• 07:15 Uhr: ➤ Sieben-Tage-Inzidenz fällt leicht - RKI meldet 36.000 Neuinfektionen
  • 06:27 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel der Ungeimpften zu Corona-Regelbruch an Weihnachten bereit
  • 03:21 Uhr: WHO rät von Behandlung COVID-Kranker mit dem Blut Genesener überwiegend ab

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➤ Sieben-Tage-Inzidenz fällt leicht - RKI meldet 36.000 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36.059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06:51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.222.020 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,32 an (Freitag: 5,52). Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103.520.

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Ist Ihr Landkreis dabei? Das sind die zehn Corona-Hotspots der Republik

In Deutschland sind die Inzidenzwerte weiterhin hoch. Wir listen die zehn Landkreise auf, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz zurzeit besonders extrem sind. (Stand 06.12.2021).

Die weiteren Corona-News des Tages

Kretschmann: Schließung der Impfzentren im Sommer war richtig

10:25 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Schließungen der Corona-Impfzentren im Sommer verteidigt. Dort seien nur noch "eine Hand voll Leute" hingegangen. "Da kann man doch nicht solch eine gigantische Infrastruktur machen", sagte der Grünen-Politiker in der am Dienstag ausgestrahlten SWR-Sendung "Leute". Das Angebot sei heute mit mobilen Impfteams und kleineren Impfstützpunkten in den Kommunen viel flexibler.

Der Regierungschef äußerte sich zudem bestürzt über die hohe Zahl ungeimpfter Menschen in Baden-Württemberg. "Das beschwert mich unglaublich, dass so viele Leute einem Eigensinn nachgehen, der rational nicht mehr erklärbar ist", sagte er.

Kretschmann widersprach auch dem Argument, Impfen sei Privatsache und der Staat habe eine Ablehnung zu akzeptieren: "Das ist nicht so. Der Ungeimpfte gefährdet auch andere, indem er sie einfach ansteckt."

In diesem Zusammenhang plädierte Kretschmann erneut für eine Impfpflicht. "Das sind tiefe Eingriffe in Grundfreiheiten", sagte er. Das Virus wandle sich so sehr, dass kein Weg mehr daran vorbeiführe, "sonst kommen wir aus dem Schlamassel nie raus".

Erste Omikron-Infektionen im Südpazifik-Inselstaat Fidschi nachgewiesen

10:04 Uhr: Die neue Corona-Variante Omikron ist mittlerweile in rund 40 Ländern nachgewiesen worden. Der südpazifische Inselstaat Fidschi meldete am Montagabend seine ersten Fälle. Zwei vollständig gegen Corona geimpfte Staatsbürger von Fidschi, die am 25. November aus Nigeria über Hongkong eingereist waren, seien mit der Omikron-Variante infiziert gewesen.

Das Gesundheitsministerium von Fidschi hob hervor, da die beiden Infizierten seit ihrer Ankunft in einer Quarantäne-Einrichtung untergebracht gewesen seien, sei die neue Variante wahrscheinlich nicht ins Land getragen worden. Die Quarantäne war angeordnet worden, weil Fidschi Nigeria als Hochrisikogebiet einstuft.

Die Omikron-Variante war vor zwei Wochen erstmals in Südafrika entdeckt worden. In der Folge wurde sie in dutzenden Ländern nachgewiesen, darunter Deutschland. Die Omikron-Variante weist 50 Mutationen im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus auf, davon 32 am sogenannten Spike-Protein, mit dem das Coronavirus an der Wirtszelle andockt. Es wird daher befürchtet, dass diese Variante deutlich ansteckender ist als frühere Varianten.

Fidschi hatte die Corona-Pandemie zwölf Monate lang eindämmen können, bevor die Delta-Variante eine zweite Welle mit fast 700 Todesopfern verursachte. Mittlerweile sind in dem Eine-Million-Einwohner-Land mehr als 90 Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Am Montag wurden nur zehn Corona-Neuinfektionen gemeldet, aber keine Todesfälle.

