• 22:30 Uhr: Neue Mutation des Coronavirus auch in Italien festgestellt
  • 19:10 Uhr: Virus-Mutation: Deutschland stoppt Flüge aus Großbritannien
  • 08:02 Uhr: RKI meldet über 22.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

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Top-News: Neue Mutation des Coronavirus auch in Italien festgestellt

Die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist auch bei einem Infizierten in Italien festgestellt worden. Die mutmaßlich ansteckendere Mutation sei bei einem Patienten im Celio-Militärkrankenhaus in Rom nachgewiesen worden, teilte das italienische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Der Patient war demnach kürzlich aus Großbritannien zurückgekehrt und war mit seiner Familie in Quarantäne.

Die neue Virus-Mutation wird für einen starken Anstieg der Infektionszahlen im Süden Englands verantwortlich gemacht. Der britische Premierminister Boris Johnson sagte, ersten Erkenntnissen zufolge sei die Mutation "bis zu 70 Prozent ansteckender" als die bisher verbreitete Form des Coronavirus. In London und Südostengland trat wegen der neuen Virus-Variante am Sonntag ein strenger Lockdown mit weitgehenden Ausgangsbeschränkungen in Kraft.

Die italienische Regierung kündigte an, Flüge von und nach Großbritannien zu stoppen. Außenminister Luigi Di Maio erklärte, dies sei zum "Schutz der Italiener" nötig. Gesundheitsminister Roberto Speranza kündigte auch ein Einreiseverbot für Menschen an, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Großbritannien aufgehalten haben. Betroffene, die bereits in Italien sind, müssen sich testen lassen.

Außerhalb Großbritanniens waren bisher elf Fälle der neuen Virus-Mutation gemeldet worden - neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien. In Deutschland wurde die Mutation nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch nicht nachgewiesen.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick

Flugpassagiere aus London in Hannover gestoppt - Warten auf Tests

23:15 Uhr: Aus Sorge wegen der in Großbritannien aufgetauchten neuen Variante des Coronavirus hat die Region Hannover die Einreise für 63 Passagiere eines Flugs aus London gestoppt. Bis zum Vorliegen des Corona-Testergebnisses müssten die Passagiere auf dem Flughafengelände bleiben, sagte eine Regionssprecherin am Sonntagabend. Sie rechne damit, dass die Ergebnisse am Montag vorliegen, das stehe aber nicht fest. Nach Angaben des Flughafens Hannover wurden im Terminal D Feldbetten aufgebaut, die Passagiere werden dort auch verpflegt.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, eine Frau wolle nach London zurückfliegen, alle anderen müssten sich dem sogenannten PCR-Test unterziehen. "Unser Ziel ist, zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht", sagte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen der Region Hannover.

Spahn rechnet zum Impfstart mit Anlaufproblemen

20:00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt die Bürger auf Anlaufschwierigkeiten zu Beginn der Corona-Impfungen ein. "Es wird am Anfang ruckeln, da gibt's auch nichts drumrum zu reden", sagte er am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". "Wir sind bestmöglich vorbereitet, aber jetzt wird's konkret." Beim Hochfahren der Impfzentren werde es auch darauf ankommen, miteinander zu lernen.

Spahn zeigte sich verwundert darüber, dass es Kritik daran gab, dass es zum Start zunächst nur wenig Impfstoff geben wird. "Es ist halt zu Beginn für alle knapp. Aber das war im Übrigen auch immer bekannt. Das sage ich seit Wochen", antwortete er auf eine Frage nach der Kritik etwa aus den Bundesländern.

Er habe das immer "als gemeinsame Anstrengung verstanden", sagte Spahn und versprach: "Deshalb wollen und werden wir auch jeden Impfstoff, der Deutschland erreicht, der uns geliefert wird, auch schnellstmöglich in die Impfzentren bringen." Großbritannien habe in den ersten zwölf Tagen 300.000 Menschen impfen können. "Das werden wir auch in den ersten Tagen erreichen können." Der Eindruck, der Rest der Welt habe ganz viel Impfstoff und Deutschland habe nichts, stimme nicht.

Die Impfungen sollen unter anderem zuerst in Pflegeheimen beginnen. Für die Impfung von Pflegebedürftigen, die nicht im Heim leben, seien die Behörden vor Ort zuständig, sagte Spahn. Dort würden für sie Konzepte erarbeitet analog zur auch sonst bestehenden ärztlichen Versorgung dieser Betroffenen.

