• 16:53 Uhr: ➤ Britischer Gesundheitsminister trotz Doppel-Impfung infiziert
  • 13:23 Uhr: Wissenschaftler erwarten vierte Corona-Welle im Herbst
  • 12:06 Uhr: Malu Dreyer dringt auf "neuen Warnwert" in der Pandemie
  • 11:44 Uhr: Erste Bundesländer knacken 50-Prozent-Marke bei Geimpften
  • 09:01 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt den zehnten Tag in Folge
  • 05:05 Uhr: Astrazeneca-Entwicklerin stellt Impfung von Kindern infrage

➤ Britischer Gesundheitsminister trotz Doppel-Impfung infiziert

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Javid in einer Videobotschaft auf Twitter mit. Er habe sich etwas angeschlagen gefühlt und dann einen Antigen-Test gemacht - der habe sich als positiv herausgestellt. Nun warte er auf das Ergebnis eines PCR-Tests.

"Ich bin dankbar, dass ich zwei Impfdosen bekommen habe und bisher sind meine Symptome sehr mild", so Javid weiter. Er rief die Menschen auf, sich ebenfalls impfen zu lassen.

In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen wieder massiv an. Die 7-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit rund 345 angegeben (Stand: 11. Juli). Allein am Freitag wurden mehr als 50.000 Neuinfektionen registriert. Zurückgeführt wird das unter anderem auf die starke Ausbreitung der Delta-Variante.

Trotzdem sollen am Montag alle Corona-Maßnahmen in England aufgehoben werden. Die Regierung argumentiert, durch das erfolgreiche Impfprogramm sei die Verbindung zwischen Infektionen und Krankenhauseinweisungen sowie Todesfällen geschwächt. Experten sehen vor allem den Verzicht auf die Maskenpflicht kritisch. In den kommenden Wochen wird mit bis zu 100.000 täglichen Neuinfektionen im Vereinigten Königreich gerechnet.

Die weiteren Corona-News:

Israel: Corona-Neuinfektionen überschreiten wieder 1.000er-Marke

22:51 Uhr: Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat erstmals seit vier Monaten wieder die 1.000er-Marke überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte am Samstag mit, binnen 24 Stunden seien 1.118 neue Fälle gemeldet worden. Dies ist die höchste Zahl seit Mitte März. Während des Höhepunkts der Pandemie im Januar war die Zahl der täglichen Fälle in Israel allerdings auf über 10.000 gestiegen.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung am Freitag gesagt, die Delta-Variante sorge zu einem weltweiten Anstieg der Corona-Fälle, "auch in geimpften Ländern wie Großbritannien, den USA und Israel". Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, "dass die Wirksamkeit der vorhandenden Impfstoffe gegen die Delta-Variante schwächer ist, als wir gehofft hatten". Es zeige sich, dass das Problem nicht allein durch Impfungen gelöst werden könne. Die Delta-Variante war zuerst in Indien entdeckt worden und gilt als besonders ansteckend.

Angesichts des neuen Anstiegs der Infektionen will Israel von Mittwoch an wieder Beschränkungen für Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen einführen. An solchen Veranstaltungen dürfen dann erneut wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Außerdem gilt in geschlossenen Räumen wieder Maskenpflicht.

Rund 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, mehr als 56 Prozent auch die zweite Dosis. Die Zahl der Schwerkranken ist binnen eines Monats von 19 auf 58 gestiegen. Mehr als die Hälfte davon hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken noch bei rund 1.200 gelegen.

Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Frankreich

21:32 Uhr: In Frankreich haben mehr als hunderttausend Menschen gegen die von Präsident Emmanuel Macron angekündigte Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Nach Angaben des Innenministeriums gingen landesweit knapp 114.000 Menschen bei mehr als 130 Protesten auf die Straße. In der Hauptstadt Paris waren es demnach etwa 18.000 Demonstrierende.

