• 21:30 Uhr: Portugal kehrt wegen hoher Corona-Zahlen zu hartem Lockdown zurück
  • 17:30 Uhr: Empörung über Corona-Hilfspakete mit Lebensmitteln in Großbritannien
  • 15:38 Uhr: EU-Zulassung von viertem Corona-Impfstoff soll bald beantragt werden
  • 13:07 Uhr: Sachsen-Anhalt mit Sonderregeln für Geimpfte - Experte alarmiert
  • 11:11 Uhr: Experten mahnen zur Vorsicht bei Antigen-Schnelltests
  • 09:43 Uhr: Spahn für Aufklärung statt Impfpflicht

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Top-News: Minderwertige Lebensmittelpakete für arme Kinder sorgen in Großbritannien für Wut

In Großbritannien hat die Verteilung von qualitativ minderwertigen und dürftigen Lebensmittelpaketen an Kinder aus armen Familien für Empörung gesorgt.

Die während des Corona-Lockdowns versendeten Pakete seien "eine Beleidigung", sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Unterhaus mit den schändlichen Bildern zufrieden ist, die wir von den Essenspaketen gesehen haben", sagte Johnson im Parlament.

"Sie sind entsetzlich. Sie sind eine Beleidigung für die Familien, die sie erhalten haben." Zuvor hatte sich das Foto einer Mutter, das den Inhalt des mageren Pakets zeigte, in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Die Pakete enthielten drei Äpfel, zwei Bananen, zwei Karotten, zwei Kartoffeln, eine Dose Bohnen, ein Brot mit Käsescheiben, Nudeln und fünf Süßigkeitenriegel. Der Wert beträgt rund fünf Pfund (5,60 Euro). Er ersetzt Essensgutscheine im Wert von 30 Pfund, die bedürftigen Kinder eigentlich zustehen, um in der Schule Mahlzeiten zu erhalten.

Gegenüber dem Sender BBC erklärte die Mutter, dass sie sich "sehr traurig und deprimiert" fühlte, als sie das Paket öffnete. Auch der englische Fußballstar Marcus Rashford, der immer wieder auf Missstände beim Thema Kinderarmut aufmerksam macht, rief die Politiker zum Handeln auf. "Kinder verdienen etwas Besseres als das", erklärte Rashford auf Twitter.

Die Firma Chartwells, die die Pakete zur Verfügung stellte, entschuldigte sich für die "unzureichende" Menge des darin enthaltenen Essens. Das Unternehmen versuchte sich zu verteidigen: Es habe "Tausende von Lebensmittelpaketen pro Woche in einem extrem kurzen Zeitraum" bereitgestellt. In einer Erklärung hieß es, alle Pakete würden ab nächster Woche die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen.

Die weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Portugal kehrt wegen hoher Corona-Zahlen zu hartem Lockdown zurück

21:30 Uhr: Portugals Regierung hat wegen stark steigender Corona-Zahlen einen landesweiten harten Lockdown wie im vergangenen Frühjahr angeordnet. Die Menschen dürfen damit ab Freitag das Haus nur noch aus dringendem Anlass wie etwa zum Einkaufen, zur Arbeit oder für Arztbesuche verlassen. Die Maßnahmen gelten zunächst für einen Monat, sollen jedoch nach 15 Tagen überprüft werden, kündigte Regierungschef António Costa am Mittwochabend im staatlichen TV-Sender RTP an. "Denken sie nicht an die Ausnahmen, sondern an die Regel. Und die Regel ist einfach: Jeder von uns muss zu Hause bleiben", sagte Costa.

Die Schulen sollten anders als beim Lockdown während der ersten Corona-Welle geöffnet bleiben. Die Arbeit im Home Office soll, wo immer sie möglich ist, obligatorisch sein, ohne dass es dafür einer Vereinbarung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedürfe, betonte Costa. Der Profi-Fußball werde nicht untersagt, jedoch weiterhin ohne Publikum stattfinden. Gaststätten und Geschäfte außer für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf müssten schließen.

"Wir durchleben gerade gefährliche Zeiten, aber auch mit wachsenden Hoffnungen", sagte Costa im Hinblick auf die schnell steigenden Infektionszahlen einerseits sowie die begonnene Impfkampagne andererseits. Zugleich stimmte das Parlament einer Verlängerung des seit Anfang November geltenden Ausnahmezustands vorerst bis Ende des Monats mit großer Mehrheit zu.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Portugal stieg zuletzt dramatisch schnell. Binnen 24 Stunden wurden bis Mittwoch 10.566 neue Corona-Infektionen und 156 Tote mit Covid-19 in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern registriert. Das waren die höchsten Tageszahlen überhaupt seit Beginn der Pandemie, wie die Zeitung "Público" schrieb. Die Zahl der Menschen, die sich insgesamt während der Pandemie mit dem Virus Sars-CoV-2 ansteckten, habe damit die Marke von 500.000 überstiegen.

Dänemark: Corona-Lockdown bis 7. Februar verlängert

19:37 Uhr: Die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Dänemark werden um drei Wochen verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Bei der Verlängerung der Maßnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, eine zunächst in England aufgetretene und sich auch in Dänemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er. Es sei ein Wettlauf mit der Zeit.

Die Verlängerung der Corona-Maßnahmen bedeutet, dass Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants und andere Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos und Museen nach wie vor geschlossen bleiben müssen. Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben offen. Zugleich werden Schüler der in Dänemark bis zur neunten Klasse gehenden Folkeskole weiter aus der Distanz unterrichtet.

Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl für Zusammenkünfte ist auf fünf Personen herabgesetzt worden, auch der Reiseverkehr in und aus dem Ausland wurde von der dänischen Regierung stark eingeschränkt. All diese Maßnahmen wären ohne Verlängerung am Sonntag ausgelaufen.

