leider nicht so leicht zu entschuldigen, trotzdem möchte ich auf diesem Wege Herrn Prof. Lauterbach und Herrn Prof. Dr. Drosten mitteilen, dass ich meinen Fehler aus ganzem Herzen bereue."

Hintergrund ist sein früherer Instagram-Kommentar zu Morddrohungen, die Drosten und Lauterbach öffentlich gemacht hatten.

"Herr Drosten und Herr Lauterbach, take a Chill-Pill!", hatte er geschrieben und von mehreren Morddrohungen gegen sich selbst in der Vergangenheit berichtet. "Also heult jetzt nicht rum - habe ich auch nicht getan!", schrieb Schweiger. Er löschte diesen Beitrag kurz darauf. In sozialen Netzwerken verbreiteten Nutzer aber Screenshots der Nachricht.

Prognose: Coronakrise trifft deutsche Wirtschaft heftiger als die Finanzkrise 2009

08:24 Uhr: Das Ifo-Institut erwartet 2020 einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um 6,6 Prozent. Das sagen die Münchner Wirtschaftswissenschaftler in ihrer am Donnerstag aktualisierten Konjunkturprognose voraus. 2021 könnte die Wirtschaft dann von niedrigem Niveau aus um 10,2 Prozent wachsen.

Damit rechnen die Ifo-Forscher in diesem Jahr mit einem deutlich gravierenderen Einbruch als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent geschrumpft.

Spahn: Studienlage zu Kindern und Verbreitung von Corona weiterhin uneinheitlich

08:03 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält verlässliche Einschätzungen zur Corona-Gefahr in Schulen und Kindergärten derzeit für schwierig.

"Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt, inwieweit Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen", sagte Spahn der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Da gibt es sehr unterschiedliche Bewertungen - und das macht es besonders schwer, politische Entscheidungen zu treffen."

Spahn wies darauf hin, dass es fast täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus gebe. Das zwinge auch die Politik, Einschätzungen zu verändern und Maßnahmen anzupassen. "Besonders schwierig sind die Bereiche Kindergarten und Schule", sagte er.

COVID-19 könnte bei Kindern schwere Entzündungserkrankung verursachen

Mediziner aus mehreren Ländern melden schwer erkrankte Kinder mit bestimmten Entzündungen. Gibt es einen Zusammenhang mit COVID-19? Eine Studie soll mehr Klarheit bringen.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in den USA

Die USA bleiben Corona-Hotspot. Die Zahl der Toten überschreitet nun eine symbolische Marke.

06:36 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA Angaben von Wissenschaftlern zufolge mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen.

Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten. Erst am Montag vergangener Woche war in den USA die Zahl von 90.000 Toten überschritten worden.

Japan will Corona mit einem Fabelwesen vertreiben

05:59 Uhr: In Japan soll ein Fabelwesen namens "Amabie" aus Feudalzeiten mit mystischer Kraft die Corona-Pandemie besiegen. Abbildungen der an Meerjungfrauen erinnerenden Figur mit drei flossenartigen Beinen, langen Haaren und einem schnabelähnlichen Mund haben das japanische Internet im Zuge der Corona-Pandemie im Sturm genommen.

Der Legende nach entstieg "Amabie" im Jahre 1846 eines Tages dem Meer und erschien vor einem Beamten der Provinz Higo, dem heutigen Kumamoto. Daraufhin habe "Amabie" dem Beamten eine jahrelang gute Ernte prophezeit. Für den Fall, dass eine Epedemie ausbreche, so solle ein Bild von "Amabie" gemalt und den Menschen gezeigt werden.

Seit das Coronavirus um sich greift, kursieren immer mehr Abbildungen des Fabelwesens in Japan. Bürger basteln sich kleine "Amabie"-Figuren und auch auf Twitter werden täglich Tausende von Kurznachrichten zu der niedlichen Figur hochgeladen, in der Hoffnung, es möge die Pandemie besiegen. Selbst das Gesundheitsministerium verwendet auf seiner Webseite Bilder von "Amabie" mit dem Aufruf: "Stop! COVID-19".

Gewerkschaft kritisiert Öffnung der Kitas und Schulen in Schleswig-Holstein

05:44 Uhr: Die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Kitas und Schulen rasch wieder hochzufahren, stößt auf Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW sehe dadurch die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet, sagte die Landesvorsitzende Astrid Henke. Die GEW halte die Pläne für verfrüht.