Zu Beginn der Woche hatte Macron angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Hygienemaßnahmen angekündigt. So soll in Kürze deutlich häufiger ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden müssen. Schon ab Mittwoch ist dies etwa für Kino- und Theaterbesuche der Fall, ab August soll dies auch für Fernzüge, Restaurants und Bars gelten. Außerdem wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal verkündet.

Das Land kämpft momentan gegen eine vierte Corona-Welle. Die Delta-Variante macht mittlerweile fast alle Fälle aus. Die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche lag zuletzt bei rund 50. In einigen Gebieten wie dem Département Pyrénées-Orientales an der Grenze zu Spanien lag der Wert noch deutlich höher.

Italien: Sieben weitere Corona-Fälle bei Spezia Calcio

21:00 Uhr: Beim italienischen Fußball-Erstligisten Spezia Calcio haben sich sechs weitere Spieler mit dem Coronavirus infiziert, wie der Verein am Samstag bekanntgab. Damit sind insgesamt sieben Profis infiziert, nachdem es bereits am Donnerstag einen Corona-Fall gegeben hatte.

Calcio hatte Anfang der Woche mit der Vorbereitung auf die neue Saison in der Serie A begonnen, nun ist aber das gesamte Team in Selbstisolation. Ein Mitglied des Personals ist ebenfalls positiv getestet worden.

Pessimismus kehrt in Spaniens Tourismussektor zurück

16:13 Uhr: Angesichts hoher Corona-Zahlen in Spanien hat sich die Tourismusbranche pessimistisch über die laufende Sommersaison geäußert. Es gebe einen "plötzlichen Rückgang" bei den Buchungen ausländischer Urlauber, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag unter Berufung auf den Vizepräsidenten des spanischen Tourismusverbandes Exceltur, José Luis Zoreda.

"Wenn sich die Corona-Zahlen weiter verschlechtern, schätzen wir, dass der Tourismus in diesem Sommerquartal einen Umsatz von 37,97 Milliarden Euro generieren wird, mehr als die 24,30 Milliarden im selben Zeitraum des Vorjahres, aber viel weniger als die 58,37 Milliarden des Jahres 2019", zitierte der Sender den Tourismusmanager.

Die Branche hatte wegen der fortschreitenden Impfkampagne auf eine weit stärkere Erholung des Geschäfts in diesem Sommer gehofft. Der Tourismus trägt in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, auf den auch bei Deutschen beliebten Urlaubsinseln der Balearen und auf den Kanaren sind es sogar rund 35 Prozent. Die Branche sichert Hunderttausende Arbeitsplätze.

Empörung bei Briten über Quarantänepflicht für Urlauber

15:12 Uhr: Die Kehrtwende der britischen Regierung bei den Regeln für Reiserückkehrer aus Frankreich hat bei der Tourismusbranche im Land und bei Urlaubern für Frust und Empörung gesorgt. Die Regierung in London hatte gestern überraschend mitgeteilt, dass die für Montag geplante Lockerung nicht für Frankreich gelten soll.

Zweifach geimpfte Reiserückkehrer müssen demnach in England weiterhin für zehn Tage in Quarantäne, wenn sie sich zuvor in Frankreich aufgehalten haben. Grund ist demnach die verhältnismäßig hohe Zahl an Infektionen mit der Beta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Südafrika festgestellt wurde.

Der Chef des Fluggesellschaften-Verbands Airlines UK, Tim Alderslade, bezeichnete die Entscheidung der Regierung als "willkürlich". Es sei unmöglich für Reisende und die Branche, Pläne zu machen, sagte er der BBC zufolge. Das Vertrauen der Verbraucher werde damit weiter untergraben, so Alderslade weiter. Easy-Jet-Geschäftsführer Johan Lundgren, warf der Regierung vor, "Verwirrung und Unsicherheit" zu stiften.