Dänemark hat bei den jüngsten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC auf die Bevölkerung gerechnet zuletzt fast doppelt so viele Neuinfektionen gehabt wie Deutschland; die Zahl ist aber rückläufig. Besonders die britische Corona-Variante B.1.1.7 bereitet den Dänen große Sorgen - sie ist mittlerweile bei 208 Menschen im Land nachgewiesen worden, wie Heunicke sagte. Die Variante sei nicht gefährlicher, jedoch ansteckender.

Boliviens Ex-Präsident Evo Morales mit Coronavirus infiziert

18:25 Uhr: Der ehemalige bolivianische Präsident Evo Morales ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte ein Sprecher des 61-jährigen Morales der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Der Ex-Präsident befindet sich unter ärztlicher Aufsicht und hält sich an die Vorschrift der Isolation." Er habe leichte Symptome wie etwas Husten und seine Situation sei stabil.

Morales bedankte sich auf Twitter bei denjenigen, die sich um sein Wohlergehen sorgen. "Dank Gott, Mutter Erde und so viele Zeichen der Solidarität aus unserem Volk, mir geht's sehr gut", schrieb er. In einem Interview mit einem argentinischen Journalisten hatte Morales nach einem Krankenhausbesuch in der tropischen Region Cochabamba zunächst geleugnet, sich mit COVID-19 infiziert zu haben.

Der frühere Staatschef Boliviens steht nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Argentinien im November der linken Partei MAS vor, die Wahlkampf für die Regionalwahl in dem südamerikanischen Land im März betreibt. Eine Verschiebung der Wahl lehnt die MAS ab. Morales nahm laut Medienberichten inmitten der Corona-Pandemie an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen teil, oftmals mit Menschenansammlungen und selten mit Maske.

In Bolivien, einem Staat mit etwa elf Millionen Einwohnern, haben sich fast 177.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 9.500 Infizierte sind gestorben. Zuletzt verzeichnete das Andenland mit mehr als 2.000 die meisten Neuinfektion innerhalb von 24 Stunden seit März.

101-Jähriger geht es kurz vor der zweiten Corona-Impfung unverändert

17:49 Uhr: In einem Halberstädter Seniorenheim war am zweiten Weihnachtsfeiertag vorzeitig mit den Corona-Impfungen begonnen worden - als Erste bekam dort die 101-Jährige Edith Kwoizalla den Piks. Am Freitag steht die Zweitimpfung an, wie Heimbetreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger am Mittwoch übereinstimmend mit dem Landkreis Harz sagte.

Der 101-Jährigen gehe es bislang unverändert. "Sie ist guter Dinge", sagte Krüger. Zu "Focus Online" sagte der Sohn der 101-Jährigen, es gehe seiner Mutter "richtig gut". "Wie es einer 101-Jährigen eben gehen kann. Sie ist nicht mehr so gut zu Fuß, aber das war sie auch vorher nicht." Die Impfung habe sie ohne Probleme vertragen.

Der bundesweite Impfstart war für den 27. Dezember geplant worden. Der Landkreis Harz aber wartete nicht und legte mit dem gelieferten Impfstoff am 26. Dezember sofort los. Neben dem Seniorenzentrum waren mehrere Kliniken mit dem Impfstoff versorgt worden.

Eine zweite Impfung ist notwendig, weil erst danach die volle Wirkung des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer gewährleistet sein soll.

Verteidigungsministerin stellt 10.000 Soldaten für Corona-Tests

17:00 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stellt kurzfristig 10.000 Soldaten für Corona-Tests in Alten- und Pflegeheimen bereit. "Gerade die Schwächsten brauchen jetzt in der Pandemie unsere Hilfe. Deshalb steht die Bundeswehr bereit, in Alten- und Pflegeheimen kurzfristig mit bis zu 10.000 Männern und Frauen zu unterstützen, wenn wir gerufen werden", erklärte die CDU-Politikerin dazu am Mittwoch.

Das Angebot solle das Pflegepersonal entlasten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dazu der Deutschen Presse-Agentur. Die Verteidigungsministerin sei der Meinung, dass zu viel Zeit vergehe und dass die alten und pflegebedürftigen Menschen besonders in Gefahr seien, wenn nicht konsequent andauernd in den Alten- und Pflegeheimen getestet werde.

Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit 1.156 Soldaten in 267 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Das Kontingent der Soldaten, die sich für den Corona-Hilfseinsatz bereut halten, war im vergangenen Jahr auf
20.000 Männer und Frauen aufgestockt worden, ohne dass alle im Einsatz sind.

Von diesen werden nun 10.000 für die Test-Einsätze angeboten. Soldaten dürfen nach Einweisung in die Handhabung durch den Hersteller auch Abstriche für Schnelltests machen.

Lehrer-Umfrage: Deutliche Lernrückstände bei Kindern wegen Corona

16:28 Uhr: Die Corona-Pandemie hat aus Sicht der Lehrer im Land bereits jetzt zu erheblichen Lernrückständen bei vielen Schülern geführt. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung mit Sitz in Stuttgart, über die die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet.

Demnach bemängelt fast jeder dritte Lehrer (27 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schüler messbare Defizite. 11 Prozent gaben an, dass die Pandemie zu Lernrückständen bei fast allen Schülern geführt habe.

29 Prozent gehen davon aus, dass weniger als die Hälfte der Schüler Lernrückstände aufweisen. Besonders Förderschüler leiden der Umfrage zufolge unter den Corona-Bedingungen. Hier bestätigt jede zweite Lehrkraft (54 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schülerschaft messbare Defizite.

Bei der digitalen Ausstattung sind die Schulen in Deutschland nach Auffassung der Lehrer trotz Corona-Krise kaum vorangekommen. 61 Prozent der befragten Lehrkräfte gaben an, dass sie weniger gut oder schlecht auf den Fernunterricht vorbereitet seien.