Virus-Mutation: Deutschland stoppt Flüge aus Großbritannien

19:10 Uhr: Wegen der neuen Variante des Coronavirus wird der Flugverkehr von Großbritannien nach Deutschland weitgehend gestoppt. Ab Mitternacht sind Landungen aus Großbritannien untersagt, wie aus einer Verfügung des Bundesverkehrsministeriums vom Sonntag hervorgeht. Ausnahmen gelten für Frachtflüge, Flüge mit medizinischem Personal oder wenn Jets nur mit Crews an Bord nach Deutschland zurückkehren. Das Verbot gilt zunächst bis 31. Dezember.

Mehrere Länder wie Belgien, Lettland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande lassen keine Einreisen aus dem Vereinigten Königreich mehr zu. Auch in Bulgarien und Tschechien dürfen ab Montag keine aus Großbritannien kommenden Flugzeuge mehr landen.

EU-Behörde EMA stellt Gutachten für Corona-Impfstoff vor

17:36 Uhr: In der Corona-Krise will die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Montag in Amsterdam ihre Beurteilung für den Impfstoff von Biontech und dessen US-Partner Pfizer vorlegen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte in der vergangenen Woche keinen Zweifel daran gelassen, dass sie mit einem positiven Bescheid rechnet.

Formell muss dann noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte nach früheren Angaben sogar innerhalb eines Tages erfolgen. Damit wäre noch vor Heiligabend der Weg frei für Massen-Impfungen in allen EU-Staaten.

Macron, Merkel und EU-Spitze: Telefonat über neue Virus-Variante

16:56 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen und Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, haben in einem Telefonat die neue Corona-Lage in England erörtert.

Nach Angaben aus Elysée-Kreisen habe im Mittelpunkt der Gespräche am Sonntag ein gemeinsames Vorgehen angesichts der dort aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus gestanden. Macron hat noch für Sonntagabend einen Verteidigungsrat einberufen.

Neue Virusvariante: WHO fordert striktere Corona-Maßnahmen in Europa

15:41 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre europäischen Mitgliedsstaaten angesichts einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien zu einer Verschärfung ihrer Corona-Maßnahmen aufgerufen. "In Europa, wo die Übertragung hoch und weit verbreitet ist, müssen die Länder ihre Kontroll- und Vorbeugemaßnahmen verstärken", sagte eine Sprecherin der WHO-Europa am Sonntag.

Außerhalb Großbritanniens wurden bisher elf Fälle der Virus-Mutation gemeldet, die deutlich ansteckender sein soll als das bisherige Virus - neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien.

Mehrere europäische Staaten kündigten daraufhin an, die Flugverbindungen aus Großbritannien einzuschränken. Die britische Regierung verhängte in London und Südostengland eine Ausgangssperre.

Drosten äußert sich zu Coronavirus-Mutation

In Deutschland ist die neue Coronavirus-Variante, die sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, nach Angaben von Christian Drosten bisher nicht aufgetaucht. Die Verbreitung könne Zufall sein, schreibt der Coronavirus-Experte der Berliner Charité auf Twitter.

Die Mutationen verschafften dem Virus nicht zwingend einen Selektionsvorteil, auch wenn das möglich sei. Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann.

Ersten Analysen britischer Wissenschaftler zufolge verfügt die neue Variante über ungewöhnlich viele genetische Veränderungen, vor allem im Spike-Protein. Dieses Protein benötigt das Virus, um in Zellen einzudringen.

Der in Großbritannien eingesetzte Impfstoffe des Mainzer Unternehmens Biontech erzeugt eine Immunantwort gegen genau dieses Protein. Deswegen gibt es die Befürchtung, dass der Impfstoff gegen die neue Variante möglicherweise nicht wirkt. Nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson gibt es aber keine Hinweise darauf.

Auch Deutschland prüft Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien

12:20 Uhr: Angesichts einer in Großbritannien aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus prüft auch Deutschland Schutzvorkehrungen im Luftverkehr. Einschränkungen der Flüge aus Großbritannien und auch aus Südafrika seien "eine ernsthafte Option", hieß es am Sonntag aus Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin.

Man verfolge die Entwicklung sehr genau, stehe mit europäischen Nachbarstaaten in Kontakt und werte mit Hochdruck Informationen über die mögliche Virus-Variante aus.

