Außenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. Eric Trump wirft den Demokraten vor, das Coronavirus auszuschlachten. Die News vom 17. Mai.

  • 21:15 Uhr: Maas: Corona-Reisewarnung könnte ab 15. Juni wegfallen
  • 17:11 Uhr: Fleisch-Plan der Grünen stößt auf Kritik der Linken: "Das Schnitzel als sozialer Spalter"
  • 16:35 Uhr: Trump-Sohn: Demokraten schlachten Coronavirus-Pandemie aus
  • 15:40 Uhr: IfW-Chef hat Hoffnung auf rasche Wirtschaftserholung aufgegeben
  • 15:34 Uhr: Regeln für Gastgewerbe weiter gelockert - Kritik des Branchenverbands
  • 12:35 Uhr: Komiker Jim Carrey sorgt mit Video-Angriff auf Donald Trump für viele Lacher im Netz
  • 11:01 Uhr: SPD-Fraktionsvize Post wirft Bayern "Null-Solidarität-Politik" vor

Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr

21:15 Uhr: Außenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. "Es gibt vielfach positive Entwicklungen", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, kündigte er an. "Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?"

Maas will an diesem Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Griechenland, Spanien, Italien, Österreich, Kroatien, Portugal, Malta sowie Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen.

Maas warb zugleich dafür, die Quarantänebestimmungen innerhalb der EU aufzuheben, sie sollten nur noch für Menschen gelten, die aus Drittstaaten von außerhalb einreisen.

Bareiß: Chance auf Sommerurlaub in der Fremde steigt

17:26 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht eine steigende Chance für Sommerurlaub auch in anderen europäischen Ländern.

"Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können", sagte Bareiß der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montagsausgaben). Ziel sei, dass wieder alle Länder in Europa bereist werden können.

Nach der Ankündigung Italiens, am 3. Juni wieder die Einreise von Touristen zu gestatten, wird es dem CDU-Bundestagsabgeordneten zufolge Gespräche über die konkrete Umsetzung geben.

Das Zählen der Schwäne auf der Themse fällt wegen der Corona-Pandemie aus

17:19 Uhr: Die alljährliche Tradition der königlichen Schwanenzählung auf der Themse im Südosten Englands muss in diesem Jahr Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das sogenannte "Swan Upping" könne in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Vorgaben zum Abstandhalten nicht gewährleistet werden könnten, berichteten mehrere britische Sonntagszeitungen.

Die Begutachtung der Tiere findet jedes Jahr über fünf Tage hinweg im Juli statt. In diesem Jahr war der Zensus einem Palastsprecher zufolge für den 13. bis 17. Juli angesetzt.

Zu dem Spektakel gehören die sogenannten "Swan Upper" in roten Uniformen, die regelmäßig große Menschenmengen am Ufer der Themse anlocken.

Bei der Schwanenzählung handelt es sich um ein Ritual aus dem zwölften Jahrhundert. Es ist erst das zweite Mal in der 900 Jahre alten Tradition, dass das Ritual abgesagt werden muss.

Linken-Chef Bartsch kritisiert Grüne: "Das Schnitzel darf nicht sozial spalten"

17:11 Uhr: Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, kritisiert den Vorstoß des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck für einen Mindestpreis für Tierprodukte.

"Die Preisdebatte der Grünen springt viel zu kurz und gibt moralisch implizit den Verbrauchern die Schuld", sagte Bartsch der "Welt". "Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel."

Aber auch Bartsch gibt zu: "Weil die Zustände in den Schlachthöfen größtenteils skandalös sind, brauchen wir eine Strukturdebatte zur Landwirtschaft: zwölf Euro Mindestlohn, bessere Arbeitsbedingungen, lückenlose Kontrollen und weg von massenhaften Antibiotika."

Trump-Sohn: Demokraten schlachten Coronavirus-Pandemie aus

Eric Trump meint, die Demokraten würden die Corona-Pandemie ausschlachten.