Dieser Wert ist im Vergleich zum April (66 Prozent) nur wenig gesunken. "Deutschland hängt bei der Digitalisierung der Schulen fünf bis acht Jahre zurück. Das kann man leider nicht in neun Monaten aufholen", kommentierte die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die brandenburgische Schulministerin Britta Ernst (SPD), die Umfrage in einem Interview mit "Die Zeit".

Corona-App auf etlichen Android-Smartphones gestört

15:49 Uhr: Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Am Mittwoch berichteten mehrere Anwender der Anwendung auf Twitter, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf.

ILLUSTRATION - Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Corona-Warn-App der Bundesregierung ein erhöhtes Risiko anzeigt (gestellte Szene). +++ dpa-Bildfunk +++ Ort: Köln (Deutschland) Datum: Thu Nov 05 00:00:00 CET 2020

Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte auf Anfrage die Probleme: Zur Zeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones "in einigen Fällen" nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen.

"Das liegt aktuell am Exposure Notification Framework unter dem Google-Smartphone-Betriebssystem." Das ist die technische Schnittstelle, die Google über seine Play Services auf Android-Handys zur Verfügung stellt. "Wir haben Google über das Problem informiert und arbeiten gemeinsam unter Hochdruck an der Lösung des Problems." Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt.

Die Corona-Warn-App verzeichnet bislang nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 25 Millionen Downloads und wird von schätzungsweise 23 Millionen Menschen aktiv eingesetzt.

Vierter Impfstoffhersteller könnte im Februar EU-Zulassung beantragen

15:38 Uhr: Der US-Konzern Johnson & Johnson könnte schon im Februar als vierter Hersteller einen Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffes in der EU stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch in einer Sitzung mit der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament gesagt, erklärte der CDU-Abgeordnete Peter Liese.

Der Gesundheitsexperte sprach von einem "weiteren Hoffnungszeichen im Kampf gegen das Coronavirus". Der Impfstoff von Johnson & Johnson habe gegenüber den bisher zugelassenen Mitteln den großen Vorteil, dass nur eine Dosis für einen umfassenden Schutz ausreiche. "Und er ist viel leichter zu verarbeiten, zu lagern und zu transportieren als der Biontech/Pfizer-Impfstoff", erklärte Liese.

Bislang sind in der EU der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie das Mittel des US-Konzerns Moderna zugelassen. Das schwedisch-britische Unternehmen AstraZeneca beantragte am Dienstag eine Genehmigung, die noch im Januar erteilt werden könnte.

Nach versehentlich von einer belgischen Regierungsvertreterin veröffentlichten Informationen ist das Mittel von Johnson & Johnson mit 8,50 Dollar (6,98 Euro) bedeutend billiger als die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Am günstigsten wäre aber das Mittel von AstraZeneca mit unter zwei Euro pro Dosis. Die EU-Kommission hat die mit den Impfherstellern ausgehandelten Preise unter Verweis auf Vertraulichkeitsklauseln in den Lieferverträgen nicht publik gemacht.

Mit Johnson & Johnson hat die EU einen Liefervertrag über 200 Millionen Dosen mit einer Option auf 200 Millionen weitere abgeschlossen. Das Mittel wird für Europa in den Niederlanden produziert.

Opposition kritisiert Corona- und Impfstrategie der Regierung

14:57 Uhr: Die Oppositionsparteien im Bundestag haben die Bundesregierung und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ihre Corona-Strategie und den Impfstart in Deutschland kritisiert.

Die Logistik und das Tempo seien beschämend, sagte FDP-Fraktionschef Christian Lindner am Mittwoch im Parlament. Der Impfstart sei verstolpert worden. Zuvor hatte Spahn eine Regierungserklärung zum Impfbeginn in Deutschland abgegeben.

Auch die Fraktionschefin der Linken, Amira Mohamed Ali, sprach von einem verstolperten Impfstart. Zur Aussage des Gesundheitsministers, dass es bei der großen Impfaktion am Anfang ruckeln könne, fragte sie: "Wann hört es auf zu ruckeln?"

Kritik übten Linke, FDP und Grüne auch an der Verzögerung der Novemberhilfen für von der Schließung betroffene Betriebe. Das Wirtschaftsministerium hatte am Dienstag angekündigt, dass die Auszahlung nun starte.

"Novemberhilfen! Wir haben jetzt Januar 2021", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Sie forderte zudem mehr Klarheit für die Bürger bei den Impfungen: "Es kann nicht sein, dass die Enkelin das Internet durchforsten muss, damit der 80-jährige Großvater einen Impftermin bekommt."

Auch der Schutz von Pflegeheimen kam zur Sprache: "Bis heute ist kaum vermittelbar, dass Ski- und Rodelpisten besser kontrolliert werden, als der Zugang zu Alten- und Pflegeheimen", kritisierte Lindner.

Die AfD warf der Bundesregierung vor, in der Corona-Krise Panik zu schüren. "Beenden Sie endlich diesen unverhältnismäßigen Lockdown", sagte der Abgeordnete Sebastian Münzenmaier und forderte stattdessen mehr Schutz von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen.

Kreise: Bayern will zwei Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben

14:25 Uhr: Bedürftige sollen in Bayern kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Millionen Masken bereitgestellt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über diese Zahl berichtet. In Bayern leben rund 13 Millionen Menschen.

Damit will die Staatsregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition.

Kritiker der neuen Regelung verwiesen auch auf die Kosten, die für die Beschaffung der Masken anfallen. Denn FFP2-Masken sind eigentlich Einwegprodukte und müssen regelmäßig ausgetauscht werden.

Details wollen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) am Nachmittag um 15.00 Uhr bekanntgeben.

WHO: Britische Corona-Mutation inzwischen in 50 Ländern nachgewiesen

13:49 Uhr: Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation ist inzwischen in 50 Ländern nachgewiesen worden. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch weiter mitteilte, hat sich zudem eine weitere, zunächst in Südafrika nachgewiesene Variante nunmehr in 20 Ländern ausgebreitet. Eine Infektion mit der aus Großbritannien stammenden Variante war in Deutschland erstmals kurz vor Weihnachten nachgewiesen worden, eine Infektion mit der Mutation aus Südafrika wurde am Dienstag vom Stuttgarter Sozialministerium vermeldet.