Wie die "Bild" berichtet, soll momentan bereits eine entsprechende Verordnung des Ministeriums von Gesundheitsminister Jens Spahn vorbereitet werden - diese muss anschließend im Kabinett beschlossen werden. Eine einfache Anordnung von Spahn reicht seit einer Gesetzesänderung im November nicht mehr aus, um ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien zu erwirken - die Umsetzung eines solchen Beschlusses ist seither wesentlich komplizierter und zeitaufwendiger.

Die Niederlande verhängten am Sonntag bereits ein Verbot für Flüge von und nach Großbritannien - zunächst bis 1. Januar. Anfang Dezember sei bei einer Stichprobe in den Niederlanden ein Virus mit der im Vereinigten Königreich beschriebenen Variante identifiziert worden.

Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatte die britische Regierung einen neuen Shutdown für London verhängt.

Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.

Neue Coronavirus-Variante: Deutschland prüft Flug-Einschränkungen

Die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus bereitet den Behörden große Sorgen. Sie ist außer Kontrolle, breitet sich schnell aus und ist ansteckender als das bisherige Coronavirus. Deutschland prüft jetzt Flug-Einschränkungen. (Teaserbild: Matthew Horwood/Getty Images)

Umfrage zeigt: Jeder zehnte Deutsche will Weihnachten verreisen

11:37 Uhr: Trotz hoher Corona-Infektionszahlen will jeder zehnte Deutsche Weihnachten verreisen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 9 Prozent, sie würden verreisen, um mit Freunden oder Verwandten Weihnachten feiern zu können. Ein Prozent der Befragten plant eine Urlaubsreise. 87 Prozent wollen dagegen über die Feiertage zu Hause bleiben. 3 Prozent machten keine Angaben.

Besonders die Jüngeren haben Reisepläne für Weihnachten. Unter den 18- bis 24-Jährigen sind es 15 Prozent, in der Altersklasse 25 bis 34 sogar 20 Prozent - dagegen wollen nur 5 Prozent der Befragten über 55 verreisen.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder raten von nicht notwendigen Reisen an Weihnachten ab. Verboten sind sie aber nicht. Hotels in Deutschland dürfen generell keine Urlauber aufnehmen. Für Familienbesuche gibt es aber in einigen Bundesländern Ausnahmeregelungen.

Laschet rechnet nicht mit Ende des Lockdowns am 10. Januar

09:19 Uhr: Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet skeptisch gezeigt, ob Weihnachtsgottesdienste tatsächlich in der bisher geplanten Form stattfinden können. "In den nächsten Tagen werde ich angesichts der aktuellen Lage noch einmal Gespräche mit den Kirchen führen", kündigte der CDU-Politiker im "Tagesspiegel am Sonntag" an.

Laschet machte zudem klar, dass er nicht mit einem Ende des Lockdowns am 10. Januar rechnet. "Im Moment ist nicht mal der Hauch einer Möglichkeit dafür da, dass man darüber redet", sagte er auf die Frage nach Öffnungen. "Die Kernfrage wird nach den Ferien sein: Wie geht es mit Schulen und Kitas weiter? Bis wir wieder Partys feiern, wird noch viel Zeit vergehen."

Mit Blick auf die dramatische Infektionslage besonders in Ostdeutschland sieht Laschet eine Verbindung zur Missachtung der Schutzregeln gegen das Coronavirus, zu der besonders die AfD ermuntere: "In den Kreisen, in denen die AfD stark ist und das Virus verharmlost wird, scheint es besonders hohe Infektionen zu geben."

Wissenschaftler warnten zwar vor voreiligen Schlüssen, betonte der CDU-Politiker. Aber: "Jeder, der sich weigert eine Maske zu tragen und Abstand zu halten, gefährdet sich und andere. Von einer Partei, die das befördert, ist keine verantwortungsvolle Politik für unser Land zu erwarten."

Die drei Phasen der Impfstofftestung, die Dauer bezieht sich auf Durchschnittwerte. Beim Coronavirus kann die Entwicklung und Zulassung bei gleichbleibender Sicherheit beschleunigt werden, weil zeitgleich getestet, geprüft und ausgewertet wird. Darüber hinaus stehen wegen der laufenden Pandemie auch ausreichend freiwillige Testpersonen zur Verfügung.

Über 22.000 Neuinfektionen gemeldet - 7-Tage-Inzidenz erneut auf Rekordhoch

08:02 Uhr: Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.771 Neuinfektionen übermittelt. Das geht aus RKI-Angaben von Sonntagmorgen hervor. Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben, allerdings waren darin rund 3.500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten.

