Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden: Was öffnet wann in welchem Umfang? Der aktuelle Stand der Lockerungen in den Ländern im Überblick.

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Schritt für Schritt kehrt so etwas wie Alltag in der Coronakrise nach Deutschland zurück. Immer mehr Bundesländer lockern die Einschränkungen, freilich unter strikten Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Eine Besonderheit gibt es in Schleswig-Holstein: In der Stadt Heide wurden manche Lockerungen wegen hoher Neuinfektionszahlen wieder zurückgenommen. Auch in der Stadt Büsum gibt es besondere Auflagen. Die verschärften Regeln gelten aktuell bis zum 7. August.

Die Verantwortung für das Ausmaß der Lockerungen liegt weitgehend in Händen der Länder. So soll unter anderem auch die jeweilige regionale Entwicklung der Infektionszahlen berücksichtigt werden.

Hier der aktuelle Stand (04. August 2020) der Lockerungen in den Ländern bei einigen ausgewählten Lebensbereichen, Restaurants, Bars, Schulen, Kitas und Hotels (Die Kategorie "Freibäder und Freizeitparks" entfällt, da es dort nahezu keine spezifischen Unterschiede unter den Bundesländern mehr gibt):

Kontaktbestimmungen

  • Baden-Württemberg: In der Öffentlichkeit dürfen sich 20 Menschen aus mehreren Haushalten öffentlich treffen. Bei privaten Veranstaltungen gibt es keine zahlenmäßigen Beschränkungen, wenn alle Personen miteinander verwandt sind.
  • Bayern: Im öffentlichen Raum dürfen sich wieder Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
  • Berlin: Es gibt keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin.
  • Brandenburg: Es gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstands- und Hygieneregeln müssen aber weiter eingehalten werden.
  • Bremen: Es können sich Angehörige in unbestimmter Zahl aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Erlaubt sind auch Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten.
  • Hamburg: Im privaten Rahmen können bis zu 25 Personen zu Feiern zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten. Treffen in der Öffentlichkeit sind auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt.
  • Hessen: Im öffentlichen Raum dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen, ohne den Mindestabstand einhalten zu müssen und unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie stammen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum mit einer Obergrenze von zehn Personen sind aufgehoben. Damit dürfen sich wieder mehr Menschen treffen. Doch sind sie angehalten, möglichst die gebotenen Abstände einzuhalten und Mundschutz zu tragen.
  • Niedersachsen: Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen sich treffen. Sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein.
  • Nordrhein-Westfalen: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich im Freien treffen. Sind es Personen aus zwei Haushalten, dürfen es auch mehr sein.
  • Rheinland-Pfalz: Es dürfen sich bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie kommen, treffen.
  • Saarland: Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind zugelassen.
  • Sachsen: Es können sich zwei Hausstände treffen. Auch Treffen mit bis zu zehn Menschen sind erlaubt, drinnen wie draußen. In einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum dürfen sich bis zu 100 Menschen bei Familienfeiern treffen. Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Kinderferienlager mit bis zu 50 Personen sind wieder möglich.
  • Sachsen-Anhalt: Die Landesregierung empfiehlt, sich mit nicht mehr als zehn Menschen zu treffen und den Kreis derer, die man trifft, möglichst gering zu halten. Ein Kontaktverbot gibt es nicht mehr.
  • Schleswig-Holstein: Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen sind im privaten Raum zulässig. Draußen dürfen sich bis zu 150 Menschen versammeln.
  • Thüringen: Es gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Allerdings empfiehlt eine neue Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen.

