Gerhard Schröder spricht über die Corona-Pandemie. Im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus und anschließender Todesfälle gerät ein zweites Champions-League-Spiel in den Fokus. Das Bruttoinlandsprodukt bricht ein. Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge weitere Soforthilfen für Unternehmen. Alle News zum Coronavirus.

  • 10:14 Uhr: Schröder zu Corona-Protesten: "Idioten gab es immer"
  • 08:57 Uhr: Corona-Ausbruch in einem Schlachthof an der deutsch-niederländischen Grenze
  • 08:13 Uhr: Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sinkt im ersten Vierteljahr 2020 um 2,2 Prozent
  • 06:22 Uhr: CL-Spiel in Liverpool soll 41 Corona-Tote nach sich gezogen haben
  • 05:28 Uhr: Die USA verbieten zum Corona-Schutz der eigenen Bürger Einreisen aus Brasilien
  • 05:20 Uhr: Ärztepräsident fordert europäische Unabhängigkeit von medizinischer Produktion in Asien

Hier Coronavirus-Live-Blog aktualisieren

Söder übt scharfe Kritik an beabsichtigten Lockerungen in Thüringen

Söder kritisiert die Lockerungen in Thüringen.

11:21 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Thüringen als "fatales Signal" bezeichnet. Er bitte die Verantwortlichen in Thüringen darum, die Absicht zu überdenken, sagte Söder am Montag am Rande eines Besuches in einem Kindergarten in Nürnberg.

Bayern sei vom Infektionsgeschehen in der Nachbarschaft betroffen, sagte der Ministerpräsident. "Wir in Bayern waren besonders betroffen dadurch, dass wir an einer Grenzsituation zu Österreich waren. Wir haben jetzt die aktuelle Situation, dass wir beispielsweise im Raum Coburg eben von Sonneberg betroffen sind", sagte Söder mit Blick auf den thüringischen Nachbar-Landkreis.

Söder kündigte im Zweifel Gegenmaßnahmen an. "Wir werden uns da noch ein Konzept überlegen müssen, wie wir darauf reagieren", sagte er. "Ich möchte nicht, dass Bayern noch mal infiziert wird durch eine unvorsichtige Politik, die in Thüringen gemacht wird", betonte er.

Japan hebt den Corona-Notstand vollständig auf

11:16 Uhr: Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte am Montag die Freigabe auch für den Großraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido. Für die übrigen Landesteile hatte er den Notstand bereits zuvor aufgehoben.

Der Notstand war ursprünglich bis zum 31. Mai angesetzt, wobei das keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutete. Die Bürger in Japan wurden nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Man habe die Situation so eingedämmt, dass eine Ausbreitung des Virus verhindert werden könne, hieß es. Nun können die Menschen wieder normal raus und Geschäfte wieder öffnen.

Schröder zu Corona-Protesten: "Idioten gab es immer"

10:14 Uhr: Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sieht in den Protesten gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte in der Corona-Krise eine "soziale Gefährdung der demokratischen Substanz".

In der ersten Folge seiner an diesem Dienstag erscheinenden neuen Pocast-Reihe "Gerhard Schröder – Die Agenda" wertete der Altkanzler die Proteste als "die hilflose Bewältigung von Angst". Dazu komme teilweise politisches Kalkül von Extremisten, die diese Furcht schürten. Zudem, so Schröder weiter wörtlich: "Idioten auf dieser Welt gab es schon immer."

Der Ex-Kanzler forderte die Bundesregierung deshalb auf, sich stärker den hasserfüllten Debatten in sozialen Medien zuzuwenden. Es müsse ein Ende des "unkontrollierten Herumalberns" in den sozialen Medien geben.

In den vergangenen Wochen hatten bundesweit wiederholt Zehntausende Bürgern gegen die ihrer Meinung nach zu drastischen Einschränkungen der Freiheitsrechte in Deutschland zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demonstriert. Darunter waren auch zahlreiche Extremisten von links und rechts sowie Impfgegner und Anhänger von Verschwörungsmythen.

Verschwörungstheorien: Aus diesem Grund sind sie für viele Menschen so anziehend

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. © ProSiebenSat.1

Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

10:10 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 178.570 angegeben - ein Plus von 289 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 180.328 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8.257 Todesfälle und damit zehn mehr als am Vortag, die JHU 8.283 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 161.200.

