Erst Android, dann iOS: Die Corona-Warn-App hat eine Woche der Updates hinter sich, die für zuverlässigen Hintergrundbetrieb gesorgt haben. So überprüfen Sie, ob bei Ihrem Gerät nun alles in Ordnung ist.

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Egal ob iPhone oder Android-Handy: Damit die Corona-Warn-App auch im Hintergrundbetrieb direkt vor gefährlichen Begegnungen warnen kann, und nicht nur beim aktiven Öffnen der App, muss die jeweils aktuellste Version der Anwendung installiert sein. Dies stellt man am einfachsten mit automatischen App-Updates sicher.

Corona Warn: App-Updates fürs iPhone

Die gute Nachricht für iPhone-Besitzerinnen und -Besitzer: Beim aktuellen iOS 13 werden aus dem App Store heruntergeladene Anwendungen standardmäßig automatisch aktualisiert. Es gibt keine Benachrichtigungen zum Aktualisieren der Apps.

Wer sich unsicher ist, ob er automatische Updates nicht vielleicht deaktiviert hat, kann dies auf iOS-Geräten unter "Einstellungen/"eigener Name"/iTunes & App Store" nachvollziehen. Dort sollte der Schiebregler neben "App-Updates" grün hinterlegt sein. Sonst muss er zum Aktivieren erst noch nach rechts geschoben werden.

Das manuelle Aktualisieren von Apps bleibt trotzdem weiter möglich. Wer eine App-Version prüfen oder Updates erzwingen möchte, kann im App Store erst unten auf den "Heute"-Button und dann oben auf das eigene Profilsymbol tippen. Dann erscheinen unten ausstehende Updates und Versionshinweise - etwa die aktuelle Version 1.1.2 (Stand 27. Juli) bei der Corona-Warn-App fürs iPhone. Zum manuellen Update tippt man auf "Aktualisieren" neben der App oder auf "Alle aktualisieren".

App-Updates für Android-Geräte

Android-Nutzer haben sogar drei Möglichkeiten, Apps zu updaten: Einzelne automatisch, alle automatisch oder auch manuell. Um eine einzelne Android-App - wie etwa die Corona-Warn-App - automatisch zu aktualisieren, öffnet man die Play-Store-App, tippt auf das Dreistrich-Menü-Symbol und dann auf "Meine Apps und Spiele". Dann wählt man die gewünschte App aus, tippt auf das Dreipunkt-Menü-Symbol und wählt "Automat. Update".

Um alle Android-Apps automatisch zu aktualisieren, geht man ebenfalls übers Dreistrich-Menü, wählt dann aber "Einstellungen" und tippt auf "Automatische App-Updates". Es kann hier zu Update-Verzögerungen kommen, wenn Nutzer Auto-Updates nur über WLAN eingestellt haben, aber kein WLAN verfügbar ist, oder ein Anmeldefehler am Google-Konto vorliegt.

Sie müssen in den Einstellungen der Corona-Warn-App prüfen, ob die "Priorisierte Hintergrundaktivität" eingeschaltet ist.

Deshalb kann auch hier die manuelle Prüfung und Aktualisierung wichtiger Apps sinnvoll sein. Der Weg führt übers Dreistrich-Menü und über "Meine Apps und Spiele/Installiert". In der Liste tippt man dann einfach auf das Kästchen "Aktualisieren" hinter dem Eintrag der jeweiligen Anwendung. Die Corona-Warn-App für Android trägt aktuell die Versionsnummer 1.1.1 (Stand 27. Juli).

Wichtige Einstellung bei Android

Anders als bei iOS-Geräten müssen Android-Nutzerinnen und -Nutzer noch eine wichtige Einstellung vornehmen, damit die Warn-App zuverlässig im Hintergrund arbeitet. Dazu öffnet man in der App das Dreipunkt-Menü, wählt "Einstellungen" und dann "Priorisierte Hintergrundaktivität".

Sollte die Funktion auf "An" stehen, ist nichts weiter zu tun. Steht sie auf "Aus", bewegt man einfach den Schieberegler. Kurz darauf fragt Android in einem kleinen Pop-up-Fenster: "Soll die App immer im Hintergrund ausgeführt werden?" Das gilt es zu bestätigen mit einem Tipp auf "Zulassen".

So überprüfen Sie, ob bislang alles funktioniert hat

So sollten die Kontaktüberprüfungen korrekt aussehen.

Nutzerinnen und Nutzer der App können selbst nachvollziehen, ob bislang alles richtig in der App funktioniert hat. Dazu sind folgende Schritte nötig:

Auf dem iPhone: Öffnen Sie "Einstellungen"/"Datenschutz"/"Health". Wählen Sie anschließend "COVID-19-Kontaktprotokoll" und dann etwas weiter unten den Menüpunkt "Kontaktüberprüfungen" aus. Dabei müssen Sie Ihre Identität bestätigen.

Auf einem Android-Gerät: Öffnen Sie "Einstellungen"/"Google"/"COVID-19-Benachrichtigungen". Wählen Sie anschließend "Überprüfung auf mögliche Begegnungen". Nun müssen Sie Ihre Identität betätigen.

Wenn Sie diese Schritte auf Ihrem jeweiligen Gerät durchgeführt haben, sollten Sie eine lange Liste mit Daten und Uhrzeiten sehen. An jedem Tag, der in dieser Liste auftaucht, wurde von Ihrer App abgefragt, ob einer der aufgezeichneten Kontakte sich als infiziert gemeldet hat.

Idealerweise sollten hier 14 Einträge mit einer Uhrzeitangabe stehen. Taucht ein Datum hier nicht auf, hat etwas nicht richtig funktioniert. Doch das ist noch kein unmittelbarer Grund zur Sorge, denn bei jeder Prüfung werden die Risikokontakte der letzten 14 Tage abgerufen. Das beutet: Die App würde Sie bei einem gefährlichen Kontakt in diesem Zeitraum warnen. (mgb/dpa)