Schulen und Kitas

  • Baden-Württemberg: Derzeit sind Sommerferien in Baden-Württemberg. Danach sollen die Schüler wieder regulär unterrichtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass es keine zweite Infektionswelle gibt. Kitas können öffnen.
  • Bayern: In Bayern sind Schulferien. Wie es danach weitergeht, hängt vom Verlauf der Pandemie ab. Es soll aber eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts geben. Alle Kinder dürfen zurück in Kindergärten und Krippen. Ab September sollen Kinder mit Schnupfen und laufender Nase nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden; hierzu wird ein Leitfaden erarbeitet.
  • Berlin: In den Kitas soll die Betreuung aller Kinder wieder in vollem Umfang stattfinden. Die Schulen sollen nach dem Ende der Sommerferien am 10. August zu einem weitgehenden Normalbetrieb zurückkehren. Dann soll es eine Maskenpflicht für Lehrkräfte und Schüler geben, die jedoch nicht im Unterricht selbst gelten soll.
  • Brandenburg: Kitas können grundsätzlich wieder für alle Kinder öffnen. Die Schulen sollen nach dem Ende der Sommerferien am 10. August zum regulären Betrieb zurückkehren. In Schulen und Kitas sollen Lehrkräfte untereinander und gegenüber Eltern den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Auch ein Mund-Nasen-Schutz wird dort sowie bei der Schülerbeförderung oder auf dem Schulhof in Pausen empfohlen, ist aber nicht vorgeschrieben. Hygieneregeln wie Händewaschen und Lüften müssen eingehalten werden.
  • Bremen: Kitas sind im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Im Land Bremen sind Sommerferien.
  • Hamburg: Alle Kinder dürfen in einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder die Kitas besuchen. Nach dem Ende der Sommerferien am 6. August können wieder alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Dennoch sollen Einschränkungen wie die bisherigen Abstandsgebote vorsichtshalber erhalten bleiben. In bestimmten Situation soll es für Kinder einer Jahrgangsstufe Ausnahmen geben. Zudem gilt mit Beginn des Schuljahres eine Maskenpflicht für das gesamte Schulgelände, nicht aber für den Unterricht selbst. In den Kitas soll es nach Ende der Sommerferien einen uneingeschränkten Regelbetrieb geben.
  • Hessen: Die Kitas sind wieder zum Regelbetrieb übergegangen. Nach dem Ende der Schulferien Mitte August ist an allen Schulen normaler Präsenzunterricht mit Schulpflicht vorgesehen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Kitas stehen wieder allen Kindern offen. Seit Montag gibt es wieder einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht für alle Schüler – mit mindestens vier Stunden am Tag in der Grundschule und an den weiterführenden Schulen mindestens fünf. Die Schulhorte sollen in den Sommerferien eine reguläre Ferienbetreuung von täglich sechs Stunden pro Kind anbieten. Das Kabinett will an diesem Dienstag über eine Einführung der Maskenpflicht an Schulen beraten.
  • Niedersachsen: Die Kitas sind in einem eingeschränkten Betrieb wieder für alle Kinder geöffnet. Seit Montag an starten sie wieder in den Regelbetrieb. In Niedersachsen sind Schulferien.
  • Nordrhein-Westfalen: Alle Kita-Kinder werden wieder betreut, allerdings mit weniger Stunden pro Woche als normal. Ab dem 17. August soll wieder Regelbetrieb gelten. An den Schulen in NRW gilt zum neuen Schuljahr ab 12. August eine weitgehende Maskenpflicht, die auch im Unterricht gilt. Ausgenommen sind nur Grundschulen. Die Regelung läuft zunächst bis zum 31. August.
  • Rheinland-Pfalz: Nach dem Ende der Sommerferien ist ab Mitte August wieder normaler Präsenzunterricht geplant. Die Kitas haben wieder den Regelbetrieb aufgenommen, sofern sie ferienbedingt nicht noch geschlossen haben.
  • Saarland: Nach dem Ende der Sommerferien ist ab Mitte August wieder an allen Schulen normaler Präsenzunterricht mit Schulpflicht vorgesehen. Kitas sind wieder in den Regelbetrieb übergegangen, sofern sie ferienbedingt nicht mehr geschlossen haben.
  • Sachsen: Die Kitas können zum Regelbetrieb übergehen – allerdings mit erhöhten Hygieneauflagen. Nach den Sommerferien Ende August sollen alle Schulen zum Regelbetrieb zurückkehren.
  • Sachsen-Anhalt: Kitas arbeiten im eingeschränkten Regelbetrieb. Sie sollen in den kommenden Wochen zum Normalbetrieb zurückkehren. Die Schulen sollen nach den Sommerferien Ende August ebenfalls vom Corona-Betrieb mit Wechselmodell und starren Gruppen in den Normalbetrieb wechseln.
  • Schleswig-Holstein: Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten. Seit Montag werden die Kinder auf den Inseln und Halligen bereits wieder unterrichtet. Die Kitas können in den Regelbetrieb zurückkehren. Die Landesregierung empfiehlt dringend, dass an Schulen Mund-Nasen-Schutz getragen wird.
  • Thüringen: In allen Kitas gilt ein eingeschränkter Regelbetrieb. Kindergärten und Grundschulen öffnen für alle Kinder täglich. Nach den Sommerferien Ende August sollen alle Schulen zum Regelbetrieb zurückkehren.