Neuerdings sei auch noch eine Virusvariante in Japan nachgewiesen worden, die Besorgnis errege, hieß es in der Mitteilung der WHO. Je weiter sich das Virus ausbreite, desto mehr Gelegenheiten böten sich für Mutationen. Daher müsse mit dem Aufkommen weiterer Mutationen gerechnet werden. Die WHO wies darauf hin, dass die Ausbreitung der Mutationen vermutlich unterschätzt werde, weil nicht überall die angemessenen Untersuchungskapazitäten bestünden.

  • Die Mutation aus Großbritannien war dort erstmals am 14. Dezember vermeldet worden. Sie habe keine Auffälligkeiten hinsichtlich der Verteilung nach Altersgruppen und Geschlecht, erläuterte die WHO. Allerdings sei eine "höhere Übertragbarkeit" des Virus festgestellt worden.
  • Über die südafrikanische Variante wurde erstmals am 18. Dezember berichtet. Auch für diese Variante sei es "möglich", dass sie in einem erhöhten Maße übertragbar sei, teilte die WHO mit.
  • Zu der neuen Variante, die in Japan am 9. Januar festgestellt wurde, teilte die WHO mit, dass sie bei vier Reisenden aus Brasilien festgestellt wurde - und zwar bei zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Brasilianische Forscher hätten zudem über eine ähnliche Mutation berichtet, die sich aber vermutlich unabhängig von der in Japan nachgewiesenen Variante entwickelt habe.

Spahn: Corona-Impfaktion ist eine Gemeinschaftsaufgabe

13:18 Uhr: Jens Spahn hat zur Gemeinsamkeit bei den Impfungen gegen das Coronavirus aufgerufen und das Vorgehen der Bundesregierung erneut gegen Kritik verteidigt. "Diese größte Impfaktion unserer Geschichte ist eine Gemeinschaftsaufgabe", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag.

"Kein Land, keine Partei, keine Regierung kann allein dieses Virus besiegen, es geht nur gemeinsam." Dies könne auch nur gelingen, wenn über das Jahr hinweg die allermeisten Bürger bereit seien, sich impfen zu lassen. Spahn bekannte sich erneut klar zum gemeinsamen europäischen Vorgehen.

Die Corona-Impfungen in Deutschland hatten vor gut zwei Wochen begonnen. Zuletzt war auch vom Koalitionspartner SPD Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen laut geworden. Vor Ort gibt es teils Ärger wegen der Organisation von Impfterminen. Einsetzbar sind inzwischen zwei zugelassene Impfstoffe.

Sachsen-Anhalt mit Sonderregeln für Geimpfte - Experte alarmiert

13:07 Uhr: Reisende, die aus einem Land mit hohen Corona-Infektionszahlen nach Deutschland einreisen, müssen sich ab Donnerstag an strengere Test-Pflichten halten. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat. Demnach muss künftig jeder, der in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet war, spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen. Generell gilt für Einreisende eine Pflicht, sich in Quarantäne zu begeben.

Nun aber scheint Sachsen-Anhalt vorzupreschen – und Privilegien für bereits Geimpfte zu schaffen. In einer Verordnung des Landes heißt es, dass seit vergangenen Freitag Personen von den Quarantänemaßnahmen ausgeschlossen sind, die über ...

  • "... eine den Anforderungen des § 22 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes entsprechende Impfdokumentation über eine mindestens 14 Tage vor Einreise bei ihnen vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2“ verfügen
  • "… ein ärztliches Zeugnis über eine bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegende, durch Nukleinsäurenachweis bestätigte Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ verfügen

Solche Sonderregeln gelten bislang in keinem anderen Bundesland. Immer wieder hatten sich führende Politiker gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. Innenminister Horst Seehofer hatte Ende Dezember gesagt: "Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften kommt einer Impfpflicht gleich. Ich bin aber gegen einen Impfzwang."

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, ist alarmiert. Sachsen-Anhalts Regelung sei "epidemiologisch hoch gefährlich", warnt er im Gespräch mit der "Rheinischen Post". "Kein Experte kann heute verbindlich einschätzen, ob Geimpfte immun sind oder das Virus sogar weitergeben können."

Die Ausnahmeregelung soll ursprünglich übrigens auch in einem Entwurfpapier des Bundesgesundheitsministeriums gestanden haben. Diese Klausel war aber im letzten Verordnungsentwurf, den das Bundeskabinett beschlossen hat, nicht mehr zu finden.

Erstmals Südafrika-Variante des Coronavirus in Deutschland entdeckt

13:00 Uhr: Erstmals ist die Südafrika-Variante B.1.351 des Coronavirus in Deutschland nachgewiesen worden. Das Sozialministerium Baden-Württemberg teilte am Dienstag in Stuttgart mit, betroffen sei eine erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis. Kurz zuvor hatte bereits die Stadt Bottrop in Nordrhein-Westfalen über einen ähnlichen Fall berichtet.

Die erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis sei mit ihrer Familie von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt, alle hätten sich fünf Tage später testen lassen. "Diese Tests fielen negativ aus", hieß es. Eine Woche später hätten erste Familienmitglieder milde Krankheitssymptome entwickelt.

Mittlerweile seien Corona-Infektionen bei sechs Personen aus drei Haushalten nachgewiesen worden. Das Nationale Konsiliarlabor für Coronaviren, die Charité Berlin, habe die Abstrichprobe der zuerst erkrankten Person genauer untersucht und am Montag die Virusvariante B.1.351 - auch als 501Y.V2 bekannt - bestätigt. Nun würden auch die Abstriche der Kontaktpersonen untersucht, erklärte das Sozialministerium weiter.