16:35 Uhr: Der Sohn von US-Präsident Donald Trump, Eric Trump, hat den US-Demokraten vorgeworfen, Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu Wahlkampfzwecken zu missbrauchen. Die Demokraten würden das Thema "jeden einzelnen Tag zwischen jetzt und dem 3. November ausschlachten", sagte Eric Trump am Samstagabend (Ortszeit) dem Sender Fox News mit Blick auf den Wahltag.

"Und wissen Sie was? Nach dem 3. November wird (das) Coronavirus plötzlich wie von Zauberhand weggehen und verschwinden, und jeder wird in der Lage sein, wieder zu öffnen." Er schien auf demokratische Gouverneure anzuspielen, die sich Bestrebungen des Präsidenten widersetzen, ihre Bundesstaaten trotz der Pandemie möglichst schnell wieder zu öffnen.

Eric Trump unterstellte dem designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, die Lage auszukosten, weil der Präsident derzeit wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus keine großen Wahlkampfveranstaltungen abhalten kann. "Biden liebt das. Biden kann auf keine Bühne gehen, ohne einen furchtbaren Patzer zu begehen."

Die Demokraten versuchten, Donald Trump seinen größten Vorteil zu nehmen - dass er Arenen mit Zehntausenden Menschen füllen könne. "Joe Biden bekommt keine zehn Menschen in einen Raum." Die USA haben in der Pandemie mehr als 88.000 Tote zu beklagen.

Bundesregierung sieht gute Chancen für Sommerurlaub in Europa

16:10 Uhr: Die Bundesregierung geht davon aus, dass in weiten Teilen Europas trotz Corona-Pandemie in diesem Sommer Urlaub möglich sein wird. "Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können", sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag).

Ziel sei es, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden könnten, sofern die Krankheitsentwicklung es zulasse und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kämen.

Bareiß betonte, man müsse sichergehen, dass man nicht zu früh starte. Gerade in den besonders vom Tourismus abhängigen Regionen Südeuropas sei der Druck zur Wiedereröffnung von Hotels und Ferienanlagen groß. Er sei jedoch "überzeugt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird". Auch Ziele außerhalb Europas könnten
schrittweise wieder angesteuert werden. Eine Voraussetzung dafür müssten die Fluggesellschaften schaffen. "Es bringt ja nichts, wenn man am Strand Abstand wahrt, aber davor dicht an dicht schutzlos im Flieger gesessen ist."

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

IfW-Chef hat Hoffnung auf rasche Wirtschaftserholung aufgegeben

15:40 Uhr: Die deutsche Wirtschaft wird nach Ansicht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel auch nach dem Ende des Lockdowns lange nicht zu alter Stärke finden. "Wir müssen unsere Prognosen vom Beginn der Krise revidieren", sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr am Sonntag dem Magazin "Spiegel". Es sei davon auszugehen, "dass wir auch im dritten Quartal nicht zum Normalniveau zurückfinden. Dafür sind wir zu tief gefallen."

Felbermayr sagte, die aktuellen Wirtschaftsdaten deuteten nicht mehr auf den erhofften V-Verlauf der Rezession hin, also einen tiefen Einbruch gefolgt von einer rasanten Erholung. Laut Berechnungen des IfW entfalle auf den Lockdown selbst nur ein Drittel des Schadens am Bruttoinlandsprodukt. Daneben seien weitere belastende Faktoren getreten, allen voran eine rasant zunehmende Sorge vor der Zukunft.

Regeln für Gastgewerbe werden weiter gelockert

15:34 Uhr: Das Gastgewerbe kann in vielen Bundesländern zumindest ein bisschen aufatmen. Am Montag werden in weiteren Bundesländern die Öffnungsverbote für Restaurants, Cafés, Hotels und andere Einrichtungen aufgehoben. Der Branchenverband Dehoga kritisierte allerdings uneinheitliche Regelungen selbst in den Ländern.

Die Regelungen unterscheiden weiter stark: Während in Berlin Kneipen auch am Wochenende noch geschlossen blieben, konnten beispielsweise in Brandenburg die Wirte bereits des Ausschank starten.