Feste und Veranstaltungen

  • Baden-Württemberg: Öffentliche Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 500 Menschen sind seit Samstag erlaubt. Ab dem 1. September sollen auch Messen mit mehr als 500 Personen wieder öffnen dürfen. Großveranstaltungen wie Volksfeste, auf denen kaum Hygienemaßnahmen durchsetzbar sind, bleiben allerdings bis Ende Oktober verboten.
  • Bayern: Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Und die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt.
  • Berlin: Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl von Messen, Tagungen und gewerblichen Freizeitangeboten im Innenbereich wird bis zum 1. Oktober schrittweise auf 1.000 erhöht, seit 1. August sind 500 Menschen erlaubt. Draußen dürfen bei solchen Veranstaltungen momentan bis zu 1.000 und vom 1. September an bis zu 5.000 Menschen zusammenkommen. Diese Obergrenzen gelten auch für private und familiäre Veranstaltungen.
  • Brandenburg: Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen wieder mit bis zu 1.000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Abstands- und Hygieneregeln sowie im Freien ein geregelter Zutritt und in Räumen genügend Frischluft und das Erfassen von Personendaten müssen gewährleistet werden. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen bleiben bis Ende Oktober verboten.
  • Bremen: Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in Innenräumen sind erlaubt. Unter freiem Himmel können bis zu 400 Personen zu einer Veranstaltung zusammenkommen. Voraussetzungen für solche Zusammenkünfte sind ein Hygienekonzept und die Einhaltung des Abstandes von mindestens 1,5 Metern zueinander. Die Veranstalter müssen zudem die Namen der Teilnehmenden protokollieren.
  • Hamburg: Unter Auflagen sind wieder Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig.
  • Hessen: Prinzipiell müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen nicht mehr genehmigt werden, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt. Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind wieder erlaubt, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und jedem Zuschauer drei Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Größere Veranstaltungen sind wieder möglich: In Räumen dürfen maximal 200 Menschen teilnehmen, bei Veranstaltungen im Freien 500. In Ausnahmen können in Räumen auch bis zu 400 und im Freien bis zu 1.000 Menschen zugelassen werden. Über diese Zahl hinaus soll es zunächst keine Genehmigungen geben. Bei Familienfeiern sind höchstens 50 Personen zulässig, bei Hochzeiten, Jugendweihen oder religiösen Festen auch 75, ebenso bei Trauungen und Beisetzungen. Volksfeste bleiben verboten.
  • Niedersachsen: Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt. Feste wie Taufen, Hochzeiten sowie Beerdigungen sind bis zu 50 Personen möglich. Für Veranstaltungen zum Beispiel im Kulturbereich gilt eine Obergrenze von 500 Besuchern.
  • Nordrhein-Westfalen: Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage mit höchstens 150 Teilnehmern sind unter Auflagen erlaubt. Die gleiche Teilnehmerzahl gilt für Beerdigungen. Voraussetzung sind die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste. Messen dürfen nur unter Auflagen stattfinden. Veranstaltungen im Kultur- oder Bildungsbereich mit maximal 300 Teilnehmenden brauchen nicht mal ein Hygienekonzept.
  • Rheinland-Pfalz: In Innenräumen dürfen sich bei Veranstaltungen, darunter auch Messen oder Märkte, bis zu 150 Menschen versammeln. Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 350 Menschen möglich, wenn der Abstand gewahrt bleibt und Kontaktdaten erfasst werden. Familienfeste oder Hochzeiten sind unter anderem dann möglich, wenn der Personenkreis vorher festgelegt wird und höchstens 75 Gäste kommen.
  • Saarland: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 700 Menschen zugelassen, in geschlossenen Räumen mit bis zu 350. Vom 24. August an sind Höchstgrenzen von 1.000 Teilnehmern unter freiem Himmel und 500 in geschlossenen Räumen vorgesehen.
  • Sachsen: Bei Familienfeiern außerhalb privater Räume dürfen sich bis zu 100 Menschen treffen. Tagungen, Kongresse und kleinere Messen mit höchstens 1.000 Besuchern sind wieder zulässig - Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte. In Jazzclubs oder anderen kleineren Lokalitäten können Konzerte stattfinden. Bis zu 1.000 Personen dürfen beim Breiten- und Freizeitsport unter Auflagen zuschauen, also auch bei Fußballspielen. Für Profifußball gilt diese geplante Lockerung noch nicht - es wird aber überlegt, dies zum 1. September zu ermöglichen.
  • Sachsen-Anhalt: Zu privaten Feiern dürfen bis zu 50 Menschen kommen. Bei professionell organisierten Festen wie Hochzeiten, Trauerfeiern oder Veranstaltungen wie Fachtagungen, Vereinstreffen oder Parteiversammlungen sind unter freiem Himmel bis zu 1.000 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Teilnehmerzahl für solche Veranstaltungen auf 250 begrenzt, vom 29. August an dürfen bis zu 500 kommen.
  • Schleswig-Holstein: Veranstaltungen im Freien sind für bis zu 500 Teilnehmende erlaubt, in geschlossenen Räumen für bis zu 250.
  • Thüringen: Messen, Spezialmärkte und andere gewerbliche Ausstellungen sind erlaubt, wenn genehmigte Infektionsschutzkonzepte vorliegen. Private Feiern in geschlossenen Räumen müssen ab 30 Teilnehmern zwei Tage im Voraus bei der jeweiligen Kommune angemeldet werden. Sportveranstaltungen sind im Freien mit bis zu 200 Zuschauern erlaubt, wenn ein genehmigtes Infektionsschutzkonzept vorliegt.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

