• Auf ihnen liegt eine große Hoffnung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus: Selbsttests für den Hausgebrauch.
  • Ab Samstag soll es sie zu kaufen geben.
  • Aber was ist eigentlich zu tun, wenn der Test ein positives Ergebnis anzeigt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

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Zu den aktuellen Beschlüssen von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Coronakrise gehört auch eine neue Teststrategie. Wichtiger Bestandteil dieser neuen Strategie sind Schnelltests für den Hausgebrauch, sogenannte Selbsttests. Diese soll es nun schon bald in verschiedenen Läden zu kaufen geben. Wir beantworten die wichtigsten Fragen vorab.

Wann und wo kann man die Selbsttests kaufen?

Die Selbsttests werden ab Samstag in den freien Verkauf kommen. Aldi Nord und Süd kündigten bereits an, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen können.

Ab Dienstag, dem 9. März will dann auch die Drogeriekette DM nachziehen. Auch bei Müller sollen die Tests schon ab nächster Woche in den Regalen stehen. Beim Konkurrenten Rossmann soll es die Tests ab dem 17. März zu kaufen geben.

Auch Lidl, Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm, ein genauer Verkaufsstart steht jedoch noch nicht fest.

Darüber hinaus sollen die Tests auch in Apotheken zu kaufen sein.

Wo habe ich die besten Chancen, an Selbsttests zu kommen?

Es wird erwartet, dass der Run auf die Selbsttests gerade am Anfang hoch sein wird. Laut "tagesschau.de" warnen beispielsweise Rossmann und dm schon jetzt vor möglichen Lieferverzögerungen. Die Schnelltests der Marke Boson Biotech werden in China hergestellt und dort pausierte gerade aufgrund des chinesischen Neujahrsfests zwei Wochen die Produktion.

Bessere Chancen könnten Verbraucher bei den Apotheken haben. Einige Hersteller wie z.B. Siemens Healthineers und Roche erklärten gegenüber "tagesschau.de", dass man zunächst nur Apotheken beliefern werde.

Was kosten die Selbsttests?

Eine Packung bei Aldi soll 24,99 Euro kosten. Darin enthalten sind fünf Teststreifen für den Hausgebrauch.

Zum Vergleich: Ein Schnelltest an einer Teststation kostet häufig um die 40 Euro.

Wie viel die Testpakete beispielsweise bei DM kosten sollen, steht noch nicht fest. Das Unternehmen hatte jedoch bereits angekündigt, die Tests so günstig wie möglich verkaufen zu wollen.

Wie viele Packungen kann ich bei einem Einkauf mitnehmen?

Um Hamsterkäufe zu vermeiden, beschränkt Aldi die Abgabe der Selbsttests auf eine Packung pro Person.

Ähnlich will beispielsweise auch Rossmann vorgehen. Dort wird man die Abgabemenge pro Haushalt auf vier Stück begrenzen. Es ist zu vermuten, dass auch andere Anbieter ähnlich verfahren werden.

Wie funktionieren die Selbsttests?

Selbsttests funktionieren wie die Schnelltests beim Hausarzt oder an Teststationen. In folgender Bildergalerie zeigen wir Ihnen genau, wie sie vorgehen müssen:

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Wie ein Corona-Selbsttest durchgeführt wird

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Was mache ich, wenn der Test ein positives Ergebnis anzeigt?

Das Bundesgesundheitsministerium hat bei Instagram eine Anleitung für den Fall eines positiven Selbsttests veröffentlicht.

Menschen, die sich selbst positiv auf das Coronavirus testen, sollen demnach unbedingt auch einen PCR-Test machen, um sicherzustellen, dass das Ergebnis des Selbsttests richtig ist.

Damit man jedoch niemanden gefährdet, sollen sich Menschen nach einem positiven Selbsttest sofort in häusliche Quarantäne begeben und keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen. Für den PCR-Test soll man sich bei der Hotline 116 117 oder der eigenen Hausärztin oder dem Hausarzt melden.

Tatsächlich besteht bislang jedoch keine Meldepflicht bei Selbsttests. Die Politik legt die Verantwortung damit in die Hände der Bürgerinnen und Bürger.

Wie viel Sicherheit geben die schnellen Tests?

Die Bundesregierung schränkt ein, Schnelltests lieferten nur ein Ergebnis für einen Tag. Und auch ein negatives Ergebnis sei "kein Freibrief", sich etwa nicht mehr an Abstand und Maskenregeln zu halten. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut halten Schnelltests vor allem in jener Phase für sinnvoll, wenn Infizierte eine hohe Viruslast haben - also ein bis drei Tage vor ersten Symptomen und in den ersten sieben Tagen der Erkrankung. Dann könne man Infizierte und enge Kontaktpersonen gezielt isolieren. Als "Goldstandard" gelten in jedem Fall weiterhin PCR-Labortests.

Gibt es genug Selbsttests für alle?

Bei Selbsttests sind inzwischen sechs Produkte amtlich zugelassen. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach eigenen Angaben mit Herstellern in Kontakt, um Kontingente von bis zu 208 Millionen Stück zu sichern. Zudem kamen aus dem Bundestag Rufe nach Gratis-Tests. Die Regierung will prüfen, ob sie die Bürger möglicherweise nur "eine angemessene Eigenbeteiligung" kosten sollen.

Dass es zum Verkaufsstart zu Engpässen kommt, ist in jedem Fall nicht auszuschließen. (ska/dpa)

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