Grüne: Ramelows Verzicht auf Schutzvorschriften "leichtsinnig"

09:42 Uhr: Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für dessen Pläne zur Aufhebung von allgemeinen Corona-Schutzmaßnahme kritisiert.

Es gebe noch viele Menschen, die besonders gefährdet seien. "Da ist so eine Alles-geht-Botschaft, auch wenn wir alle eine Rückkehr zur Normalität wollen, verkehrt und zu leichtsinnig", sagte er am Montag in der Sendung "n-tv Frühstart".

Es gebe weder eine Therapie noch ein Medikament oder einen Impfstoff gegen COVID-19. "Deswegen sollten auch gerade Personen in Spitzenpositionen, wie ein Ministerpräsident, eher bremsen als den Beschleuniger geben", mahnte Kellner weiter.

Ramelow will vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Damit könnten die bisherigen Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören.

Corona-Lockerungen in den Bundesländern

Corona-Ausbruch in Schlachthof an der deutschen Grenze

08:57 Uhr: In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre am Sonntag mit.

Einem Bericht der Lokalzeitung "De Gelderlander" zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden.

Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

Bereits am Freitag hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Im Schlachthof waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden.

Noam Chomsky: "Donald Trump ist ein soziopathischer Größenwahnsinniger"

08:50 Uhr: Der US-Gelehrte Noam Chomsky hat der Regierung seines Landes schwere Vorwürfe im Umgang mit der Corona-Pandemie gemacht.

Die USA seien auf einem "chaotischen" Weg ohne bundesweiten Plan und ohne schlüssige Führung, kritisierte der 91-jährige linke Intellektuelle, der als Gründer der modernen Linguistik gilt, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Besonders scharfe Kritik übte Chomsky an US-Präsident Donald Trump.

Den Präsidenten bezeichnete Chomsky als "soziopathischen Größenwahnsinnigen", der nur an "seiner eigenen Macht und seinen eigenen Wahlchancen" interessiert sei, dem das Schicksal des Landes und der Welt aber egal sei.

Trump selbst habe mit Blick auf die Pandemie gesagt, "dass das nicht seine Sache ist", dass die Regierung in Washington nichts tun könne. "Es gibt 90.000 Tote, und es werden noch viel mehr sein - es gibt keinen abgestimmten Plan", kritisierte Chomsky.

Trump verteidigt Einnahme von Malaria-Medikament gegen Coronavirus

Donald Trump hat am Mittwoch die Einnahme von Hydroxychloroquin verteidigt. Der US-Präsident ist weiterhin davon überzeugt, dass das Malaria-Medikament gegen das Coronavirus hilft. Noch aber belegt keine Studie die Wirksamkeit der Arznei gegen das Coronavirus oder die Lungenkrankheit COVID-19.

Altmaier: Sommerferien 2020 nicht ausschließlich im Inland

08:31 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU hält Sommerurlaub im Ausland bei Einhaltung von Sicherheitsstandards für machbar.

Er sei "optimistisch, dass wir unsere Sommerferien nicht ausschließlich im Inland verbringen können", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag. Dazu müssten dann vor Ort in den Urlaubsorten aber "klare Hygienekonzepte und Abstandsregelungen" beachtet werden.

Brinkhaus hält nichts von Scholz' Entschuldungsplan für Kommunen

08:28 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus von der CDU hat die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD zur Tilgung der Altschulden von Kommunen abgelehnt. Von einer Altschuldenregelung profitierten nur einige Kommunen, aber nicht alle, sagte Brinkhaus am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Kommunen müssten trotz der Corona-Krise aber "die Mittel haben, um zu investieren", betonte er zugleich. Das sei jedoch keine "Frage der Entschuldung".

Frühjahrsstatistik: Coronakrise lässt die deutsche Wirtschaft massiv einbrechen

08:13 Uhr: Jetzt ist es amtlich: Die Coronakrise trifft die deutsche Wirtschaft mit Wucht.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Daten.

Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung.