Überall gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln: Menschen müssen in Restaurants 1,5 Meter Abstand halten, Service-Kräfte dürfen häufig nur mit einem Mund-und-Nasen-Schutz bedienen. Auch bei Hotels und Ferienunterkünften zeigt sich ein ähnlicher Flickenteppich.

Der Dehoga-Landesverband Brandenburg kritisierte die unterschiedliche Umsetzung der Lockerungsverordnungen des Landes durch Kommunen und Landkreise für das Gastgewerbe und wünschte sich mehr Einheitlichkeit. Er bekomme zahlreiche wütende Anrufe von Kollegen, die sich über unterschiedliche Regelungen beschwerten, sagte der brandenburgische Dehoga-Präsident Olaf Schöpe.

380 Festnahmen - Warschauer Polizei verteidigt Einsatz gegen Protest

Ein Polizist mit medizinischem Mundschutz sprüht Pfefferspray auf Demonstranten, die ein Ende der wirtschaftlichen Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie fordern. In mehreren Städten in ganz Europa fanden Demonstrationen statt, wobei in Polen auch Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt wurde.

15:18 Uhr: Die Warschauer Polizei hat ihr rigoroses Vorgehen gegen Demonstranten vom Samstag verteidigt. Ein sogenannter "Unternehmerprotest" gegen coronabedingte Einschränkungen des Wirtschaftslebens sei von Anfang an gesetzwidrig gewesen, erklärte ein Polizeisprecher dem Fernsehsender TVN24 am Sonntag.

Insgesamt seien 380 Personen vorübergehend festgenommen worden, weil sie nicht nur gegen das während der Corona-Pandemie geltende Versammlungsverbot verstoßen, sondern sich obendrein aggressiv gegenüber Polizisten verhalten hätten.

Teilnehmer der Proteste vom Samstag hatten der Polizei unangemessene Gewalt und den unnötigen Einsatz von Tränengas vorgeworfen. Trotz eines Verbots hatten unabhängige Unternehmer am Samstag eine Demonstration organisiert, um eine schnellere Lockerung des Wirtschaftslebens zu verlangen.

Dies nützten verschiedene andere Gruppen für eigene Protestkundgebungen gegen die Regierung und ihre Corona-Maßnahmen. TV-Bilder zeigten Hunderte vorwiegend jüngere Menschen, von denen viele polnische Fahnen schwenkten und Slogans wie "Für ein freies Polen!" riefen.

So wenig Corona-Tote in Spanien wie zuletzt zu Beginn der Pandemie

14:31 Uhr: Die Zahl der pro Tag in Spanien mit COVID-19 gestorbenen Menschen ist bis Sonntag auf 87 gefallen, so wenig wie seit zwei Monaten nicht mehr. Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Videokonferenz mit den Chefs der Regionalregionen mitgeteilt, berichteten nationale Medien.

Seit dem 17. März hatte die Zahl der Corona-Toten in Spanien jeden Tag über 100 gelegen, Anfang April waren sogar mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit COVID-19 registriert worden. Allerdings könne die jetzt genannte Zahl von 87 leicht höher gewesen sein, weil am Wochenende nicht alle Todesmeldungen sofort weitergegeben würden, hieß es.

Mit mehr als 27.500 Toten und über 230.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie weltweit am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen besser.

Tourismusindustrie wirft Bundesregierung Feigheit vor Brüssel vor

13:51 Uhr: Die deutsche Tourismuswirtschaft hat der Bundesregierung Feigheit vor Brüssel vorgeworfen, weil sich der Bund nicht über die Ablehnung der EU von Reisegutscheinen hinwegsetze. Verbandspräsident Michael Frenzel sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Zwölf Länder haben obligatorische Gutscheine eingeführt, nur Deutschland traut sich nicht." Deshalb sei die Gutscheinlösung für ausgefallene Reisen wohl vom Tisch. Bisher habe kein Minister die notwendige Traute. "Ein Irrsinn", so Frenzel.

Die Europäische Union (EU) und Verbraucherschützer verlangen, dass Kunden für nicht angetretene Reisen ihr Geld zurückbekommen, die Branche will den Kunden stattdessen Gutscheine geben. Frenzel sagte der "FAS": "Das Geld der Kunden haben die Veranstalter weitergeleitet an Airlines und Hotels, da ist gegenwärtig nichts zu holen."

