München unter Schock: Bei einem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Stadtteil Moosach sind am Freitagabend Schüsse gefallen. Nach Erkenntnissen der Polizei hat ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Menschen und sich selbst das Leben genommen. Das Motiv der Tat ist noch nicht völlig geklärt. Der Täter habe sich aber intensiv mit Amokläufen beschäftigt. Hier finden Sie unseren Live-Blog zur Nachlese.

  • Amokläufer tötet am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München neun Menschen und sich selbst
  • Täter ist 18-jähriger Deutsch-Iraner, aufgewachsen in München
  • Hinweise auf "nicht unerhebliche psychische Störung", keine Hinweise auf IS-Terror
  • Täter beschäftigte sich mit Amokläufen
  • Opfer sind vor allem Jugendliche
  • Tatwaffe war Glock 17 Kaliber 9 mm / Täter hatte 300 Schuss Munition

20:11 Uhr: Polizeipräsident: "Falschmeldungen haben uns herausgefordert"

Die Münchner Polizei hat viel Lob dafür bekommen, dass sie während des Amoklaufs die Bevölkerung auf Twitter & Co. auf dem Laufenden hielt. Der Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä sieht darin aber nicht nur Vorteile. Die Polizei könne mit ihren Informationen in den sozialen Medien Einfluss auf den Einsatzverlauf nehmen; das sei hilfreich, sagte Andrä im ZDF. "Das Problem ist, dass dann auch diese Medien genutzt werden, um mögliche Hinweise zu geben oder Falschmeldungen in die Welt zu setzen. Andrä ergänzte: "Da hatten wir mehrere Informationen in der vergangenen Nacht, die uns dann natürlich herausgefordert haben, diese entsprechend schnell zu überprüfen - und wir mussten natürlich aufgrund der Lage alle diese Hinweise ernst nehmen."

19:43 Uhr: Am McDonald's geparkte Autos können abgeholt werden

Das teilt die Polizei mit:

19:33 Uhr: US-Außenminister bietet Hilfe an

US-Außenminister John Kerry hat in einem Telefonat mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier sein Beileid nach dem Amoklauf in München bekundet und jede mögliche Hilfe bei den Ermittlungen angeboten.

Die USA stünden im Kampf gegen solche Art von Gewalt fest an der Seite Deutschlands, sagte Kerry nach Angaben seines stellvertretenden Sprechers Mark Toner. Der Minister habe zudem Steinmeier für Deutschlands "wichtige Rolle" in der Koalition gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gedankt.

19:23 Uhr: Täter erschoss sich vor Polizisten

Der Amokläufer von München hat sich etwa zweieinhalb Stunden nach der Tat vor den Augen von Polizisten getötet. Das teilte die Münchner Polizei am Samstag nach der Befragung vieler am Einsatz beteiligter Beamter mit.

"Gegen 20:30 Uhr hatte demnach eine Streife der Münchner Polizei nördlich des Olympia-Einkaufszentrums Kontakt zum mutmaßlichen Täter. Als Reaktion auf die Ansprache der Beamten zog er unvermittelt seine Schusswaffe, hielt sie sich an den Kopf und erschoss sich", heißt es in der Polizeimitteilung.

19:19 Uhr: Nützliche Hinweise für Eltern

Wie soll man mit Kindern über die Schießerei in München sprechen? Das Notfallpädagogische Institut der Rettungsdienstschule hat dazu ein Merkblatt für Eltern veröffentlicht.

Es sei wichtig, dem Nachwuchs ein sicheres Gefühl zu vermitteln, heißt es dort. Wichtig sei es auf, den Kindern gut zuzuhören und die eigene Betroffenheit verständlich zu vermitteln.

