Eine Gruppe Schüler soll in der Nähe von Essen eine 13-Jährige vergewaltigt haben. Die abscheuliche Tat sorgte bundesweit für Aufsehen. Nun gibt es mehrere Anklagen.

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Nach der Gruppenvergewaltigung eines Mädchens in Velbert bei Essen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Schüler erhoben. Das teilte ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Mittwoch mit. Die Beschuldigten sollen die 13-Jährige im April in ein Waldstück gezerrt und missbraucht haben.

Die verdächtigen Jugendlichen aus Bulgarien seien zwischen 14 und 17 Jahre alt, hieß es. Den beiden Hauptbeschuldigten wird zweifache Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen, den weiteren Beschuldigten einfache Vergewaltigung oder Beihilfe.

Siebter Verdächtiger in Bulgarien ermittelt

Unterdessen konnte ein siebter Verdächtiger in Bulgarien aufgespürt und festgenommen werden, wie die Staatsanwaltschaft weiter berichtete. Der 14-Jährige befinde sich dort inzwischen in Untersuchungshaft, seine Auslieferung sei beantragt. Die Fahndung nach einem weiteren mutmaßlichen Mittäter, der 15 Jahre alt sein soll, gehe weiter.

Ein Verdächtiger hatte laut Staatsanwaltschaft "sein Handy dabei, auf dem ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert war". Damit konnten auch die übrigen Verdächtigen im Umfeld des Jugendlichen ermittelt werden.

Nach Justizangaben hatte die Gruppe das Mädchen und seine Freundinnen zunächst in einem Velberter Freibad belästigt. Als die 13-Jährige dann allein nach Hause ging, hätten die Jungen sie verfolgt. In dem nahegelegenen Wald wurde sie vergewaltigt. Die Beweislage ist nach Angaben der Ermittler erdrückend.  © dpa

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