Es gehe um 4,4 Milliarden Euro bis Ende Juni, knapp sieben Milliarden Euro bis Ende August. Weil ohne staatliches Eingreifen Reiseveranstalter reihenweise in die Knie gehen würden, zahle der Steuerzahler am Ende in jedem Fall.

In der "Bild am Sonntag" sagte Frenzel, der Tourismuswirtschaft werden in diesem Jahr mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz fehlen. Er forderte einen Rettungsfonds, um die Milliardenverluste abzufangen.

Chinas oberster Gesundheitsberater fürchtet zweite Corona-Welle

13:30 Uhr: Der oberste Gesundheitsberater der chinesischen Regierung fürchtet eine zweite Coronavirus-Welle in seinem Land. Wegen fehlender Immunität sei die Mehrheit der Chinesen derzeit weiterhin anfällig für das Virus, sagte Zhong Nanshan dem Sender CNN. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung." Die Lage sei in China nicht anders als in anderen Ländern.

Nach monatelangen Ausgangssperren und Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie konnte China das Virus weitgehend unter Kontrolle bringen. Es gibt aber Furcht vor einer möglichen zweiten Welle, da zuletzt neue Infektionscluster in nordöstlichen Provinzen und der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten waren. In Wuhan hatte die Pandemie ihren Ursprung genommen.

Staatssekretär: Tourismus-Ziele in Frankreich bis Ende Juni öffnen

13:16 Uhr: Frankreichs Staatssekretär für Tourismus hat sich dafür ausgesprochen, bis Ende Juni so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich wieder zu öffnen. Er wünsche sich, dass zum 21. Juni, dem Tag des Sommerbeginns, ein Maximum der Orte wieder Besucher empfangen könne, sagte Jean-Baptiste Lemoyne der Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche".

Je nach Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sei das vielleicht auch schon früher möglich. Am 25. Mai solle ein zeitlicher Ausblick für die Wiedereröffnung im Tourismus-Bereich gegeben werden, sagte der Staatssekretär.

In Frankreich öffneten am Wochenende erste Strände und touristische Ziele wie die Marienwallfahrtsstätte in Lourdes oder die berühmte Insel Mont Saint-Michel.

Innenminister Christophe Castaner kritisierte, dass Italien die Einreise für Ausländer ab dem 3. Juni wieder erlauben will. Es sei wichtig, dass diese Entscheidungen auf europäischer Ebene koordiniert würden, sagte Castaner am Samstag im nordfranzösischen Veules-les-Roses. Er wünsche sich mehr Solidarität und weniger einseitige Entscheidungen.

Komiker Jim Carrey veralbert Donald Trump mit Corona-Video

12:35 Uhr: Star-Komiker Jim Carrey hat mit seinem eigenwilligen Kommentar zu einer Rede von Donald Trump für Lacher im Netz gesorgt.

In einem Twitter-Video des 58-Jährigen ist eine Aufzeichnung einer Rede des US-Präsidenten zu sehen. Dann erscheint Carrey im Bild - scheinbar hustend und schnäuzend in Richtung des US-Präsidenten. Zum Schluss des Clips klebt er dann sein benutztes Taschentuch an den Fernsehbildschirm - und verdeckt damit Trumps Gesicht.

Das Video wurde tausendfach auf Twitter geteilt und kommentiert. "Das ist einfach nur fantastisch", schrieb ein User. Ein anderer meinte: "Danke, Jim. Du bist der Beste." Unter den Kommentaren waren aber auch Stimmen, die Carrey für das Video kritisierten.

Markus Söder zu Zuschauer-Diskussion in der Bundesliga: "Wir sollten nicht übertreiben"

12:19 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält nichts von einer bereits einsetzenden Debatte über eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien der Bundesliga.

"Mit Corona kann man keinen Deal machen. Es ist vernünftiger und klüger, Schritt für Schritt zu gehen. Man sollte nicht übertreiben, wir haben gerade mal einen Spieltag absolviert", sagte der 53-Jährige im Sport1-Talk "Doppelpass".