Die südafrikanische Regierung hatte den Angaben nach Mitte Dezember über die rasche Zunahme der Infektionen mit der Variante berichtet. Diese sei erstmals im August am Ostkap in Südafrika nachgewiesen worden.

Bund: Moderna-Impfstoff bei Transport nicht beeinträchtigt

12:44 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. "Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden", sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert.

Die Berliner Senatsverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, die ersten Moderna-Dosen zunächst zurückzuhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sei. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen. Am Dienstag waren 2.400 Dosen eingetroffen. Auch Brandenburg meldete Probleme. Dort sind ebenfalls 2.400 Dosen angekommen.

Corona-App auf etlichen Android-Smartphones gestört

12:34 Uhr: Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Am Mittwoch berichteten mehrere Anwender der Anwendung auf Twitter, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf.

Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte auf Anfrage die Probleme: Zur Zeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones "in einigen Fällen" nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen. "Das liegt aktuell am Exposure Notification Framework unter dem Google-Smartphone-Betriebssystem." Das ist die technische Schnittstelle, die Google über seine Play Services auf Android-Handys zur Verfügung stellt. "Wir haben Google über das Problem informiert und arbeiten gemeinsam unter Hochdruck an der Lösung des Problems." Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt.

CSU-Politiker Weber für freies Reisen mit EU-Impfpass

12:21 Uhr: CSU-Vizechef Manfred Weber ist für ein EU-Zertifikat für Corona-Geimpfte, das freies Reisen im Schengen-Raum ermöglicht. "Wenn die Menschen geimpft sind, müssen sie mit einem entsprechenden Papier in der EU reisen können", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei am Mittwoch. Die EU-Staaten müssten schnell handeln und bereits bei ihrem Videogipfel nächste Woche (21. Januar) eine Orientierung geben.

Weber stellte sich damit hinter einen Vorschlag des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Dagegen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausdrücklich vor Privilegien für Geimpfte gewarnt, weil dies auf einen Impfzwang durch die Hintertür hinauslaufen könnte.

Weber argumentierte im Gespräch mit Journalisten: "Wir müssen eine Fragmentierung der Reisefreiheit in der EU unbedingt vermeiden, damit nicht jedes Land mit eigenen Regeln kommt." Nötig sei ein gemeinsames Verständnis der EU-Staaten. Der Vorschlag sei auch aus ökonomischen Gründen hilfreich. "So könnte der wirtschaftliche Schaden mitten in der schweren Wirtschaftskrise begrenzt werden", sagte Weber.

Polizei löst illegalen Kindergeburtstag auf

11:40 Uhr: In Hameln hat ein Kindergeburtstag für einen Polizeieinsatz gesorgt - dabei fanden die Beamten die Gäste an besonderen Orten vor. Die ganze kuriose Geschichte lesen Sie in folgendem Artikel:

Drastische Corona-Maßnahmen auf Mallorca und Ibiza in Kraft

11:15 Uhr: Trotz heftiger Proteste von Gastronomen und anderen Unternehmern sind auf den spanischen Urlaubsinseln Mallorca und Ibiza die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie drastisch verschärft worden.

Seit Mittwoch müssen dort unter anderem alle Restaurants, Bars, Cafés und Fitnessstudios zunächst für zwei Wochen schließen. Zudem sind auch private Treffen von Menschen, die nicht im selben Haushalt leben, sowohl zu Hause als auch in der Öffentlichkeit verboten. Diese und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens hatte die Regierung der Balearen am Montagabend wegen der anziehenden Infektionszahlen beschlossen.

Die Balearen hatten die Pandemie lange Zeit relativ gut im Griff. Seit Dezember wird die Lage aber immer besorgniserregender. Zeitweise hatten die Inseln die höchsten Zahlen ganz Spaniens. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Mittwoch nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid bei gut 304. Das ist fast so hoch wie in dem in Deutschland besonders betroffenen Bundesland Thüringen und wesentlich höher als im Durchschnitt Spaniens, wo dieser Wert bei knapp 254 lag. Die Lage in den Krankenhäusern ist entsprechend prekär.

Experten mahnen zu Vorsicht bei Antigen-Schnelltests

11:11 Uhr: Die vielfach eingesetzten Corona-Schnelltests sind Studien zufolge häufig unzuverlässig. Die Empfindlichkeit der Antigen-Schnelltests ist demnach zum Teil erheblich geringer als von den Herstellern angegeben.

Das betonen deutsche Wissenschaftler des Nationalen Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin zu COVID-19 in einem Positionspapier. Die Mediziner warnen dringend davor, die Hygieneregeln in Alten- und Pflegeheimen zu lockern, in denen Schnelltests häufig zum Einsatz kommen. Den ganzen Artikel zur Warnung zu den Antigen-Schnelltests lesen Sie hier.

Strengere Test-Pflichten für Einreisen aus Corona-Risikogebieten

10:41 Uhr: Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat.

Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten schon eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben.

Spahn sagte: "Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage. Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen."

Virus-Mutationen seien eine zusätzliche Gesundheitsgefahr, daher müsse eine Ausbreitung in Deutschland so weit wie möglich verhindert werden. Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Sie legt zudem fest, dass Einreisende ab 1. März per SMS Informationen über die in Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzmaßnahmen bekommen sollen.

Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, ist auf dieser Online-Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu sehen.

Spahn für Aufklärung statt Impfpflicht

09:43 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut eine Absage erteilt. "Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben. Und das gilt", sagte Spahn am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung setze auf Argumente, Informationen und Vertrauen in den Impfstoff.

Auch das Pflegepersonal in Deutschland wolle er mit Argumenten überzeugen. "Das ist übrigens auch die Wertschätzung, die Pflegekräfte in dieser Pandemie erwarten", sagte Spahn. Seit Monaten sagten alle, dass sie einen der schwersten Jobs in der Pandemie hätten. "Ich finde, dann sollten wir auch mit ihnen über das Impfen reden", sagte der CDU-Politiker vor einer Regierungserklärung im Bundestag, die für Mittwochmittag geplant war.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen gefordert. Der deutsche Ethikrat müsse sich damit beschäftigen, sagte er im ZDF und der "Süddeutschen Zeitung".

