In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation Hunderte Häftlinge aus einem Gefängnis entkommen.

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Mutmaßliche Rebellen seien in der Nacht zu Mittwoch in eine Vollzugsanstalt in der Stadt Butembo in der östlichen Nord-Kivu Provinz eingedrungen und hätten den Häftlingen zur Flucht verholfen, teilte eine lokale Organisation mit, die eng mit Human Rights Watch zusammenarbeitet. In dem Gefängnis seien rund 500 Menschen inhaftiert gewesen. Die Armee bestätigte den Angriff und gab an, zwei Polizisten und ein Angreifer seien getötet worden. Sicherheitsbeamte suchten am Mittwoch nach den entflohenen Häftlingen; drei seien bereits wieder festgenommen worden.

Bewaffnete Angriffe auf Gefängnisse kommen in der ehemaligen belgischen Kolonie mit ihren 90 Millionen Einwohnern häufig vor. Oft versuchen Rebellengruppen, Milizen oder kriminelle Banden, ihre Mitglieder zu befreien. Bei dem bislang größten Überfall auf eine Strafanstalt konnten in der Hauptstadt Kinshasa im Mai 2017 mehr als 4.000 Häftlinge entkommen.  © dpa