Buenos Aires/Rom (dpa) - Drei Angehörige von Papst Franziskus sind bei einem Verkehrsunfall in Argentinien gestorben. Die Ehefrau eines Neffen des argentinischen Papstes und deren zwei kleine Kinder im Alter von zwei Jahren und acht Monaten verunglückten auf einer Autobahn.

Der Rücktritt Benedikts XVI. im letzten Jahr kam überraschend – und traf die Katholische Kirche bis ins Mark. Heute sieht sein Nachfolger darin keine Ausnahme mehr. Benedikt habe eine „eine intentionelle Tür geöffnet“. Auch Papst Franziskus denkt über einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen nachgedacht.

Der 35-jährige Emanuel Horacio Bergoglio, Sohn eines verstorbenen Bruders des Papstes, erlitt schwere Verletzungen. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag auf der Autobahn Córdoba-Rosario, wie die Nachrichtenagentur Télam berichtete.

Demnach stieß das Auto Bergoglios gegen einen mit Mais beladenen Lastwagen, der in derselben Richtung unterwegs war. Nach Zeugenaussagen fuhr der Lkw aus einer Tankstelle auf die Autobahn, rund 600 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires. Die Familie war offenbar auf dem Rückweg von einem Ausflug an einem langen Wochenende.

Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte, Papst Franziskus (77) sei über den "tragischen Unfall" seiner Angehörigen informiert worden und sei "tief getroffen". "Er bittet alle, die an seinem Schmerz teilhaben, sich ihm im Gebet anzuschließen", sagte Lombardi laut einer vom Vatikan verbreiteten Erklärung. Emanuel Horacio Bergoglio ist ein Sohn des 2010 verstorbenen Antonio Bergoglio, einer der vier jüngeren Geschwistern des Papstes, von denen nur noch seine Schwester María Elena lebt.