Die Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP hatte am Mittwoch beschlossen, dass die Kitas im Land Anfang Juni von der corona-bedingten Notfallbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen können. Damit würde die Kita-Auslastung von zurzeit 30 Prozent auf etwa 75 Prozent steigen. Bis zum Beginn der Sommerferien am 29. Juni sollen die Kitas wieder landesweit zu 100 Prozent ausgelastet sein.

Alle Grundschüler sollen vom 8. Juni an wieder im Klassenverband unterrichtet werden - und zwar ohne Abstandsregeln.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

FC Bayern feiert mögliche Meisterschaft nicht auf dem Rathausbalkon

05:15 Uhr: Eine Meisterfeier des FC Bayern München auf dem Rathausbalkon in der bayerischen Landeshauptstadt müsste im Falle eines Titelgewinns in diesem Jahr ausfallen.

"Die liebgewonnene Tradition der alljährlichen Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz ist heuer leider unvorstellbar – nicht wegen mangelnder sportlicher Erfolge des Rekordmeisters, sondern natürlich wegen der coronabedingten Einschränkungen", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter von der SPD der "Bild" (Donnerstag).

Nach dem 1:0 am Dienstag beim schärfsten Verfolger Borussia Dortmund gilt der achte Titel der Bayern nacheinander in der Fußball-Bundesliga als nahezu sicher. Vor dem 29. Spieltag haben die Münchner sieben Punkte Vorsprung auf den BVB.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

RKI: 353 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

4:31 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut 353 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 179.717 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete.

Bislang starben dem RKI zufolge 8.411 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 62. 163.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 0,68 (Dienstag 0,70).

Jens Spahn warnt vor schwindendem "Wir-Gefühl" in der Coronakrise

03:38 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, dass die Coronakrise zu einer ähnlichen Polarisierung wie die Debatte über die Flüchtlingspolitik führen könnte. "Wir haben ein Wir-Gefühl erlebt. Jetzt müssen wir aufpassen", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag).

Dass Debatten über Gesundheit oder Freiheitsrechte stattfänden, finde er richtig und wichtig. Aber: "Wir alle haben die Verantwortung, dass es nicht wieder so polarisierend wird wie teilweise in der Diskussion über die Migration. Wir müssen sehr aufpassen, dass uns das nicht wieder passiert."

Spahn bekräftigte, Debatten seien lebensnotwendig für eine Demokratie. "Den Demonstranten sollte aber klar sein, mit wem sie demonstrieren. Man muss nach links und rechts schauen, wer da so dabei ist", sagte er und wiederholte damit eine Warnung seines Parteikollegen Wolfgang Schäuble, dem Präsidenten des Deutschen Bundestags.

Mehr als 25.000 Corona-Tote in Brasilien

02:55 Uhr: Brasilien hat mehr als 25.000 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 1.086 Tote mehr als am Dienstag.

Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land in Lateinamerika auf bislang 25.598. 411.821 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert.

Bei der Zahl der Todesopfer liegt Brasilien damit nach Aufzeichnungen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität weltweit weiter auf Platz sechs der am meisten betroffenen Länder, bei der Zahl der Infizierten auf Platz zwei hinter den Vereinigten Staaten.

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die Zahl der Infizierten auch aufgrund weniger Tests mindestens sieben Mal höher liegt.

Frankreich gibt grünes Licht für Corona-Warn-App

02:51 Uhr: Das französische Parlament hat dem Einsatz einer Warn-App zur Eindämmung des Coronavirus zugestimmt.

Nationalversammlung und Senat in Paris billigten am Mittwochabend die Anwendung der App mit dem Namen "StopCovid". Sie warnt Nutzer, wenn sie sich in der Nähe von Corona-Infizierten aufgehalten haben. Dafür wird die drahtlose Bluetooth-Technologie genutzt.

Die Regierung will den Einsatz der App in den kommenden Tagen starten. In Deutschland hat sich die Entwicklung einer ähnlichen App verzögert.

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Mund-Nase-Bedeckung richtig reinigen: Masken waschen, bügeln oder „backen“?

Aufgrund der Corona-Pandemie tragen Menschen auf der ganzen Welt Mund-Nase-Bedeckungen. Selbst hergestellte Stoffmasken können laut dem Regensburger Infektiologen Bernd Salzberger problemlos öfter getragen werden. Die Bedeckung muss allerdings regelmäßig gereinigt werden. Im Video zeigen wir, wie man Masken richtig reinigt.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
Teaserbild: © picture alliance / ANP