19:04 Uhr: Aufruf zu friedlichem Miteinander

Bundesinnenminister Thomas de Maizière ruft die Menschen in München zu einem friedlichen Miteinander auf. "24 Stunden nach einem solchen Anschlag mit klugen Ratschlägen zu kommen, ist glaube ich sehr früh. Aber Minister Herrmann und ich weisen seit einiger Zeit auf die Verrohung unserer Gesellschaft hin", sagte er am Samstag nach der Besichtigung des Tatorts.

"Einen Tatort zu begehen, geht ins Mark. Um die Eltern zu wissen, die um ihre Kinder weinen, die Freunde, die um ihre Schulkameraden trauern. All das ist bitter", sagte de Maizière. Mit seinem Besuch wolle er die Anteilnahme der Bundesregierung übermitteln und den Münchnern wie den Sicherheitskräften Respekt zollen.

De Maizière appellierte an die Menschen in Deutschland und Europa, ruhig zu bleiben. "Ich verstehe, dass die Bevölkerung besonders aufgewühlt ist. Nach Nizza, Würzburg und nun München - es ist sehr wichtig, dass wir jeden Fall einzeln aufklären, dass wir die Hintergründe verstehen und die richtigen Konsequenzen ziehen können."

18:37 Uhr: Eiffelturm erstrahlt heute in Deutschland-Farben

Als Zeichen der Solidarität mit Deutschland wird der Eiffelturm in Paris heute Nacht in den Farben der deutschen Flagge erstrahlen:

18:29 Uhr: Kosovo ruft Staatstrauertag aus

Als Reaktion auf den Amoklauf in München hat der Präsident des Kosovo, Hashim Thaci, für Sonntag Staatstrauer angeordnet. Das sei ein Ausdruck des Mitgefühls für die drei aus dem Kosovo stammenden Opfer und ein Zeichen der Solidarität mit Deutschland, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Präsidentenerlass. Im ganzen Land solle es Trauerbeflaggung geben.

18:09 Uhr: Autor von "Amok im Kopf" ist bestürzt

US-Psychologe Peter Langman ist darüber bestürzt, dass im Zimmer des Münchner Amokläufers sein Buch "Amok im Kopf. Warum Schüler töten" gefunden wurde.

"Das fühlt sich sehr merkwürdig an", sagt der Autor im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost". Es sei allerdings nicht ungewöhnlich, dass sich Attentäter vor ihrem Amoklauf mit ähnlichen Taten beschäftigten.

Möglicherweise habe der 18 Jahre alte Täter in dem Boch ein Vorbild gesucht, mutmaßt Langman. "Andere gehen aber darüber hinaus und recherchieren noch intensiver zu dem Thema." Das Buch sei schon einmal bei einem Amokläufer gefunden worden: 2013 im US-Bundesstaat Colorado.

17:49 Uhr: Bundesinnenminister besucht Tatort

Thomas de Maizière trifft knapp 24 Stunden nach dem Amoklauf am Tatort ein. Er will sich zusammen mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Olympia-Einkaufszentrum über die Lage informieren.

17:45 Uhr: Soldaten waren in Bereitschaft

Feldjäger der Bundeswehr waren Freitagabend in Bereitschaft, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. Man wollte auf einen möglichen Anti-Terror-Einsatz vorbereitet sein. Die Bereitschaft blieb demnach so lange aufrecht, bis das Ausmaß des Attentats bekannt war.

17:39 Uhr: Feuerwehr hatte mehr als 200 Helfer im Einsatz

Nach Angaben der Münchner Feuerwehr waren insgesamt mehr als 200 Helfer verschiedener Rettungsdienste rund um den Tatort im Einsatz. Sie hätten Verletzte versorgt und in Krankenhäuser gebracht.

Unterstützung erhielten sie von 60 Kräften der Berufsfeuerwehr. "Da die Lage in der Anfangsphase des Einsatzes völlig unübersichtlich war, wurden in einem Bereitstellungsraum 18 Rettungshubschrauber aus ganz Bayern, Baden-Württemberg und Österreich zusammengezogen." Für etwa 350 Menschen habe man in der Werner-von-Linde-Halle im Olympiapark eine psychologische Betreuungsstelle eingerichtet.