Griechische Inseln sind vom Festland aus auch für Touristen wieder erreichbar

08:05 Uhr: Athen hat am Montag seinen Tourismus weiter geöffnet: Erstmals seit mehr als zwei Monaten konnten alle Reisende vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres sowohl per Fähre als auch per Flugzeug gelangen.

Zudem wurden landesweit die Tavernen, Bars und Cafes wieder geöffnet, wie übereinstimmend griechische Medien berichteten.

Athen hatte seit Ende März aus Gründen des Schutzes gegen die Corona-Pandemie nur ständigen Einwohnern der Inseln erlaubt, vom Festland zu den Inseln zu fahren.

Gartenparty: Spieler des FC Sevilla verstoßen gegen Corona-Auflagen

07:50 Uhr: Vier Spieler des spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen und sich dafür entschuldigt.

Der frühere Gladbacher Luuk de Jong, Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit insgesamt zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind aktuell jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram, löschte es aber rasch wieder.

"Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist", erklärte Banega am Sonntagabend auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb er. "Ich möchte mich bei unserem Verein, unseren Fans und der Gesellschaft im Allgemeinen entschuldigen. Es wird nicht wieder vorkommen."

Die spanische Regierung hatte am Samstag der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 8. Juni zugestimmt.

Angeblich 41 Corona-Tote aufgrund eines Fußballspiels in Liverpool

06:22 Uhr: Dutzende Todesfälle durch das Coronavirus in Großbritannien sind laut einer Studie möglicherweise auf das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Atlético Madrid am 11. März zurückzuführen.

Die Datenanalysefirma Edge Health schätzt, dass 41 Todesfälle mit dem Fußballspiel in Verbindung stehen, wie die Zeitung "Sunday Times" am Sonntag berichtete. Diese Todesfälle traten zwischen 25 und 35 Tage nach dem Spiel in Krankenhäusern von Liverpool und Umgebung auf.

Das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League war vor 52.000 Stadionbesuchern ausgetragen worden. Rund 3.000 spanische Fans waren dafür angereist. Es war das letzte größere Fußballspiel, das in Großbritannien vor Verhängung der allgemeinen Corona-Restriktionen stattfand.

Laut Schätzungen des Imperial College London und der Oxford-Universität hatte Spanien zu diesem Zeitpunkt bereits 640.000 Fälle von Coronavirus-Infektionen, Großbritannien 100.000.

Noch ein weiteres Champions-League-Spiel wird verdächtigt, für die Ausbreitung des Coronavirus mitverantwortlich zu sein.

Am 19. Februar hatte in Mailand das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia vor dichtgefüllten Stadionrängen stattgefunden. Die italienische Region Lombardei, deren Hauptstadt Mailand ist, wurde anschließend zu der am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Region Italiens.

Coronavirus: Champions-League-Achtelfinale des FC Liverpool steht unter Infektionsverdacht

Untersuchungen legen den Verdacht nahe, dass das Champions-League-Achtelfinale vor 52.000 Zuschauern in Liverpool für mehrere Besucher fatale Folgen gehabt hat. Anschließend starben 41 Menschen in Verbindung mit einer Infektion mit dem Coronavirus. (Teaserbild: imago images / Xinhua)

Die USA verbieten Einreisen aus Brasilien

05:28 Uhr: Angesichts des dramatisch gestiegenen Ausmaßes der Corona-Pandemie in Brasilien verbieten die USA Einreisen aus dem südamerikanischen Land. US-Präsident Donald Trump wolle auf diese Weise verhindern, dass Menschen nach ihrem Aufenthalt in Brasilien zum Auslöser weiterer Infektionen in den Vereinigten Staaten würden, erklärte das Weiße Haus am Sonntag.

Das Einreiseverbot gilt für ausländische Staatsbürger, die sich in den zwei Wochen vor ihrer geplanten Einreise in die USA in Brasilien aufgehalten haben. Der Handel ist nach Angaben des Weißen Hauses nicht von der Maßnahme betroffen.

Trumps Sicherheitsberater Robert O'Brien sagte dem Sender CBS: "Angesichts der Situation in Brasilien werden wir jede nötige Maßnahme ergreifen, um das amerikanische Volk zu schützen."