Wissenschaftler erwarten vierte Corona-Welle im Herbst

13:23 Uhr: Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Berlin erwarten anhand von Modellrechnungen eine vierte Corona-Welle im Herbst. Der aktuelle Anstieg der Inzidenzen sei "beunruhigend"; er werde beschleunigt, wenn die Schulen nach den Sommerferien ohne Schutzmaßnahmen öffnen und im Herbst Aktivitäten nach drinnen verlagert würden, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. Letzteres werde auch zu einem Anstieg der Krankenhauseigangszahlen führen.

Die Wissenschaftler um den Mobilitätsforscher Kai Nagel zeigen in dem Bericht für das Bundesforschungsministerium mit Simulationen, dass sich bei einer Öffnung der Schulen nach den Sommerferien ohne Schutzmaßnahmen eine Infektionswelle bei den Schülerinnen und Schülern ergibt, die auch zu einer Welle bei den Erwachsenen führt. Andersherum führe eine Infektionswelle bei den Erwachsenen auch zu einer Infektionswelle bei den Schülern.

Sie empfehlen mechanische Lüftungssysteme in den Schulen, verbunden mit dem flächendeckenden Einsatz von Schnelltests und/oder PCR-Tests, war die Infektionsdynamik "deutlich" reduzieren könne. "Bei konsequenter Umsetzung sind Schulschließungen oder Wechselunterricht nicht notwendig." Die derzeit üblichen zwei Schnelltests pro Woche seien aber "bei weitem nicht ausreichend."

Die Wissenschaftler erklären in dem Bericht, dass die vierte Welle im Herbst in ihren Simulationen auch ausbleiben kann: Voraussetzungen sind, "wenn die Impfstoffe gegen Delta deutlich besser wirken als derzeit bekannt, oder wenn eine Impfquote von 95 Prozent erreicht wird".

Immunologe stellt klar, welche Rolle Gewicht und Alter bei der Impfung spielen

Welchen Einfluss haben Gewicht und Alter auf die Wirksamkeit von Vakzinen? Schützen die Impfstoffe beleibte Personen weniger gut gegen das Coronavirus? Ein Immunologe gibt Antworten.

Malu Dreyer dringt auf "neuen Warnwert" in der Pandemie

12:06 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer dringt darauf, dass sich Bund und Länder auf einen "neuen Warnwert" zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland verständigen. Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig sei die Steigerung der Impfquoten. "Und die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen."

Dreyer betonte, die Inzidenz dürfe auch in Zukunft nicht ignoriert werden. "Wir sollten die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner aber verknüpfen mit der Lage in den Krankenhäusern: Wer wird eingeliefert, wer muss auf die Intensivstation?"

Dreyer sprach sich dafür aus, bei der Ministerpräsidentenkonferenz im August über die Aufhebung sämtlicher Corona-Beschränkungen zu beraten. Es stelle sich die Frage: "Wie viel Grundrechtseinschränkung geht überhaupt noch, wenn Ende August alle Erwachsenen ein Impfangebot bekommen haben?" Einschränkungen für Nicht-Geimpfte bis hin zu Reiseverboten lehnte sie ab. "Das würde vor allem Familien treffen. Selbst wenn die Eltern geimpft sind, könnten Sie nicht reisen, wenn die Kinder nicht geimpft sind", sagte Dreyer.

Erste Bundesländer knacken 50-Prozent-Marke bei Geimpften

11:44 Uhr: In Bremen und dem Saarland ist jeweils mehr als die Hälfte der Einwohner nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die beiden Bundesländer überschritten als erste die Marke von 50 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Laut RKI wurden gestern in Deutschland 601.220 Impfdosen verabreicht. Bundesweit sind damit nun rund 38,2 Millionen Menschen oder 45,9 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen COVID-19 geimpft, wofür bei den meisten eingesetzten Impfstoffen zwei Dosen nötig sind. Insgesamt haben 59,7 Prozent oder rund 49,6 Millionen Einwohner mindestens die erste Spritze erhalten.

Während Bremen mit 50,6 Prozent und das Saarland mit 50,1 Prozent vollständig Geimpfter beim Impftempo an der Spitze liegen, bilden Sachsen und Brandenburg mit je 42,6 Prozent das Schlusslicht. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit 48,8 Prozent derzeit auf Platz drei.