17:33 Uhr: Gleich drei Opfer aus einer Familie

Drei der neun Todesopfer - den Täter ausgenommen - stammen aus einer Familie. Das teilt der Münchner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) auf seiner Website mit. Es handle sich um drei Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren als einer Münchner Familie mit kosovarischen Wurzeln.

BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Familie vom Roten Kreuz psychologisch betreut wird.

17:23 Uhr: Rechtspopulisten blamieren sich im Netz

Die Kollegen von der "Süddeutschen Zeitung" haben zusammengetragen, wie rasch Politiker am Freitagabend mit Theorien zum Amoklauf in München bei der Hand waren.

AfD-Politiker André Poggenburg twitterte kurz vor 22:00 Uhr: "Merkel-Einheitspartei: Danke für den Terror in Deutschland und Europa!" und brachte den Anschlag in Zusammenhang mit dem "islamischen Terror".

Statt sich zu entschuldigen, legte Poggenburg am Samstag noch einmal nach: Die AfD weise "seit langem" auf die Sicherheitslage in Deutschland und der EU hin. "Linksradikale hetzen und drohen lieber gegen Mut-zur-Wahrheit", schrieb er zum Hashtag #Politikversagen:

Auch der Bundespressesprecher der AfD, Christian Lüth, nutzte den Amoklauf für seine Zwecke. Er twitterte: "AfD wählen! Schüsse am Olympia Einkaufszentrum: Tote in München - Polizei spricht von akuter Terrorlage." Inzwischen ist der Tweet gelöscht.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisierte noch in der Tatnacht, dass nur CNN über einen islamistischen Hintergrund des Täters berichtete. Der Sender hatte den Bericht einer Augenzeugin veröffentlicht, die gehört haben will, wie der Täter "Allahu Akbar" gerufen hat. Kein anderes Medium griff die Spekulationen auf - Strache interpretierte dies als Vertuschungsversuch:

16:58 Uhr: Österreich verstärkt Schutzvorkehrungen

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) erhöht die Einsatzbereitschaft von Spezialkräften wie dem Sonderkommando Cobra. An Bahnhöfen, Flughäfen und öffentlichen Plätzen werde die Polizeipräsenz verstärkt, kündigte Sobotka an.

16:35 Uhr: Potenzielle Falschmeldung aufgetaucht

Der Münchner Polizei ist die Information bezüglich eines geplanten Anschlags heute um 17:00 Uhr am Karlsplatz (Stachus) bekannt. "Wir sind vor Ort, gehen aber von einer Falschmeldung aus", teilen die Beamten via Twitter mit:

16:26 Uhr: Polizei gibt Parkhaus am OEZ wieder frei

Wer sein Auto noch im Parkhaus des Olympia-Einkaufszentrums stehen hat, kann sie ab sofort abholen. Das gibt die Polizei bekannt.

16:19 Uhr: Viele Veranstaltungen abgesagt

Wie die Stadt München mitteilt, werden wegen des Amoklaufs eine ganze Reihe von Veranstaltungen abgesagt. Auf Twitter wurde eine Liste veröffentlicht:

16:06 Uhr: Staatskanzlei und Ministerien nahmen 100 Menschen auf

Staatskanzlei, Innenministerium und Finanzministerium in München haben in der Nacht des Amoklaufs etwa 100 verunsicherte Menschen vorübergehend aufgenommen. Einer Sprecherin der Staatskanzlei zufolge wurden allein in der bayerischen Regierungszentrale etwa 20 bis 30 Menschen aufgenommen, Ältere und Kinder mit Getränken versorgt.

Alle drei Regierungsgebäude liegen in der Nachbarschaft des Münchner Odeonsplatzes, auf dem am Freitagabend das Bierfest der bayerischen Brauer stattfand. Nachdem die Behörden die Bürger aufgerufen hatten, wegen einer akuten Terrorlage öffentliche Plätze zu meiden, saßen viele Menschen in der Innenstadt fest, weil auch die U-Bahn nicht mehr fuhr.