Experte: Omikron in Großbritannien wird binnen Wochen dominant werden

09:45 Uhr: Die Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht eines Experten in Großbritannien innerhalb von Wochen dominant werden. Das sagte Jeffrey Barrett vom Wellcome-Sanger-Institut im BBC-Radio am Dienstag.

"Ich denke, wir können jetzt sagen, dass die Variante sich im Vereinigten Königreich schneller ausbreitet als die Delta-Variante und das war bis vor sehr kurzer Zeit nicht klar", sagte Barrett und fügte hinzu: "Ich bin ziemlich sicher, dass sie wahrscheinlich innerhalb von Wochen dominant werden wird."

Der britischen Regierung zufolge wurden bislang in dem Land 336 Omikron-Fälle registriert. Keiner der Betroffenen müsse bislang im Krankenhaus behandelt werden, sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montagabend im Parlament. Die Zahl der Infektionen in Großbritannien nahm zuletzt wieder zu. Sie liegt ohnehin seit Juli auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 469 angegeben (Stand 1. Dezember). Krankenhauseinweisungen und Todesfälle waren zuletzt verhältnismäßig stabil mit etwa 800 Todesfällen und ungefähr 5.300 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen.

Die Regierung in London führte als Reaktion auf das Auftauchen der Omikron-Variante wieder eine Maskenpflicht in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie schärfere Einreisebeschränkungen ein. Härtere Maßnahmen im Inland lehnt die Regierung bislang ab. Von diesem Dienstag an müssen Reisende nach Großbritannien nach ihrer Ankunft wieder ein negatives Testergebnis vorlegen.

Zuvor hatte die Regierung mehrere afrikanische Länder auf die sogenannte rote Liste gesetzt mit Pflicht zur zehntägigen Hotelquarantäne. Alle Einreisenden müssen zudem nach ihrer Ankunft einen PCR-Test machen und bis zu Erhalt eines negativen Ergebnisses in Quarantäne bleiben.

Luca-Anwender können Impfstatus mit Gesundheitsämtern teilen

09:11 Uhr: Die Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App können künftig freiwillig ihren eigenen Impfstatus mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt teilen. Mit einer neuen Version wird die Anwendung gleichzeitig um eine verschlüsselte Chat-Funktion erweitert, über die personalisierte Direkt-Nachrichten zwischen Gesundheitsämtern und den Anwendern ausgetauscht werden können.

Diese Funktion "Luca Connect" soll noch im Dezember aktiviert werden, kündigte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, am Dienstag in Berlin an. Bei der Chat-Funktion setzen die Luca-Macher auf die Verschlüsselungstechnik, die auch beim Messengerdienst Signal verwendet wird.

Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Restaurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Die Anwendung wird allerdings seit Monaten von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern scharf kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. Zu den Luca-Skeptikern gehören auch einzelne Vertreter von Gesundheitsämtern, etwa in Berlin-Neukölln.

Luca widerspricht diesen Vorwürfen und verweist auf sein Verschlüsselungskonzept, das unter anderem mit Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) entwickelt worden sei.

Mit "Luca Connect" könnten Gesundheitsämter durch die freiwillig hinterlegten Daten schneller und differenzierter Risiken analysieren und dann möglicherweise gefährdete Personen individuell über Direkt-Nachrichten informieren, erklärte Henning. Die von den Anwenderinnen und Anwendern zur Verfügung gestellten Daten - Namen, Telefonnummern und 2G-Status - könnten ausschließlich von dem zuständigen Gesundheitsamt der Region entschlüsselt und analysiert werden.

Bei dem Luca-System haben sich nach Angaben von Culture4Life inzwischen mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland angemeldet. Das System wird durch Lizenzverträge mit 13 Bundesländer finanziert. Die Kosten dafür summierten sich in diesem Jahr auf rund 20 Millionen Euro.

Die Luca-Macher bemühen sich derzeit darum, die Jahreslizenzen mit den Bundesländern zu verlängern. Sie laufen Ende März 2022 aus.

Luca-Kritiker wie der Chaos Computer Club fordern die Bundesländer auf, die Verträge nicht zu verlängern und stattdessen auf die Corona-Warn-App (CWA) des Bundes zu setzen. Bei der anonymen Kontakterfassung mit der CWA sind allerdings die Gesundheitsämter nicht involviert. Befürworter wie die Gesundheitsämter in Hamburg und Nürnberg sehen dagegen in der Luca-App eine sinnvolle Ergänzung zur CWA.

