• Ein Containerschiff ist etwa sechs Kilometer nördlich vor der Insel Wangerooge auf Grund gelaufen.
  • Wann das Schiff geborgen werden kann, ist von der Tide abhängig.
  • UPDATE 12:09 Uhr: Die Vorbereitung für einen weiteren Schleppversuch laufen.

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Für das am Mittwochabend auf Grund gelaufene Containerschiff "Mumbai Maersk" in der Nordsee laufen Vorbereitungen für einen weiteren Schleppversuch bei Hochwasser. Ein Peilschiff sei an die Unfallstelle beordert worden, um aktuelle Informationen zu den Wassertiefen zu erhalten, teilte das Havariekommando in Cuxhaven am Donnerstag mit.

Das rund 400 Meter lange Containerschiff ist in der Nacht zum Donnerstag etwa sechs Kilometer nördlich vor der Insel Wangerooge auf Grund gelaufen. Die Reederei habe einen Vertrag mit einem Bergungsunternehmen geschlossen, teilte das Havariekommando mit. Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen seien und leistungsstarke Schlepper vor Ort seien, solle "bei optimalen Wasserständen" ein weiterer Bergungsversuch unternommen werden.

Erster Versuch, das Schiff freizuschleppen, ist gescheitert

Ein Sprecher äußerte sich aber zurückhaltend zur Frage, ob das schon beim kommenden Mittagshochwasser gegen 13:00 Uhr soweit sein werde. Der Vorhersage nach werde das übernächste Hochwasser nachts höher und sei damit günstiger. Ein erster Versuch, das Schiff freizuschleppen, war gescheitert.

Nach Angaben des Havariekommandos fährt das Schiff "Mumbai Maersk" unter dänischer Flagge und war von Rotterdam nach Bremerhaven unterwegs. Noch in der Nacht seien mehrere Schlepper sowie Mehrzweckschiffe zu dem Havaristen entsandt worden. Zudem sei ein Team von speziell ausgebildeten Seeleuten an Bord gebracht worden.

Ein erster Versuch, das Containerschiff wieder in tieferes Fahrwasser zu bringen, sei jedoch fehlgeschlagen, teilte ein Sprecher des Havariekommandos mit. Die Havarie habe sich im Einfahrtsweg in die Weser ereignet. "Glücklicherweise gibt es keine verletzten Personen, alle sind wohlauf", sagte er.

Bergung des Schiffes von der Tide abhängig

Die Bergung des Schiffes sei von der Tide abhängig. "Wir würden jetzt schon gerne losschlagen, aber wir müssen auf den höchsten Wasserstand warten", sagte der Sprecher. Erst am Wochenende war ein unbeladener Frachter im starken Sturm vor der ostfriesischen Küste in Schwierigkeiten geraten. Er konnte aber zum Schluss aus eigener Kraft seine Reise nach Dänemark fortsetzen. (pak/dpa)

Der Artikel wurde erstmals um 11:06 Uhr publiziert.

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