Röttgen hält FFP2-Maskenpflicht für verfrüht

09:25 Uhr: Norbert Röttgen, Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, hält eine bundesweite Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im Einzelhandel und Nahverkehr für verfrüht. Man müsse den Menschen erst erklären, warum FFP2-Masken wirksamer seien und wo der Unterschied zum normalen Mund-Nase-Schutz liege, sagte er in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Das muss zuerst gesagt werden,
dann kann man über Kontrollen reden." Er sei dafür, dass man vor allen Dingen die Bevölkerung mitnehme und "dass wir ihr nicht unterstellen, dass die Bevölkerung das nicht einsieht und darum kommen Pflichten, Kontrolle und Zwang".

Am Dienstag hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass in Bayern in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ab der kommenden Woche eine FFP2-Maske getragen werden muss. Andere Bundesländer wollten sich dieser Regelung zunächst nicht anschließen.

Scholz fordert "maximale Transparenz" von Spahn zu Impfstoffbeschaffung

09:04 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will nach der am Mittwoch anstehenden Regierungserklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) prüfen, ob die von ihm gestellten Fragen zur Impfstoffbeschaffung ausreichend beantwortet sind. "Es sind viele Fragen gestellt. Ich werde die Antworten, die jetzt gegeben werden, genau bewerten", sagte Scholz am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Scholz hatte den Koalitionspartner Union mit seinem Fragenkatalog an Spahn verärgert. Der SPD-Kanzlerkandidat sagte, es gehe um "maximale Transparenz". Insbesondere gehe es darum, ob innerhalb der Europäischen Union maximal Impfstoffe bestellt wurden. "Das ist eine Frage, die alle interessiert."

Scholz zeigte sich im "Morgenmagazin" gleichzeitig überzeugt, dass die von ihm als "Bazooka" bezeichneten Corona-Hilfen der Bundesregierung ihre Wirkung entwickelt haben. Die großen Mittel hätten dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaft Vertrauen gefasst habe und bis heute Vertrauen habe. "Das zeigt, die starke fiskalische Antwort, die 'Bazooka', hat tatsächlich ihre Wirkung entwickelt."

Erneut mehr als 9.000 Corona-Neuinfektionen in Israel

07:45 Uhr: Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Israel an zwei Tagen in Folge mehr als 9.000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9.025 Fälle verzeichnet.

Der Anteil der positiven Tests betrug 7,2 Prozent. Am Vortag war mit 9.670 der bisherige Höchststand vermeldet worden. Mehr als 9.000 Neuinfektionen an einem Tag wurden in Israel bislang erst drei Mal nachgewiesen. Seit vergangenem Freitag gilt ein sogenannter harter Lockdown mit Maßnahmen wie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter meldeten am Mittwoch 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel.

Parallel zu den Infektionshöchstwerten läuft in dem Land seit etwas mehr als drei Wochen eine intensive Impfkampagne. Mit knapp 1,9 Millionen Bürgern sind bereits über 20 Prozent gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland etwas mehr als neun Millionen Einwohner.

Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind. Ab Mittwoch soll damit begonnen werden, die Bürger ab 50 Jahren zu impfen.

Lauterbach gegen Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte

06:00 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich deutlich gegen eine Corona-Impflicht für Pflegekräfte ausgesprochen. Die Zahlen zur Impfbereitschaft der Pflegekräfte seien nicht repräsentativ, "vor Ort" bekomme man mit, "dass die Impfbereitschaft da ist", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Wir müssen vorsichtig sein, an dieser Stelle nicht ein Problem herbeizurufen, das es noch nicht gibt. Außerdem haben wir versprochen, keine Impfpflicht einzuführen – also auch nicht für bestimmte Gruppen. Da sollten wir unser Wort halten", sagte Lauterbach mit Bezug zu ein von verschiedenen Regierungsmitgliedern wiederholtes Versprechen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte am Dienstag eine Debatte über eine entsprechende Impfpflicht ausgelöst. Der CSU-Chef ging dabei von einer eher niedrigen Impfbereitschaft unter Pflegekräften aus. "Sollte sich die Impfbereitschaft dramatisch verbessern, ist es sicher nicht notwendig. Aber wenn es so bleibt auf dem Level die nächsten Monate, dann ist das einfach der Bereich, der die größte Anfälligkeit hat und die größte Herausforderung ist", sagte Söder. Daher sei eine Diskussion darüber notwendig.

Lauterbach argumentierte, dass eine Impfpflicht für Pflegekräfte "nicht zu Ende gedacht" sei. "Denn im Endeffekt können wir auf keine Pflegekraft verzichten, auch wenn sie sich nicht impfen lässt", sagte der SPD-Politiker.

Lauterbach spricht sich gegen Söders Impfpflicht-Idee aus

Karl Lauterbach hält nicht viel von einer Impfpflicht für Pflegekräfte. Ein Grund ist, dass man den Leuten versprochen habe, dass es keine Impfpflicht gebe und daran sollte man sich halten.

Bestatter-Branche kritisiert Vorgänge in Meißen

05:30 Uhr: Der Bundesverband Deutscher Bestatter hat den Umgang mit Verstorbenen im kommunalen Krematorium im sächsischen Meißen kritisiert. "Diese Bilder sind furchtbar und sind nicht der Normalzustand", sagte Verbands-Generalsekretär Stephan Neuser der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Das schadet auch dem Berufsbild, da hätte man sicher auch andere Krematorien kontaktieren können im Vorfeld." Das Krematorium in dem von der Coronakrise besonders betroffenen Landkreis war in der vergangenen Woche an der Kapazitätsgrenze angelangt.