Tierärzte fordern rechtliche Sicherheit für Beteiligung an Corona-Impfkampagne

08:03 Uhr: Die Tierärzte haben angesichts ihrer geplanten Einbindung in die Corona-Impfkampagne eine rechtliche Absicherung gefordert. "Wenn wir künftig auch impfen sollen, tun wir das im Rahmen der Möglichkeiten gerne als Beitrag für die Corona-Bekämpfung", sagte der Präsident des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte, Siegfried Moder, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" am Dienstagsausgabe. "Mich verwundert aber, dass bislang niemand auf uns zugekommen ist."

Bevor Tierärzte impfen könnten, müssten zahlreiche Fragen geklärt werden, erklärte der Verbandschef. "Das reicht über die Haftung, die Bestellung von Impfstoffen, die räumlichen Voraussetzungen bis hin zur Vergütung." Am schnellsten könnten Tierärzte Moder zufolge in Impfzentren oder mobilen Impfteams mithelfen.

Um die Impfkampagne zu beschleunigen, sollen Tierärzte und Tierärztinnen, Zahnärzte und Zahnärztinnen, sowie Apotheker und Apothekerinnen künftig Corona-Impfungen verabreichen dürfen. Die Ampel-Parteien wollen eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes noch vor Weihnachten von Bundestag und Bundesrat verabschieden lassen.

Umfrage: Zwei Drittel der Ungeimpften zu Corona-Regelbruch an Weihnachten bereit

06:27 Uhr: Besonders Ungeimpfte sind einer Umfrage zufolge bereit, sich am bevorstehenden Weihnachtsfest über eventuelle Kontaktbeschränkungen hinwegzusetzen. Bei der jährlichen Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München gaben zwei Drittel (66 Prozent) der nicht geimpften Befragten an, dass sie sich über coronabedingte Verbote, zumindest teilweise, hinwegsetzen würden. Von den vollständig geimpften Personen zeigten nur 43 Prozent eine Offenheit für Regelbrüche, sagte Studienleiter Professor Philipp Rauschnabel der Deutschen Presse-Agentur.

Im Durchschnitt hatten 47 Prozent der Männer und Frauen eine Bereitschaft zu Regelverstößen erklärt. "Die Offenheit zum Regelbruch ist weiterhin erschreckend hoch", meinte Rauschnabel. "Diese Zahlen sollten uns zu denken geben."

Bei der Online-Umfrage hatten die Teilnehmer verschiedene Antwortoptionen. Sie konnten beispielsweise angeben, dass sie Verbote nicht beachten würden, weil diese mit einer wichtigen Tradition brechen würden. Eine andere Antwortmöglichkeit zielte darauf ab, dass die Befragten Verbote übertrieben fänden - hier stimmten 39 Prozent der Ungeimpften und 18 Prozent der Geimpften zu.

80 Prozent der Befragten waren den Informationen zufolge vollständig geimpft, 16 Prozent nicht. Die 4 Prozent Teilnehmer, die sich als noch nicht vollständig geimpft bezeichneten, wurden bei den Vergleichen nicht berücksichtigt.

Großbritannien verschärft Einreiseregeln

05:02 Uhr: Reisende nach Großbritannien müssen von diesem Dienstag an einen negativen Corona-Test vorweisen, bevor sie ins Land kommen. Die Regelung gilt für alle Erwachsenen sowie Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren.

Der PCR- oder Antigen-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verlangsamt werden, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilte.

Zuvor hatte die Regierung bereits einen PCR-Test nach Ankunft für alle Reisenden zur Pflicht gemacht. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses gilt eine Quarantänepflicht. Die Regierung in London hat zudem für Ankommende aus mehreren afrikanischen Ländern, darunter Südafrika und Nigeria, eine Pflicht zur zehntägigen Hotelquarantäne auf eigene Kosten verhängt.