Söder wollte deshalb zwar "keine Prognosen" geben, er verriet allerdings: "Wenn es keine zweite Welle geben sollte, kann man über vieles nachdenken."

Grüne wollen Neuausrichtung der deutschen Fleischwirtschaft

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, fordert Maßnahmen in der Fleischindustrie.

11:39 Uhr: Die Grünen fordern eine grundlegend Reform der Fleischproduktion in Deutschland, nachdem sich deutsche Schlachthöfe zunehmend zu Corona-Brennpunkten entwickelt hatten.

In einem sieben Punkte umfassenden Plan, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) vorliegt, verlangt Grünen-Chef Robert Habeck unter anderem einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen über Subunternehmen, bessere Haltungsbedingungen für Tiere, eine "korrekte Entlohnung" der Mitarbeiter und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in den Betrieben.

Die Ausbruch der Lungenkrankheit COVID-19 in mehreren Schlachthöfen werfe ein Schlaglicht auf die dramatischen Probleme der Agrarindustrie, schreibt Habeck. "Sie funktioniert nach dem Prinzip: Massenproduktion von Fleisch zu Dumpingpreisen dank Dumpingbedingungen." Für Montag hat auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Konzept dazu angekündigt.

In mehreren deutschen Schlachthöfen war die Krankheit zuletzt ausgebrochen. Im April war dies bereits in einem Fleischwarenwerk in Birkenfeld in Baden-Württemberg der Fall.

In den vergangenen Tagen waren Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit vielen Jahren in der Kritik.

SPD-Fraktionsvize Post wirft Bayern "Null-Solidarität-Politik" vor

11:01 Uhr: Der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Achim Post, hat Bayern in der Debatte um einen milliardenschweren Schutzschirm für Kommunen fehlenden Gemeinsinn in der Coronakrise vorgeworfen. "Es ist schon ein ganz schön abgeschmacktes Spektakel, wenn der bayerische Ministerpräsident (Markus) Söder seit Wochen den großen Krisenmanager auf der Bundesbühne mimt, aber in dem Moment, wo es einmal um Solidarität über bayerische Landesgrenzen hinaus geht, seinen Finanzminister auf Konfrontation schalten lässt", sagte Post am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Bayern lehnt Pläne des Bundesfinanzministeriums zu einem finanziellen Schutzschirm von Bund und Ländern ab, der gleichzeitig Gewerbesteuerausfälle der Kommunen in Höhe von 12 Milliarden ausgleichen und Altschulden in Höhe von 45 Milliarden Euro übernehmen soll.

Post sprach von einer "Null-Solidarität-Politik", die der Schwere der Krise nicht angemessen sei. "Zumal es beim Thema Altschulden, anders als Minister Füracker nahelegt, ja gar nicht darum geht, dass Bayern für irgendein anderes Bundesland irgendetwas zahlen müsste", sagte er.

"Bayern müsste nur akzeptieren, dass der Bund Kommunen in anderen Ländern als in Bayern hilft, die ohne eine Schuldenübernahme durch den Bund und das jeweilige Bundesland finanziell nicht mehr auf die Beine kommen."

Scharfe Kritik von Obama an Corona-Politik der US-Regierung

Obama übt Kritik an Trump und seiner Regierung.

10:52 Uhr: In einer außergewöhnlichen Stellungnahme hat der frühere US-Präsident Barack Obama die jetzige Führung des Landes wegen ihres Umgangs mit der Corona-Krise scharf kritisiert. In einem Video-Grußwort für eine Uni-Abschlussfeier sagte Obama am Samstag: "Diese Pandemie hat vor allem unsere Überzeugung zunichte gemacht, dass die Leute, die in der Verantwortung stehen, wissen, was sie tun."

"Viele von ihnen tun nicht einmal so, als seien sie verantwortlich", setzte Obama mit Blick auf die aktuelle Führung hinzu. Dabei nannte der demokratische Ex-Präsident keine Namen. Von vielen Beobachtern wurden seine Äußerungen aber als Kritik an seinem republikanischen Nachfolger Donald Trump gewertet.