16:00 Uhr: Kranzniederlegungen am Tatort

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU) haben Kränze am Tatort niedergelegt:

15:44 Uhr: Nationalitäten der Opfer bleiben geheim

Vorerst machen die Ermittler keine Angaben über die Nationalitäten derer, die beim Amoklauf in München ums Leben gekommen sind. "Ich halte mich an die Grundsatzlinie, dass wir die Nationalitäten erst angeben, wenn dies abschließend mit den Familienangehörigen abgesprochen ist", sagt Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Opferschutz habe hier allerhöchste Priorität.

15:42 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst für die Opfer

Zum Gedenken an die Opfer und Verletzten findet in einer Woche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler werden die kirchliche Feier im Münchner Liebfrauendom am 31. Juli (16.00 Uhr) abhalten. Das teilt der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats mit.

15:21 Uhr: Täter könnte gemobbt worden sein

Täter wie der Amokläufer von München hätten häufig "eine Ich-Schwäche" und ein Gefühl, nicht dazuzugehören, sagt Thomas de Maizière. Im Fall des 18-Jährigen gebe es Hinweise darauf, dass er von Gleichaltrigen gemobbt worden sei. Er ruft die Bevölkerung zu Achtsamkeit auf.

15:17 Uhr: "Früher hätte man Informationssperre verhängt"

"Wenn Gerüchte sich verbreiten, trägt das natürlich nicht zur angemessenen Beurteilung der Lage bei", sagt der Bundesinnenminister. Früher hätte man in einem solchen Fall eine Nachrichtensperre verhängt und später die Presse informiert.

Es helfe nicht, wenn Polizisten in zivil mit Langwaffen durch die Stadt gingen und dann zu Tätern gemacht würden.

15:14 Uhr: "Perfide", Opfer per Facebook anzulocken

Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich der Täter versucht hat, via Facebook Menschen zum OEZ zu locken, sei das "sehr perfide", sagt Thomas de Maizière.

15:11 Uhr: Keine Informationen über Gesundheitszustand

Wie es den verletzten Opfern gehe, könne de Maizière nicht sagen.

15:09 Uhr: De Maizière: "Sicherheit und Ordnung gewährleisten"

Der Bundesinnenminister will "Sicherheit und Ordnung gewährleisten". Heute sei nicht die Stunde der Konsequenzen. Die weiteren Ermittlungen seien abzuwarten.

15:07 Uhr: Kein Zusammenhang zu internationalem Terrorismus

De Maizière betont einmal mehr, es gebe keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit internationalen Terroristen.

Der Innenminister lobt einmal mehr die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehren und Rettungskräften. Er hebt das Engagement der österreichischen Polizei hervor und bedankt sich für weitere internationale Hilfeangebote.

Man wolle die Hintergründe jeder einzelnen Tat aufklären, sagt de Maizière.

15:03 Uhr: De Maizière spricht über Tathergang

Der Bundesinnenminister spricht von einem mutmaßlich gehackten Facebook-Account, mit dem versucht worden sei, Menschen zum OEZ zu locken. Es gebe eine unbeteiligte, über deren Profil die Nachrichten verschickt worden seien.

Gegen den Täter waren bisher keine Ermittlungen bekannt. Auch die Nachrichtendienste hätten keine Informationen über den jungen Mann gehabt.

Alle bisher aufgefundenen Hülsen stammen von der mutmaßlichen Tatwaffe, einer Glock 17.

15:00 Uhr: Bundesinnenminister tritt vor die Kameras

Thomas de Maizière äußert sich. "Die brutalen Morde von München bestürzen mich zutiefst", sagt der Bundesinnenminister.

"Wenn man sieht, wie viele Kinder und Jugendliche und wie viele verschiedene Nationen unter den Opfern sind, zerreißt es uns schier das Herz."