Der Leiter des Krematoriums verwies vergangene Woche darauf, dass der Betrieb Tote aus dem gesamten Freistaat Sachsen aufnehme. Bilder zeigten übereinander gestapelte Holzsärge in einer Andachtshalle, manche von ihnen notdürftig in Plastikfolie eingewickelt.

Neuser sprach am Montag von einer Ausnahme. Insgesamt sei die Situation in der Coronakrise für die Bestatter in Deutschland "händelbar". Generell hätten Bestatter im Januar mehr zu tun, weil die Standesämter über die Feiertage lange geschlossen hätten und erst nach und nach die Sterbeurkunden ausstellten. "Wenn man dann Corona-Hotspots hat wie in Sachsen und eine Übersterblichkeit, dann kann das dazu führen, dass es in einzelnen Regionen zu einer Überlastung kommt." Das sei aber nicht flächendeckend der Fall.

19.600 Corona-Neuinfektionen und 1.060 neue Todesfälle gemeldet

05:08 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 155,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. "Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der 7-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fort", hieß es im RKI-Lagebericht vom Dienstagabend. "Stattdessen sind in allen Altersgruppen, vor allem in den jüngeren Altersgruppen (zw. 15 und 39 Jahren) deutliche Anstiege zu beobachten."

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 1,07 (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Virologe: Masken-Regelung in Bayern wohl weltweit einmalig

04:30 Uhr: In Bayern muss ab der kommenden Woche in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Maske getragen werden - eine solche Maßnahme ist dem Virologen Jonas Schmidt-Chanasit zufolge sehr wahrscheinlich bisher einmalig auf der Welt. "Prinzipiell finde ich die Idee gut", sagte er der dpa. Es müssten aber zwingend Angebote damit verbunden sein: zum einen der kostenlose Zugang zu solchen medizinischen Masken, zum anderen Anleitungen zur richtigen Benutzung. "Ohne solche Angebote sehe ich das kritisch."

Auch eine FFP2-Maske schütze nur, wenn sie korrekt angelegt und verwendet werde, betonte Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Sie müsse dicht abschließen, die Außenfläche dürfe auch beim Ablegen nicht berührt werden. Korrekt verwendet biete eine solche Maske anders als die einfachen Einweg- und Baumwollmasken viel Eigenschutz. "Ich kann mich selbst schützen und bin weniger darauf angewiesen, dass die Menschen in meiner Umgebung sich richtig verhalten."

Kaum beurteilen lasse sich allerdings, wie viel weniger Infektionen es etwa in einem Bus geben würde, trügen die Menschen darin alle korrekt angelegte FFP2-Masken anstelle korrekt angelegter einfacher Einwegmasken. "Das ist spekulativ, dazu gibt es keine Daten."

FFP2-Masken böten einen nachweislich besseren Eigenschutz als die einfache chirurgische Mund-Nasen-Bedeckung, erklärte auch Gérard Krause vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Zudem scheine die Bandbreite bei der Qualität einfacher Mund-Nasen-Bedeckungen sehr variabel zu sein - und die Art, diese zu tragen, oft nicht adäquat. "Bei FFP2-Masken scheinen diese beiden Schwierigkeiten nicht so ausgeprägt, so dass auch deswegen eine bessere Wirksamkeit zu erwarten ist."

Aerosol-Experte: FFP2-Masken bieten keinen 100-prozentigen Schutz

04:00 Uhr: Der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, hat vor falschen Vorstellungen bezüglich der Sicherheit von FFP2-Masken gewarnt. Diese böten selbst dann keinen hundertprozentigen Schutz, wenn sie perfekt getragen würden, sagte Asbach der dpa. Die Masken müssten den Anforderungen zufolge 94 Prozent der Partikel filtern - damit gingen immer noch 6 Prozent durch. "Man muss sich auch generell von der Vorstellung freimachen, dass es eine einzige Maßnahme gibt, die das Risiko einer Infektion auf null senkt." Wichtig sei ein Mix.

Zudem biete eine FFP2-Maske auch nur dann den versprochenen Schutz, wenn sie eng anliege. "Wenn die nicht sauber abschließt, ist sie nicht wirksamer als eine einfache Maske." Ein besonderes Problem hätten zudem Bartträger. Es gebe in der Industrie sehr teure Alternativen mit Rundum-Visieren, sichereren Hepafiltern und Luftpumpen. Das sei aber nicht für den Alltagsgebrauch gedacht. "Im Grunde bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, sich zu rasieren."

Wenig Unterschied macht es Asbach zufolge, ob die Atemschutzmasken aus den Klassen FFP2, N95 oder KN95 sind. "Das ist ein ähnlicher Standard." Entscheidend sei die Qualität der Masken. Immer noch gebe es nicht ausreichend geprüfte Masken auf dem Markt, die jedoch - fälschlicherweise - als solche ausgezeichnet seien. "Man sollte nicht so sehr auf den Preis achten, sondern auf eine vertrauenswürdige Quelle", riet der Experte. Anders als im Frühjahr gibt es nach seiner Einschätzung aber keinen derartigen Engpass mehr an FFP2-Masken.

Diese seien für den Arbeitsschutz gemacht und hielten mindestens acht Stunden am Tag, erklärte Asbach. Das gelte auch, wenn man die Zeit beim Tragen etwa im Bus und beim Einkaufen aufaddiere. "Mit acht Stunden ist man auf der sicheren Seite", so Asbach. Manche Masken hielten sicher auch länger.

Ein Problem: Die Fasern der FFP2-Masken seien elektrisch geladen, erläuterte der Fachmann. So könne der Filtereffekt vergrößert werden, ohne den Atemwiderstand zu erhöhen. Mit der Zeit nutze sich die Ladung aber ab. Es gebe keine pauschale Angabe, wie lange das dauere.