In einem weiteren Grußwort für eine virtuelle Abschlussfeier von High-School-Schülern schlug Obama in die gleiche Kerbe. Er rief die Schüler dazu auf, dort Verantwortung zu übernehmen, wo die politische Führung versagt: "Zu tun, was sich gut anfühlt, was bequem ist, was einfach ist - so denken kleine Kinder. Leider denken auch viele sogenannte Erwachsene - darunter einige mit tollen Titeln und wichtigen Jobs - noch so. Deshalb ist die Lage auch so verkorkst."

Conte dämpft Hoffnung auf schnellen Neustart der Serie A

10:28 Uhr: Der Neustart der Bundesliga sorgt bei Fußballfans in Italien für große Sehnsucht - doch der italienische Regierungschef hat ihre Hoffnung auf eine schnelle Wiederaufnahme der Serie A gedämpft.

Es fehlten in der Corona-Pandemie noch Garantien für eine maximale Sicherheit, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend. "Um es zu wagen, ein Datum anzugeben, braucht man einige zusätzliche Garantien, die es im Moment nicht gibt."

Die italienische Fußball-Liga will die Wiederaufnahme der Spiele am 13. Juni. Am Montag darf mit dem Mannschaftstraining begonnen werden. Die Serie A war am 9. März mit zwölf verbleibenden Spieltagen unterbrochen worden. Italien ist von der COVID-19-Krankheit mit bislang rund 32.000 Toten besonders hart getroffen.

Ökonomen: Corona leert Rentenkasse

10:23 Uhr: Die Rentenkasse steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung von Ökonomen auf ein großes Finanzloch zu. Ursachen sind der rasante Anstieg der Kurzarbeit und die wachsende Arbeitslosigkeit, die die Beitragseinnahmen sinken lassen werden.

Da die Renten nicht gekürzt werden dürfen und die Bundesregierung die Höhe des Beitrags auf maximal 20 Prozent deckeln will, wird nach Einschätzung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan der Bund die Lücke füllen müssen.

"Die Bundeszuschüsse müssen wahrscheinlich schon 2022/23 in zweistelliger Milliardenhöhe steigen", sagte der Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in der bayerischen Landeshauptstadt. Aus der Steuerkasse fließt jetzt schon sehr viel Geld: Insgesamt 72 Milliarden musste der Bund 2019 zuschießen, damit alle Rentner ihr Geld bekamen.

Derzeit liegt der Rentenbeitrag bei 18,6 Prozent, die große Koalition will diesen bis 2024 stabil halten. Im März nahm die Rentenversicherung 19,5 Milliarden Euro Beiträge ein, nach 20,2 Milliarden im Februar und 20,3 Milliarden im Januar, wie Sprecher Dirk Heide mitteilt. Außerdem war Ende März die Rücklage noch mit gut 38 Milliarden Euro gefüllt.

Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

09:40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 174.355 angegeben - ein Plus von 583 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 175.752 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 7.914 Todesfälle, die JHU 7.938 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 153.400.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

  • Baden-Württemberg: 33.950 / +57 / 1648
  • Bayern: 45.427 / +87 / 2283
  • Berlin: 6447 / +19 / 182
  • Brandenburg: 3171 / +2 / 149
  • Bremen: 1164 / +14 / 37
  • Hamburg: 5029 / +12 / 232
  • Hessen: 9317 / +56 / 435
  • Mecklenburg-Vorpommern: 748 / +2 / 20
  • Niedersachsen: 11.155 / +63 / 544
  • Nordrhein-Westfalen: 36.286 / +221 / 1505
  • Rheinland-Pfalz: 6449 / +0 / 216 (Daten nicht aktualisiert)
  • Saarland: 2696 / +8 / 149
  • Sachsen: 5115 / +26 / 196
  • Sachsen-Anhalt: 1676 / +0 / 54
  • Schleswig-Holstein: 3000 / +2 / 126
  • Thüringen: 2725 / +14 / 138

Mehr als eine halbe Million Corona-Fälle in Lateinamerika und der Karibik

09:35 Uhr: In Lateinamerika und der Karibik haben sich inzwischen mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben haben sich auf dem Subkontinent bis Sonntag 501.563 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 28.400 von ihnen starben an den Folgen.