Für die Opfer sei es irrelevant, welches Motiv hinter der Tat gestanden habe. Viele bangten zudem noch um die Verletzen.

14:48 Uhr: Putin und Medwedew übermitteln Mitgefühl

Russlands Präsident Wladimir Putin drückt Angela Merkel und Deutschland sein Mitgefühl aus. Das Staatsoberhaupt habe in Telegrammen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) kondoliert, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag in Moskau.

Putin fühle nach der Tragödie, die Menschenleben gekostet habe, mit den Deutschen. Der Kremlchef wünsche den Verletzten schnelle Genesung.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew sprach von einem "barbarischen Verbrechen", für das es keine Rechtfertigung gebe. "Wir teilen die Trauer und den Schmerz aller Bayern", betonte er.

14:44 Uhr: Polizei arbeitet weiter am Tatort

Die Münchner Polizei ist immer noch mit der Tatortarbeit am OEZ beschäftigt. "Wir können zur Zeit niemanden ins und keine Auto aus dem Parkhaus lassen", teilen die Beamten via Twitter mit und bitten um Verständnis.

14:39 Uhr: Rundumschlag von Merkel

In ihrem kaum zehn Minuten dauernden Statement erwähnt die Kanzlerin auch den Anschlag von Würzburg. Man werde nicht ruhen, bis man genau wisse, wie sich der Täter - der in einem Zug mit einer Axt auf seine Opfer losgegangen war - radikalisiert hat.

14:35 Uhr: Merkel lobt Sicherheitskräfte

Die Münchner Polizei und die Einsatzkräfte hätten in der vergangenen Nacht "hochprofessionell vorgegangen". Besonderer Dank gelte auch den Münchnerinnen und Münchnern. "Sie haben einander beigestanden und ihre Wohnungen geöffnet", sagt Merkel.

14:30 Uhr: Angela Merkel äußert sich

Bundesinnenminister und Spitzen der Sicherheitsbehörden hätten sie gerade informiert, sagt Merkel. Sie sei in ständigem Kontakt mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

"Wir alle trauern mit schweren Herzen um die, die nie mehr zu ihren Familien zurückkehren werden", betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel wandte sich auch direkt an die Familien der Opfer. "Wir teilen ihren Schmerz. Wir denken an sie. Wir leiden mit ihnen." So eine Nacht sei schwer zu ertragen - auch im Zusammenhang der schrecklichen Ereignisse der vergangenen Tage.

14:00 Uhr: Polizei dankt Feuerwehren und Rettungskräften

13:42 Uhr: Polizei München prüft Fehlalarme zu Amoklauf

Nach dem Amoklauf von München ermittelt die Polizei, ob auch absichtliche Fehlalarme und Falschinformationen aus der Bevölkerung eingingen. "Wir müssen schon auch überprüfen, inwieweit hier Leute meinten, sie würden etwas Witziges tun, indem sie solche Behauptungen ins Netz stellen oder deswegen die Polizei anrufen", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf der Pressekonferenz.

Jeder, der Verdächtiges wahrnehme, solle die 110 wählen, betonte Herrmann. "Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Aber wenn jemand das missbraucht, ist das natürlich schändlich." Ein bewusst falscher Anruf könne fatale Folgen haben und das Leben anderer gefährden, wenn Einsatzkräfte unnötig gebunden würden.

13:24 Uhr: Täter soll wohl Facebook-Falle gestellt haben

Es gibt Hinweise, dass der Täter einen Facebook-Account gehackt hat und darüber Menschen in den McDonald's gelockt hatte.

Diesen Verdacht bestätigte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz am Samstagmittag.

13:11 Uhr: Seehofer kündigt Trauerakt für Opfer an

Die bayerische Landesregierung kündigte in einer Pressekonferenz am Samstag einen Trauerakt für die Opfer des Anschlags in München an. Die Trauerfeier solle am Sonntag kommende Woche (31. Juli) stattfinden.