Bartsch: Zu viele in der Union gefallen sich als "Zuchtmeister"

02:45 Uhr: Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat der Union in der Pandemie ein zunehmend undemokratisches Agieren vorgeworfen. "Die Union in Regierungsverantwortung muss sich um Lösungen bemühen: die Produktionskapazitäten beim Impfstoff ausbauen, die Gesundheitsämter weiter stärken, eine funktionsfähige App auf den Weg bringen, Kindern und Selbstständigen eine Perspektive anbieten", sagte Bartsch der dpa.

"Stattdessen gefallen sich zu viele in der Union in der Rolle als Anschärfer und Zuchtmeister. Markus Söder droht mit der Impfpflicht für Beschäftigte, kriegt in Bayern aber nicht die richtigen Kühlgeräte für den Impfstoff beschafft, und Ralph Brinkhaus droht mit verschärften und verlängerten Maßnahmen", sagte Bartsch. Die Bürger verhielten sich mehrheitlich verantwortlich in der Krise. "Wird Zeit, dass in die Union wieder Vernunft einkehrt. Hoffentlich nach dem Sonnabend", sagte er mit Blick auf den CDU-Parteitag.

Lambrecht zu Impfpflicht: "Das Wort der Bundesregierung gilt"

02:02 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus erneut ausgeschlossen. "Die Bundesregierung hat klar gesagt, dass es keine Pflicht zur Impfung gegen Corona geben wird. Das Wort der Bundesregierung gilt", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Wenn die Menschen von der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung überzeugt sind, werden sich die Allermeisten auch impfen lassen."

Es sei eine Frage der Vernunft und der Verantwortung, sich und andere durch die Impfung zu schützen, sagte Lambrecht. "Das gilt auch dort, wo es ganz besonders auf die Impfung ankommt: in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen." Zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder eine Impfpflicht für Pflegepersonal ins Gespräch gebracht.

DGB-Chef dringt auf mehr Homeoffice und kritisiert altmodische Firmen

02:01 Uhr: In der Debatte um mehr Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft DGB-Chef Reiner Hoffmann den Ton - und wirft einzelnen Arbeitgebern ein altmodisches Verhalten vor. "Fakt ist, dass viele Unternehmen und Verwaltungen auch dort, wo es gut möglich wäre, kein Homeoffice anbieten. Offenbar liegt dies an einem antiquierten Führungs- und Kontrollverhalten", sagte Hoffmann der "Rheinischen Post". Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie wehren sich gegen Vorwürfe, die Wirtschaft tue zu wenig zur Bekämpfung der Pandemie.

Ein Problem ist Hoffmann zufolge auch die mangelnde technische Ausstattung. Dies müsse sich schnell und langfristig ändern. Zwar sei nun eine akute Ausnahmesituation. "Anderseits müssen wir jetzt die Regeln für die Arbeit der Zukunft neu austarieren", sagte Hoffmann.

Hoffmann sprach sich erneut für einen Rechtsanspruch der Beschäftigen aufs Homeoffice aus. "Das muss verbindlich durchsetzbar werden. Arbeitgeber sollten sich erklären müssen, wenn sie sich gegen mehr Flexibilität im Sinne der Beschäftigten sperren. Hierfür muss es gewichtige Gründe geben", sagte der DGB-Vorsitzende. "Wir brauchen einen klar geregelten Rechtsanspruch." Daneben forderte er ein Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte zur Einführung und Umsetzung von mobiler Arbeit und Homeoffice. Die Ausstattung müsse durch den Arbeitgeber gewährleistet und der Arbeitsschutz gestärkt werden.

Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Da, wo es möglich ist, wird seit dem Frühjahr 2020 weitgehend im Homeoffice gearbeitet. Das gilt auch in der Metall- und Elektro-Industrie. Auch viele Unternehmer sind da vorbildlich."

Wolf sagte, es gebe viele Tätigkeiten, die man nicht im Homeoffice erledigen könne. Auch viele Dienstleistungen seien an den Arbeitsplatz gebunden. Ein für alle Beschäftigten gleichermaßen geltendes Recht auf Homeoffice sei nicht möglich.

Weitere NBA-Spiele abgesagt - Liga verschärft Anti-Corona-Regeln

01:39 Uhr: Die NBA hat weitere Partien abgesagt. Betroffen sind davon auch die deutschen Nationalspieler Daniel Theis von den Boston Celtics sowie Moritz Wagner und Isaac Bonga von den Washington Wizards.

Für die Celtics ist es bereits die dritte abgesagte Partie. Das für Mittwoch angesetzte Duell mit den Orlando Magic könne nicht stattfinden, weil die Celtics durch Corona-Tests und die Kontaktverfolgung nicht auf das Minimum von acht einsatzfähigen Spielern kämen, teilte die Liga am Dienstag mit.

Seit Sonntag sind zudem die Celtics-Partien gegen die Miami Heat sowie gegen die Chicago Bulls abgesagt worden. Stunden später sagte die NBA auch die Begegnung der Utah Jazz gegen die Wizards ab. Das Spiel war ebenfalls für Mittwoch geplant gewesen. Ursache hier sei die Kontaktverfolgung bei den Wizards und der damit einhergehende Mangel an zur Verfügung stehenden Spielern.

27 Eishockey-Spieler in der NHL positiv auf Coronavirus getestet

01:29 Uhr: In den Tagen vor dem Saisonstart der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga sind 27 NHL-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Liga vor dem Auftakt am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Demnach entfallen 17 der positiv getesteten Profis auf die Dallas Stars, die anderen Spieler verteilen sich auf acht weitere Teams. Angaben dazu, um welche Mannschaften es sich handelt, machte die NHL am Dienstag nicht. Getestet wurden die Profis im Zeitraum zwischen dem 30. Dezember und dem 11. Januar.

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

00:27 Uhr: Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstagabend.

Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene COVID-Infektion nachweisen könne, "muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern", hieß es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

"Tests eliminieren nicht jedes Risiko", räumte CDC-Chef Robert Redfield ein. In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmaßnahmen werde es das Reisen aber sicherer machen. Die neue Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder des Visums der Reisenden.

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