Röttgen kritisiert Laschets Politik in Coronakrise

Norbert Röttgen kritisiert die Politik von Armin Laschet.

08:50 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, hat dem Mitbewerber und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet vorgeworfen, sich in der Corona-Krise parteipolitisch profilieren zu wollen. "Nach dem Erfolg der ersten fünf Wochen haben sich aus taktischen und parteipolitischen Interessen heraus die Lockerungsforderungen verselbstständigt", sagte Röttgen dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Konkret angesprochen auf Laschet sagte der CDU-Außenexperte, der Lockdown werde nun oft dargestellt als eine eigene Gefahr, und zwar für die Wirtschaft: "Das ist ein Denkfehler, den ich bei jedem kritisiere, der ihn macht."

Wenn man die Pandemie nicht unter Kontrolle bringe, werde auch die Wirtschaft weiter leiden, mahnte Röttgen. "Politiker und Parteien, die diese beiden Aspekte in der Regel aus taktischen Gründen vermengen, schwächen uns in der Bekämpfung einer so großen Gefahr wie dieser Pandemie", sagte der Außenexperte, ohne Laschet namentlich zu nennen.

Es gehe hier "um Profilierung". Er stimme ausdrücklich der Kanzlerin zu, die das Vorgehen einiger Ministerpräsidenten als zu forsch bezeichnet hatte, sagte Röttgen, der ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammt.

Röttgen äußerte ferner die Sorge, dass der Klimaschutz wegen der Corona-Krise wie in der Finanzkrise zum nachrangigen Thema wird. "Das ist ganz objektiv zu befürchten", sagte der frühere Bundesumweltminister.

Gerade jetzt müsse man aber langfristig und strategisch investieren, was auch bedeute, dass die Wirtschaft sich nachhaltiger ausrichten sollte: "Auch in der Krise müssen Wirtschaft und Klima nicht im Gegensatz zueinander stehen."

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Zahl der Corona-Todesopfer in Mexiko auf mehr als 5.000 gestiegen

05:56 Uhr: Mehr als 5.000 Menschen sind inzwischen nach offiziellen Zahlen in Mexiko in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl stieg nach Angaben der Regierung vom Samstagabend (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 278 auf 5.045.

Das nordamerikanische Land hat damit nach Daten von Forschern der US-Universität Johns Hopkins in der globalen Pandemie inzwischen die zwölftmeisten Toten zu beklagen - zuletzt überholte es China, wo das Virus zuerst festgestellt worden war.

Die Zahl der von der mexikanischen Regierung bestätigten Infektionen lag bei mehr als 47.000. Demnach gibt es knapp 10.700 aktive und gut 29.400 Verdachtsfälle. Fast 32.000 Menschen gelten als genesen.

Allerdings wird in Mexiko im internationalen Vergleich sehr wenig getestet. Nach Zahlen, die von Forschern der englischen Oxford-Universität zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 1,04 pro 1.000 Einwohner - in Deutschland waren es 37,57.

Brasiliens Bundesstaat São Paulo hat mehr Corona-Tote als China

05:12 Uhr: Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat China bei der Zahl der Corona-Toten überholt. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Samstag hervor. Demnach sind in dem mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesstaat Brasiliens bislang 4.688 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, in China mit mehr als einer Milliarde Einwohner 4.637 Menschen.

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 15.633 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 233.142 Infizierte wurden inzwischen registriert.
Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das Land mit kontinentalen Ausmaßen damit bei der Zahl der Todesopfer weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten ist es auf Platz vier der am schwersten betroffenen Länder vor Italien und Spanien gerückt. Immer mehr Krankenhäuser haben keine freien Intensivbetten mehr, provisorische Kliniken öffnen. Auf Friedhöfen werden die Leichen in Massengräbern beerdigt.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.