Zum Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten haben sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie verständigt. Danach soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind.

So soll zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie eingegangen werden. "Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen", heißt es in dem Beschluss.

Dem Papier zufolge sollen die Länder Vorsorge dafür treffen, dass Reisende aus Regionen mit erhöhten Corona-Infektionen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden beziehungsweise ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind.

Ansonsten gilt:

  • Baden-Württemberg: Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder öffnen, genauso wie Hotels.
  • Bayern: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder öffnen, ebenso Wellnessbereiche.
  • Berlin: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können öffnen.
  • Brandenburg: Ferienwohnungen und Hotels dürfen Gäste aufnehmen. Auch Campingplätze sind geöffnet.
  • Bremen: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätze ebenso.
  • Hamburg: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste beherbergen.
  • Hessen: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren, Campingplätze ihre Tore öffnen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Hotels und Ferienwohnungen sind geöffnet. Gleiches gilt für Campingplätze. Tagesbusreisen nach Mecklenburg-Vorpommern sind erlaubt, individuelle Tagesausflüge in das Land mit Auto oder Bahn dagegen sind weiterhin untersagt.
  • Niedersachsen: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet.
  • Nordrhein-Westfalen: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können aufmachen.
  • Rheinland-Pfalz: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für den Tourismus öffnen.
  • Saarland: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für den Tourismus öffnen.
  • Sachsen: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen können öffnen.
  • Sachsen-Anhalt: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels und Campingplätze ebenfalls.
  • Schleswig-Holstein: Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze dürfen öffnen. Öffnungszeiten-Beschränkungen für Restaurants wurden aufgehoben.
  • Thüringen: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen aufmachen.

Demonstrationen

  • Baden-Württemberg: Versammlungen sind erlaubt - allerdings mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes, zum Beispiel zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.
  • Bayern: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.
  • Berlin: Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.
  • Brandenburg: Demonstrationen im Freien sind wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden.
  • Bremen: Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden.
  • Hamburg: Für größere Versammlungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung mehr. Es wird jeweils der Einzelfall mit Blick auf Hygiene- und Abstandsregeln geprüft.
  • Hessen: Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Demonstrationen und Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt, in Ausnahmefällen nach besonderer Genehmigung auch mit bis zu 1.000 Teilnehmern.
  • Niedersachsen: Demonstrationen unter freiem Himmel können ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.
  • Nordrhein-Westfalen: Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt - bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl an Teilnehmern, gerechnet auf die Gesamtfläche.
  • Rheinland-Pfalz: Demonstrationen im Freien sind unter Auflagen möglich.
  • Saarland: Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter Auflagen erlaubt.
  • Sachsen: Kundgebungen sind nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.
  • Sachsen-Anhalt: Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.
  • Schleswig-Holstein: Versammlungen und Demonstrationen sind mit bis zu 500 Teilnehmern im Freien und mit bis zu 250 in geschlossenen Räumen möglich.
  • Thüringen: Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl sind möglich.

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(dpa/szu/lh/mf/thp/awa/ff)

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