Ärztepräsident: Europa muss Medikamente und Ausrüstung wieder selbst produzieren

05:20 Uhr: Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert als eine Lehre aus der Coronakrise mehr europäische Eigenständigkeit bei der Herstellung von medizinischer Schutzausrüstung und Arzneimitteln.

"Deutschland und Europa müssen bei Schutzausrüstung und Medikamenten die Abhängig von Fernost deutlich reduzieren und eigene Produktionsstätten fördern", sagte Reinhardt der "Passauer Neuen Presse" (Montag).

Zudem forderte er, Krankenhäusern solle "das Vorhalten von Personal und Technik finanziert werden". "Kliniken sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine Industriebetriebe, die sich ausschließlich an Rentabilitätszahlen ausrichten."

Bundesregierung weitet Corona-Soforthilfen für Unternehmen aus

03:30 Uhr: Die Bundesregierung plant laut einem Zeitungsbericht weitere Hilfen für mittelständische Betriebe in der Coronakrise. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen in den nächsten sechs Monaten Soforthilfen von monatlich bis zu 50.000 Euro erhalten, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" ("NOZ") in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf ein Eckpunktepapier der Regierung berichtet.

Kleinen und mittelgroßen Betrieben soll demnach für den Zeitraum Juni bis Dezember eine "weitergehende Liquiditätshilfe" gewährt werden, um ihre Existenz zu sichern.

Antragsberechtigt sind der Zeitung zufolge Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler, deren Umsätze im April und Mai um durchschnittlich mindestens 60 Prozent im Vergleich mit den entsprechenden Vorjahresmonaten eingebrochen sind.

Unternehmen, die bereits Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen, aber weitere Umsatzausfälle haben, dürften neue Anträge stellen, zitiert die "NOZ" aus dem Papier. Das Gesamtvolumen des Bundesprogramms werde bis August mit 25 Milliarden Euro beziffert.

Japaner werden in der Coronakrise dicker

03:20 Uhr: Die Coronakrise hat auch die allgemein eher schlanken Japaner das eine oder andere Pfund zulegen lassen.

In einer Online-Umfrage gab mehr als ein Drittel der Frauen und Männer in Japan an, während des landesweiten Corona-Notstands zu Hause zugenommen zu haben, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Montag berichtete.

Unter den von der Tokioter Online-Fitness-Firma "30.f" befragten 600 Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 49 Jahren berichteten 42,7 Prozent der Frauen, "Corona-Fett" zugelegt zu haben. Bei den Männern waren es 30,4 Prozent. Demnach legten die Frauen durchschnittlich 2,6 Kilogramm und die Männer 3,3 Kilo zu.

Bolsonaro missachtet konsequent Regeln zum Schutz vor einer Corona-Infektion

00:21 Uhr: Ungeachtet der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien verstößt Präsident Jair Bolsonaro bei seinen öffentlichen Auftritten weiterhin gegen die Abstandsregeln und die Hygienevorgaben.

Am Sonntag suchte er die Nähe zu seinen Anhängern, die sich vor dem Präsidentenpalast in Brasília versammelt hatten. Der rechtsextreme Politiker gab mehreren Demonstranten die Hand und umarmte einige von ihnen. Die Atemmaske, die er anfangs trug, hatte er da schon abgesetzt.

Brasilien hat sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Corona-Pandemie in Südamerika entwickelt.

Mit fast 350.000 Corona-Fällen weist das Land nach den USA weltweit die zweitmeisten Infektionen auf. Mehr als 22.000 Menschen starben. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet wird.

Die Coronavirus-Meldungen vom Vortag finden Sie hier

So gefährlich ist unser Atem: Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus lauert besonders in geschlossenen Räumen

Aufnahmen unserer Atemwolken verdeutlichen, was in Restaurants oder Fitnessstudios passiert, wenn auf einen Mundschutz verzichtet wird. Infektiöse Partikel halten sich minutenlang in der Luft. Zum Schutz der Mitmenschen und der eigenen Gesundheit ist es deshalb unerlässlich, den empfohlenen Mindestabstand einzuhalten. © RTL Television

Mehr zum Coronavirus-Thema:

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
Teaserbild: © picture alliance/Federico Gambarini/dpa