Am Samstagnachmittag will der Ministerpräsident gemeinsam mit mehreren Ministern eine Gedenkminute am Tatort in München abhalten.

Seehofer sprach von einem "schweren Schicksalsschlag für alle in ganz Bayern". Die weltweiten Reaktion zeigten, "wir sind in unserer Trauer in diesen schweren Stunden nicht allein".

11:51 Uhr: Pressekonferenz in München: Die aktuellen Informationen

Die wichtigsten Aussagen der ermittelnden Behörden im Überblick:

  • Es handelte sich sicher um einen Einzeltäter.
  • Täter ist ein 18 Jahre alter Schüler, der in München aufgewachsen ist.
  • Staatsanwaltschaft München geht von einem Amoklauf aus. Es gibt keine Hinweise auf einen Bezug zum IS. Zitat: "Klassischer Amoktäter ohne politische Motivation".
  • Tat und Täter haben keinen Zusammenhang mit Flüchtlingen.
  • Polizei hat bislang eine Wohnung durchsucht, in welcher der Täter mit seiner Familie gewohnt hat. Dort wurden Zeitungsausschnitte und Bücher zum Thema Amok gefunden.
  • Die Polizei gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Fall Breivik gibt. Das Massaker in Norwegen jährte sich am Freitag zum fünften Mal.
  • Unter den neun Opfern sind hauptsächlich Jugendliche: drei 14-Jährige, zwei 15-Jährige, ein 17-Jähriger, ein 19-Jähriger, ein 21-Jähriger und eine 45-Jährige. Drei Frauen sind unter den Opfern.
  • Bei den Toten handelt es sich ausschließlich um Personen, die aus München und Umgebung stammen.
  • Sowohl im Schnellrestaurant als auch im OEZ kamen Menschen ums Leben.
  • Zahl der Verletzten: 27, darunter 10 Schwerverletzte.
  • Ob es Opfer gab, die den Täter kannten, ist noch unklar.
  • Täter hatte eine illegale Waffe der Marke Glock 17 Kaliber 9mm bei sich. Die Waffe konnte nicht zugeordnet werden, da die Seriennummer abgefeilt wurde.
  • Im Rucksack hatte der Täter über 300 Schuss Munition bei sich. Wie er an Waffe und Munition gelangte ist noch unklar.
  • Eine Langwaffe hatte der Täter nicht bei sich. Diese Meldung kursierte am Freitagabend und konnte nicht bestätigt werden.
  • Zivilstreife hatte im Parkhaus des OEZ Kontakt zum Täter. Der Verdächtige wurde beschossen, dabei aber nicht verletzt.
  • Polizei geht davon aus, dass das Video vom Dach des OEZ-Parkhauses echt ist und den Täter zeigt.
  • Täter starb an einem Kopfschuss, den er sich selbst zufügte.
  • Es gibt Hinweise, dass der Täter wegen einer depressiven Erkrankung in psychiatrischer Behandlung gewesen sein soll.
  • Ob der Täter unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, wird noch untersucht.
  • Der Tatort im und um das OEZ bleibt weiter abgesperrt. Die Haltestelle wird vorerst nicht angefahren.
  • Über 4.000 Notrufe sind am Freitagabend bei der Polizei eingegangen.
  • Es gibt keine Veranlassung, München und Veranstaltungen in München zu meiden.

11:46 Uhr: Merkel und De Maizière äußern sich am Nachmittag

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird um 14:30 Uhr eine Erklärung abgeben, nachdem die Sicherheitsdienste und das Bundessicherheitskabinett in Berlin getagt haben.

Bundesinnenminister Thomas De Maizière wird um 15:00 Uhr über die Erkenntnisse zu dem Anschlag in Münchner OEZ sprechen.

