Die Vorbereitung zählt: So meistern Sie eine mögliche Quarantäne

Die Corona-Pandemie dauert weiter an, die Fallzahlen stiegen zuletzt stetig. Dabei ist längst klar: Es kann jeden treffen - ob nun als Erkrankten oder als Kontaktperson. Was folgt, ist die Isolation oder häusliche Quarantäne. Mit diesen Tipps wird die Zeit so angenehm wie möglich. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Früher lief eine Quarantäne anders: 1969 etwa mussten sich Neil Armstrong (links) und Kollegen drei Wochen einsperren lassen. Man hatte Angst, die Mond-Eroberer könnten eine unbekannte Seuche vom Erdtrabanten eingeschleppt haben. Also kein Händeschütteln mit US-Präsident Richard Nixon (vorne). Zu Hause können Sie es sich gemütlicher machen.
Frische Blumen etwa machen das Zuhause gleich bunter. Den schönen Strauß bringt im Notfall auch der Lieferdienst. Ohnehin hilft eine farbige Einrichtung über die graue Tristesse einer Quarantäne hinweg.
Der Lieferdienst bringt natürlich nicht nur Blumen an die Tür: Online-Shopping ist während der Quarantäne ein prima Zeitvertreib. Mit einem Zettel an der Haustür oder in Ihren Kundenkonten bei DHL, Hermes und Co. sollten Sie zum Start der Abschottung einen geeigneten Ablageplatz vereinbaren.
Wichtiger als die neue Bluse oder sonstiger Firlefanz sind Lebensmittellieferungen. So sollten Sie sich bereits vor dem Notfall mit Freunden oder Nachbarn absprechen und einen gegenseitigen Einkaufsservice vereinbaren.
Um den Freundschaftsdienst nicht zu überstrapazieren, ist es nun auch an der Zeit, die Vorräte aufzufüllen. Für die Faulen unter uns heißt das: Tiefkühlkost für das Gefrierfach kaufen. Daneben praktisch: Fleisch, Fisch und ein Laib Brot in der Truhe für den Notfall.
Wenn Sie lieber selbst zum Kochlöffel greifen, achten Sie in den kommenden Monaten darauf, dass die Vorratskammer gut bestückt bleibt. Nudeln, Reis, Kartoffeln, Mehl, Öl: Ein Grundstock sollte immer vorhanden sein. Gut als Notreserve machen sich auch Gemüse wie Tomaten in Konserven, H-Milch und Trockenhefe.
Gourmets sollten zudem ihre frischen Kräuter im Auge behalten und auf Vordermann bringen. Der schnelle Austausch könnte vorübergehend nicht möglich sein. Wer's ganz frisch mag: Obst und frisches Gemüse kommt auch per Gemüsekisten-Abo.
Zum ungezügelten Alkoholismus sei selbstredend nicht geraten, das ein oder andere Schlückchen in der Quarantänezeit dürfen Sie sich aber schon gönnen. Also heißt es: den Schrank mit den Lieblingsalkoholika auffüllen. Und wenn der Corona-Blues besonders zuschlägt, ploppt der Korken des besten Tropfens.
Dabei müssen Sie nicht einmal alleine feiern. Party-Runden über Skype, Zoom und Co. haben sich im Lockdown-Frühling bewährt. Damit dem Spaß nichts im Wege steht, sollten Laptop, Kamera und Mikrofon für alle Eventualitäten gewappnet sein.
Ohnehin sollte das heimische Equipment gut funktionieren, schließlich droht auch wieder das tägliche Homeoffice. Ein bequemer Stuhl, bestenfalls ein höhenverstellbarer Tisch und eben die geeignete Computerausstattung können Nerven und Rücken schonen.
Körperlichen Beschwerden beugt man am besten mit Sport vor. Damit dieser unter der Quarantäne nicht pausieren muss, richten Sie sich schon vorher nach den eigenen Bedürfnissen ein - etwa mit Yogamatte, Gewichten und Fitnessbändern.
Mit Heimtrainern und ähnlichem schweren Gerät holen Sie sich das Fitnessstudio nach Hause. Aber auch nur mit dem Eigengewicht lassen sich in Wohnzimmer, Flur oder Fitnessraum endlos viele Übungen machen. Im Netz finden Sie ähnlich viele Anleitungen.
Auf das generelle Wohlbefinden ist ohnehin zu achten: Zu den Auflagen der häuslichen Quarantäne gehört das regelmäßige Prüfen der Körpertemperatur. Fieber ist bekanntlich ein mögliches COVID-19-Symptom. Ein Fieberthermometer und eine Grundausstattung an Medikamenten wie Schmerz- und fiebersenkende Mittel sollten Sie also in der Hausapotheke haben.
Vor allem Kinder finden Quarantäne doof, schließlich warten draußen Spielplatz, Regenpfützen und Freunde. Um es den Kleinen - und sich selbst - etwas leichter zu machen, hilft auch hier etwas Vorbereitung.
Anstrengend ist vor allem Homeschooling, das in der Quarantäne wieder aktuell wird. Richten Sie schon im Vorfeld Platz für betroffene Kinder ein. Je nach Alter und Bedürfnissen benötigt es entweder viel Ruhe oder Raum zum gemeinsamen Lernen. Zudem sollte die technische Ausstattung stimmen.
Wer einen Garten sein Eigen nennt, kann sich nun umso glücklicher schätzen. Nur sollte der auch kindgerecht ausgestattet sein - etwa mit Schaukel und Klettergerüst. Eine Wiese zum Toben hilft ebenfalls über harte Zeiten hinweg. Wer keinen Garten hat: Sandkästen gibt es bereits für mittelgroße Balkone.
Gemeinsames Spielen kann beim "Aufeinanderumhängen" umso wichtiger sein. Behalten Sie zum Beispiel ein Puzzle in der Hinterhand. Das ist erstens eine schöne Überraschung und zweitens ein toller Zeitkiller. Mit den Kindern Malen und Basteln vertreibt die Langeweile ebenfalls.
Auch große Kinder spielen gerne. Längst vergessene Brettspiele wie "Risiko" und "Monopoly" sowie beliebte Kartenspiele sind eine fabelhafte Ablenkung. Einige Spiele eignen sich ebenfalls für eine Runde im Video-Chat. Klassiker wie "Stadt, Land, Fluss" etwa erleben dort ein Revival.
Ein Spielfreund kann auch ein Haustier sein. Wenn Sie ohnehin schon länger über die Anschaffung einer Hauskatze oder eines tierischen Begleiters nachgedacht haben, ist nun vielleicht der richtige Zeitpunkt. Für einen ausgehfreudigen Hund entscheiden Sie sich besser erst, nachdem der Spuk vorbei ist.
Schlau ist auch, wer sein TV- und Streaming-Verhalten anpasst. Alles gleich zum Sende- oder Staffelstart "weg-bingen", reißt Löcher in eine mögliche Quarantäne. Film- und Serienperlen gezielt aufzusparen, kann nun sinnvoll sein.