• Am 3. April endet in weiten Teilen Deutschlands die Maskenpflicht.
  • Die Geschäfte könnten allerdings per Hausrecht an der Maskenpflicht festhalten - doch immer mehr Unternehmen distanzieren sich davon.
  • Wo Sie künftig ohne Maske einkaufen können.

Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

Wer in Supermärkten und bei Discountern einkauft, muss ab kommender Woche keine Maske mehr tragen. Zwar gibt es das sogenannte Hausraucht, durch das Firmen in ihren Räumen weiter das Tragen von Masken vorschreiben könnten - das gilt in der Branche aber als nicht durchsetzbar.

Nach Edeka und Globus hat am Donnerstag auch Rewe angekündigt, dass man nach dem Ende der staatlichen Vorgaben nicht von diesem Hausrecht Gebrauch machen werde. Sofern es keine anderslautenden behördlichen Vorgaben gebe, werde der Einkauf bei Rewe und der Discount-Tochter Penny auch ohne Maske möglich sein, sagte ein Rewe-Sprecher am Donnerstag. Dies gelte auch für die Baumarktkette Toom, die ebenfalls zum Konzern gehört.

Lidl und Aldi machten am Donnerstag ebenfalls deutlich, dass die Kunden bei ihnen bald nicht mehr zum Mund-Nase-Schutz greifen müssen. Sollten staatliche Vorgaben "die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen", teilte die Schwarz-Gruppe mit, zu der Lidl und Kaufland gehören. Aldi Süd teilte mit, man behalte sich eine Empfehlung an die Belegschaft und Kundschaft vor, weiter freiwillig eine Maske zu tragen.

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern: Maskenpflicht bis Ende April

In einigen Teilen Deutschlands wird man für einen Einkauf aber weiter zur Maske greifen müssen, bevor sie durch die Ladentür gehen. Denn in Hamburg und in Mecklenburg-Vorpommern soll das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen bis Ende April weiter Pflicht sein.

Bereits am Sonntag entfällt die Maskenpflicht - dann kann man an Bahnhöfen und Flughäfen in Supermärkten einkaufen, die auch sonntags geöffnet sind. Zum Wochenbeginn öffnet der Einzelhandel dann seine Türen für die reguläre Verkaufswoche - erstmals seit langem dürfen dann Kundinnen und Kunden hereinkommen, die keine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Zahlreiche andere Händler haben ebenfalls bekanntgegeben, dass sie von ihrem Hausrecht nicht Gebrauch machen werden:

  • der Möbelhändler Ikea
  • der Gartencenter-Betreiber Dehner
  • die Bekleidungskette Ernsting’s Family
  • das Kaufhausunternehmen Woolworth
  • der Buchhändler Thalia

Edeka: Mundschutz weiterhin empfohlen

An die Kundinnen und Kunden richten sich allerdings auch Appelle, künftig freiwillig eine Schutzbedeckung zu tragen. Eine Edeka-Sprecherin sagte: "Generell möchten wir betonen, dass wir das Tragen einer medizinischen Maske beim Besuch unserer Märkte zum Selbstschutz unserer Kundinnen und Kunden und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfehlen." Der Elektronikhändler Mediamarkt Saturn äußerte sich ähnlich.

In der Belegschaft gibt es mitunter Befürchtungen, dass sich das Infektionsgeschehen in den Geschäften durch die Lockerung erhöhen könnte. Die Arbeitgeber betonen, dass sie Gesundheitsschutz des Personals weiter sehr ernstnähmen. Desinfektionsmittel am Ladeneingang und Plexiglasscheiben an Kassen oder Infoschaltern soll es auch weiter geben - das sagten mehrere Firmen. (dpa/tar)

Corona-Pandemie, Kontrolle, Infektionsschutzgesetz, Maskenpflicht, 3G, 2G, Maßnahmen, 2022

Diese Bundesländer setzen die Corona-Lockerungen um

Die Reform des Infektionsschutzgesetzes tritt in Kraft. Bundesweit entfällt an vielen Orten die Maskenpflicht, Zutrittsregeln werden gelockert. Die sogenannten Hotspot-Regeln in den Bundesländern scheitern zunächst an der fehlenden Rechtssicherheit.