Kritiker hatten die Reisebeschränkungen als nicht zielführend bezeichnet, da die Omikron-Variante bereits in Großbritannien zirkuliert. Wichtiger seien Kontaktbeschränkungen im Inland, forderten Experten.

Doch darauf will sich die Regierung von Premierminister Boris Johnson abgesehen von einer Wiedereinführung der Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln bislang nicht einlassen. "Wir warten noch immer darauf zu sehen, wie gefährlich sie ist, welchen Effekt sie auf Todesfälle und Krankenhauseinweisungen hat", sagte Johnson am Montag über die Omikron-Variante.

Sozialverband fordert bessere Organisation von Booster-Impfungen

04:00 Uhr: Der Sozialverband VdK hat vom designierten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine bessere Organisation der Auffrischungsimpfungen in Deutschland gefordert. "Wir brauchen endlich ein bundeseinheitliches Verfahren", sagte die VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Dienstag.

"In einigen Bundesländern warten ältere Menschen und Risikopatienten vergeblich auf Termine und kommen telefonisch bei Ärzten oder Zentren nicht durch." Vielerorts hake es bei der Impfstofflieferung, kritisierte sie weiter. "Es ist erschreckend, dass es nach fast zwei Jahren Pandemie noch immer keine zentrale Information, Koordination und Steuerung gibt. Das muss nun schleunigst geändert werden."

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes äußerte den Wunsch, "dass der neue Minister jetzt sehr schnell alle nötigen Maßnahmen für eine Ausweitung der Impfungen voranbringt". "Das ist im Moment das Wichtigste", sagte die Vorsitzende Ute Teichert den Funke-Zeitungen.

"Ansonsten läuft uns die Pandemie davon." Man könne gern über eine Impfpflicht reden. "Aber davor muss sichergestellt sein, dass wir dieses Vorhaben logistisch überhaupt stemmen können."

Perspektivisch forderte Teichert eine Weiterentwicklung des öffentlichen Gesundheitsdienstes für die Zeit nach der Pandemie. "Corona hat gezeigt, dass es hier viel zu tun gibt", sagte sie. Man brauche "eine dauerhafte Aufstockung beim Personal", zudem müsse die Digitalisierung vorangehen.

Die SPD hatte den Gesundheitsexperten Lauterbach am Montag als neuen Gesundheitsminister benannt - er soll das Amt mitten in der vierten Welle der Corona-Pandemie übernehmen. Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen an diesem Dienstag ihren Koalitionsvertrag unterschreiben, am Mittwoch soll dann Olaf Scholz (SPD) im Bundestag zum Kanzler gewählt und sein Kabinett vereidigt werden.

WHO rät von Behandlung COVID-Kranker mit dem Blut Genesener überwiegend ab

03:21 Uhr: Corona-Patienten sollten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht mit Immunplasma von Genesenen behandelt werden. Eine Expertengruppe der WHO rät von solchen Transfusionen ab, wie sie in der Fachzeitschrift "BMJ" schreibt. Nach derzeitiger Studienlage hätten COVID-19-Patientinnen und -Patienten weder eine bessere Überlebenschance noch senke eine Transfusion mit Plasma das Risiko, dass sie beatmet werden müssen, heißt es in dem Artikel.

Die Experten hätten 16 Studien mit insgesamt mehr als 16.000 Patienten begutachtet. In besonders schweren Fällen sei die Studienlage noch unsicher, deshalb sprechen sich die Experten nicht gegen weitere Studien bei solchen Patienten mit Plasma aus.

Im Herbst 2020 galt eine passive Immunisierung mithilfe von Blutplasma von Menschen, die COVID-19 überstanden und Antikörper gegen Coronaviren gebildet haben, noch als vielversprechende Therapie. So etwas sei auch bei anderen Erkrankungen schon eingesetzt worden, etwa Sars, Mers oder Influenza, hieß es damals beispielsweise bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI). Die Wirkung war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht belegt, weil es noch keine randomisierten Studien mit Kontrollgruppen gab.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.
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Um die vierte Corona-Welle zu brechen, wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer heute ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschließen. Im Vorfeld findet der Vorsitzende der Konferenz, Hendrik Wüst, deutliche Worte.
Teaserbild: © picture alliance/Goldmann