+++ Die Ereignisse des gestrigen Tages in München +++

+++ Was über den Anschlag in München bisher bekannt ist +++

+++ Was über den mutmaßlichen Täter bisher bekannt ist +++

11:18 Uhr: Neue Details zu mutmaßlichem Attentäter von München

Der mutmaßliche Attentäter von München, David S., soll sich laut der Nachrichtenagentur dpa viel mit Computer-"Ballerspielen" beschäftigt und den Amokläufer von Winnenden verherrlicht haben.

Diese Informationen stammt dem Bericht zufolge aus Sicherheitskreisen.

11:12 Uhr: Polizei: Fünf Jugendliche unter Todesopfern

Unter den Opfern der Schießerei vom Freitagabend in München befinden sich fünf Jugendliche. Dies sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die vier anderen Toten außer dem mutmaßlichen 18 Jahre alten Todesschützen seien Erwachsene.

Informationen des Bayerischen Rundfunks, wonach es sich um acht tote Mädchen und Jungen handeln soll (nachfolgender Blog-Eintrag, 10:50 Uhr), wollte der Sprecher nicht bestätigen.

10:50 Uhr: Laut BR-Bericht hauptsächlich jugendliche Opfer

Einem unbestätigten Bericht des Bayerischen Rundfunks zufolge soll es sich bei den Opfern des Anschlags in München vor allem um Jugendliche handelt. Die Quelle für diese Information nannte der BR nicht.

Demnach starben zwei Mädchen und sechs Jungen und junge Männer im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Daneben eine Frau im Alter von 45 Jahren.

Die Polizei machte dazu bislang keine Angaben.

10:03 Uhr: Der Stand der Ermittlungen: Das ist bisher bekannt

Wir haben den aktuellen Ermittlungsstand zum mutmaßlichen Täter, Tatablauf und Opfern an dieser Stelle für Sie übersichtlich aufbereitet. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Hier das Wichtigste in Kürze:

  • Bei dem Anschlag in München gab es 10 Tote. 16 weitere Personen wurden verletzt, darunter 3 schwer.
  • Bei dem mutmaßlichen Täter David S. soll es sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner handeln, der sich wohl selbst tötete.
  • Die Polizei geht derzeit von einem Einzeltäter aus. Hinweise auf weitere Tatbeteiligte gibt es momentan nicht.
  • Hintergrund und Motiv der Tat sind noch völlig unklar.
  • Am Samstagmorgen hat die Polizei im Münchner Stadtteil Maxvorstadt eine Wohnung durchsucht.
  • Polizei hält um 11:30 Uhr eine weitere Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen ab.

09:52 Uhr: Seehofer äußert sich auf Facebook

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich nun auch auf Facebook zu der blutigen Tat in München geäußert.

09:36 Uhr: "Eine Stadt unter Schock": Reaktionen der internationalen Presse

Nach dem Anschlag in einem Münchner Einkaufszentrum mit mindestens zehn Toten steht die Stadt unter Schock.

Auch die internationale Presse blickt auf die bayerische Landeshauptstadt. Es herrscht weltweites Entsetzen und große Anteilnahme.

09:18 Uhr: Bundesweite Trauerbeflaggung nach Anschlag

Thomas de Maizière hat am Morgen nach dem Anschlag in München Trauerbeflaggung in ganz Deutschland angeordnet.

Dies geschehe als "Zeichen der Anteilnahme nach der abscheulichen Gewalttat", teilte sein Ministerium am Samstagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

08:54 Uhr: De Maizière trifft sich mit Verfassungsschutz, BND und BKA

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird sich nach dem Anschlag von München am Samstag (gegen 11.00 Uhr) in Berlin mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden Verfassungsschutz, BND und BKA zu einer Lagebesprechung treffen.

Anschließend (12.00 Uhr) nimmt de Maizière an einem Treffen des Bundessicherheitskabinetts im Kanzleramt teil.