Am Sonntag vergangener Woche hatte die Zahl bei 20.200 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 409 neue Todesfälle.

Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26.049.

Insgesamt zählt das Robert-Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.494.009 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.12., 00:00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.097.400 Menschen inzwischen genesen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Sonntag mit 192,2 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,06 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Bolsonaro hält Eile bei Corona-Impfung für "nicht gerechtfertigt"

07:20 Uhr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Eile bei Kauf und Verteilung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus als unbegründet bezeichnet.

"Die Eile ist nicht gerechtfertigt", sagte Bolsonaro in einem Internet-Video, das einer seiner Söhne, der Abgeordnete Eduardo Bolsonaro, am Samstag in den sozialen Netzwerken verbreitete. "Man mischt sich damit in das Leben der Menschen ein."

Der Präsident, der das Virus von Anfang an verharmlost, hatte erst am Donnerstag die Unternehmen Pfizer und Biontech kritisiert und mögliche Kollateralschäden ihres Impfstoffs herangezogen. "Im Vertrag ist klar geregelt, dass Pfizer nicht für Nebenwirkungen verantwortlich ist. Wenn Du Dich in einen Kaiman verwandelst, ist es Dein Problem", sagte Bolsonaro und lachte.

In Brasilien - dem größten Land Lateinamerikas - sind inzwischen mehr als sieben Millionen Menschen infiziert. Der 210-Millionen-Einwohner-Staat steuert auf 200.000 Tote zu und meldet nahezu täglich weitere Höchstwerte. Bolsonaro sagte jedoch, die Pandemie gehe in Brasilien zu Ende.

Coronakrise wird Länderhaushalte über Jahrzehnte belasten

05:10 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die jahrelange Konsolidierung der Länderfinanzen zunichte gemacht. Anstelle des ursprünglich im Rahmen der Schuldenbremse geplanten Verzichts auf jegliche neuen Kredite haben die 16 Länderparlamente allein für 2020 eine mögliche Neuverschuldung von bis zu 128 Milliarden Euro genehmigt, wobei mehrere Länder die Schuldenaufnahme über mehrere Jahre strecken wollen.

Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Die zwei bevölkerungsreichsten Bundesländer - Bayern und Nordrhein-Westfalen - haben sich allein bis zu 65 Milliarden Euro an neuen Schulden genehmigt. Das ist mehr als die übrigen 14 Länder zusammen. Das zeigt eine dpa-Umfrage unter den 16 Länderfinanzministerien.

Spitzenreiter ist Bayern mit 40 Milliarden Euro - also fast einem Drittel der von den Landesparlamenten genehmigten Neuverschuldung. Auf Rang zwei folgt Nordrhein-Westfalen mit 25 Milliarden Euro, an dritter Stelle Baden-Württemberg mit knapp elf Milliarden Euro.

Die tatsächliche Schuldenaufnahme in diesem Jahr ist bislang sehr viel niedriger, weil manche Bundesländer ihre Kredite für mehrere Jahre im Voraus planen.

Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wollten keine Wasserstandsmeldungen abgeben, die tatsächlich aufgenommenen neuen Kredite der übrigen zwölf summieren sich bislang auf gut 40 Milliarden Euro.

Kretschmann: "Eine Impfpflicht durch die Hintertür ist nicht geplant"

04:34 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält nichts von Privilegien und Belohnungen für Menschen, die sich impfen lassen. "Eine Impfpflicht durch die Hintertür ist nicht geplant", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

"In der Demokratie gibt es nur den Weg der Überzeugung." Er könne verstehen, dass einige Menschen unsicher seien. Aber grundsätzlich seien Impfstoffe die mit am besten geprüften Medikamente. Er wolle deshalb mit Nachdruck für das Impfen werben und darüber aufklären.

Kretschmann macht sich nach eigenen Angaben wenig Sorgen wegen Corona-Leugnern, die sich partout nicht impfen lassen wollen. "Die, die das Virus für ungefährlich halten, sind eine kleine Minderheit. Die zu überzeugen, ist fast unmöglich. Die sind aber auch nicht das Problem", sagte er. "Um bei der Virusbekämpfung Erfolg zu haben, brauchen wir eine Impfquote von 60 bis 70 und nicht 97 Prozent."

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Hygiene schützt: Die wichtigsten Regeln in der Corona-Zeit

Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden - Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zu Hause bleiben sollten.

Alle Corona-Meldungen vom 19. Dezember zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.