In der Coronakrise lauert in plötzlich verlassenen Gebäuden und Räumen eine unsichtbare Gefahr. Sie ist mindestens so unangenehm und gefährlich wie das Coronavirus, das die Menschen ins Homeoffice vertrieben hat.

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Ob Büros, Hotels oder Fitnessstudios: Im Zuge der Coronakrise bleiben weltweit zahlreiche Gebäude und Flächen leer. Die Menschen haben aus Sicherheitsgründen die Flucht nach Hause angetreten. Sie wollen und dürfen sich nicht unnötigerweise der Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus aussetzen.

Vor die Tür dürfen sie nur in Ausnahmefällen, je nach Ausmaß der regional oder überregional geltenden Beschränkungen.

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Die Rückkehr an den regulären Arbeitsplatz könnte für Millionen Erwerbstätige aber eine ebenso unerwartete wie unangenehme Überraschung bereithalten: Die Rede ist nicht von verdörrten Topfpflanzen oder abgelaufenen Lebensmitteln im Kühlschrank der Gemeinschaftsküche, sondern von Legionellen.

Legionellen genießen die Einsamkeit

In unbenutzten Wasserleitungen bilden sich Legionellen. Gesundheitsexperten warnen davor. Gleichzeitig raten sie dazu, regelmäßig Wasser hindurch laufen zu lassen.

Geschehe dies nicht, "besteht immer die Möglichkeit eines mikrobiologischen Wachstums", teilte das Frankfurter Gesundheitsamt mit. So könne es "in aktuell nicht genutzten Liegenschaften zu einer vermehrten Legionellenbildung kommen". (dpa/hau)