De Maizière kommt wegen des Anschlags aus New York zurück und hatte sich den Angaben zufolge am Vortag noch auf dem Flughafen in New York beim bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) telefonisch über die Lage in München informiert.

08:46 Uhr: Polizei durchsucht Wohnung in München

Im Münchner Stadtteil Maxvorstadt hat die Polizei am Samstagmorgen eine Wohnung durchsucht. Das mehrstöckige Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus.

Dass der Einsatz der Wohnung des Täters oder der Wohnung von dessen Vater gegolten habe, wie "Bild.de" zuvor berichtete, wollte die Polizei nicht bestätigen.

08:11 Uhr: Horst Seehofer äußert sich zu Anschlag

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat sich vom Anschlag in München "tief erschüttert" gezeigt.

Die "brutale und menschenverachtende Tat" erfülle alle "mit Trauer und Schrecken", sagte er in einer Mitteilung von Samstagmorgen. Die Gedanken seien bei Opfern und Angehörigen. Weiter betonte Seehofer: "Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit".

Das bayerische Kabinett will am Samstag über Konsequenzen aus dem Anschlag beraten.

07:02 Uhr: Hollande spricht von "terroristischem Anschlag"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bislang noch nicht zu den Geschehnissen in München am gestrigen Abend und in der Nacht geäußert. Dafür sprachen sowohl Kanzleramtsminister Peter Altmaier und Innenminister Thomas de Maiziere. Beide übten Zurückhaltung bei der Frage, welches Motiv der Täter wohl hatte.

Anders der französische Staatspräsident Francois Hollande. Er spricht offen von einer terroristischen Tat: "Der terroristische Anschlag der München getroffen und viele Menschen getötet hat, ist ein abscheulicher Akt mit dem Ziel, nach anderen Ländern auch in Deutschland Angst zu schüren." Zudem sagte er Deutschland seine Unterstützung zu. Im Lauf des Tages will er mit Merkel telefonieren.

Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä hatte in einer nächtlichen Pressekonferenz davon gesprochen, dass es noch keinerlei Ermittlungsergebnisse zu Hintergründen oder einem Motiv des Täters gebe. Statt von einem Amoklauf oder einer terroristischen Tat zu sprechen, geht die Polizei bislang von einer Schießerei aus.

Erst weitere Ermittlungen und eine Überprüfung des persönlichen Hintergrunds des 18-Jährigen Täters könnten darüber Auskunft geben. Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund gibt es bislang ebenso wenig wie einen Hinweis auf einen Zusammenhang zum fünfjährigen Jahrestag der Terrorattacke des rechtsradikalen Attentäters in Norwegen, Anders Breivik.

Was bisher bekannt und gesichert ist, finden Sie hier:

Kurz vor 18:00 Uhr schießt eine Person im Münchner Norden in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) um sich, mehrere Menschen sterben oder werden verletzt. Erst Stunden später ist klar, dass es wohl ein Einzeltäter war und dieser tot ist. Doch es bleiben Fragen. Was zu der Bluttat in München bisher bekannt ist und was nicht.

06:01 Uhr: Polizei gibt mittags erneut Pressekonferenz

Wie die Polizei in München mitteilt, soll es gegen Mittag erneut eine Pressekonferenz geben. Dort sollen die neuen Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben werden.

05:30 Uhr: Was über den Täter und die Tat bisher bekannt ist

Die Ereignisse haben sich gestern Abend und in der Nacht überschlagen. Wir haben den aktuellen Ermittlungsstand zum mutmaßlichen Täter, dem Tatablauf und den Opfern an dieser Stelle für Sie noch einmal übersichtlich aufbereitet. Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus
  • Es soll sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner handeln
  • Bei den Schüssen am Olympia Einkaufszentrum wurden 16 Menschen verletzt und zehn getötet, darunter der mutmaßliche Täter, der sich wohl selbst getötet hat
  • Das Motiv für die Tat ist derzeit noch völlig unklar

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Teaserbild: © picture alliance / dpa / Matthias Balk