Arbeitgeber-Präsident fordert Klartext von Angela Merkel

11:07 Uhr: Arbeitgeber haben vor einem nachlassenden Impftempo in Deutschland gewarnt. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir müssen weiter impfen, impfen, impfen, damit sich die Lage weiter stabilisiert."

Dulger schlug vor, dass sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier oder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den 20-Uhr-Nachrichten an die Bürger wenden und sagen: "Liebe Leute, wir sind noch nicht übern Berg. Bitte lasst euch impfen. Es ist jetzt genügend Impfstoff da." Dies wäre "ein gutes Signal".

Die Corona-Inzidenz steigt seit knapp zwei Wochen an, zuletzt in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen besonders deutlich. Bei den Impfungen hatten erste Länder deutliche Einbrüche gemeldet. Dulger sagte, Arbeitgeber und Gewerkschaften hätten an die Beschäftigten appelliert, die Impf- und Testangebote weiter anzunehmen und so zu einer hohen Durchimpfungsrate beizutragen. "Wir Sozialpartner sind zuversichtlich, dass wir mit einer gemeinsamen Anstrengung der nationalen Impfkampagne zum Erfolg verhelfen und ein hohes Schutzniveau erreichen können."

Högl fordert Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten

09:53 Uhr: Die Wehrbeauftragte Eva Högl hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen. "Da uns Covid-19 noch auf absehbare Zeit beschäftigen wird, befürworte ich eine Aufnahme in den Katalog duldungspflichtiger Impfungen", sagte Högl den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsatz gehen, sei die Impfung bereits verpflichtend.

In der Bundeswehr wurde die Duldungspflicht für Impf- und Vorsorgemaßnahmen vor einigen Jahren eingeführt. Dazu zählen etwas Impfungen gegen bestimmte übertragbare Krankheiten. Im Verteidigungsministerium läuft eine Prüfung, ob die Corona-Impfung in die Liste mit aufgenommen werden soll.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hält dies derzeit nicht für angebracht: "Es gibt in Deutschland keine Impfpflicht, das bedeutet, dass es auch für die Soldaten und Soldatinnen keine Impflicht geben kann", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie wünsche sich aber, dass alle so vernünftig seien, allein um die Kameraden zu schützen, sich impfen zu lassen.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt den zehnten Tag in Folge

09:01 Uhr: Den zehnten Tag in Folge ist die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie aktuell bei 9,4 - gestern betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1.608 Corona- Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.743.389 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.638.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.359.

Corona-Zahlen: Sieben-Tage-Inzidenz steigt zum zehnten Mal in Folge an

Das Robert-Koch-Institut meldet den zehnten Tag in Folge eine steigende bundesweite Inzidenz. Mehr als 1.600 neue Corona-Fälle wurden übermittelt.

Astrazeneca-Entwicklerin stellt Impfung von Kindern infrage

05:05 Uhr: Die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, hat den Nutzen einer Corona-Impfung für alle Kinder in Frage gestellt. Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen, sagte Gilbert im Interview mit "Welt" und anderen europäischen Medien.

Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, so dass Leute trotz zwei Impfungen mit einem milden Verlauf krank würden. Schwere Fälle und Todesfälle seien aber selten. "Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?"

Zugleich machte Gilbert deutlich, dass eine Impfung für manche Kinder sinnvoll sein könnte. "Für eine sehr kleine Zahl von Kindern ist das Virus gefährlich. Länder sollten erwägen, diese zu impfen", sagte Gilbert.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
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Diese Länder haben bereits eine Impfpflicht gegen Corona eingeführt

Frankreich und Griechenland haben am Montag eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte eingeführt, Deutschland diskutiert einen solchen Schritt für Lehrer. Egal wo, eine Impfpflicht wird weltweit als Mittel gegen die Pandemie gesehen. Welche Staaten sie bereits durchgesetzt haben, zeigt unsere Übersicht.