Ein 17-jähriger Lette hat am Sonntagabend im Kanton St. Gallen ein Blutbad angerichtet. Wahllos schlug der Teenager mit einem Beil auf Passanten ein. Während ihn seine Freunde als still und intelligent beschrieben, zeigt sein VKontakte-Profil verstörende Einblicke.

Der 17-jährige Sascha I. hat in Flums am Sonntagabend mit einer Axt bewaffnet fünf Frauen und zwei Männer verletzt, einen der Männer schwer. In seiner Handwerkerlehre sei der aus Lettland stammende Jugendliche bereits mehrfach aufgrund von Gewaltfantasien aufgefallen, hieß es in Medienberichten.

Er soll auch damit geprahlt haben, mehrere Waffen zu besitzen. Dabei gingen die Behörden jedoch von keiner Gefährdung für Drittpersonen aus. Es wurde lediglich eine "psychologische Bedrohungseinschätzung" der Kriseninterventionsgruppe des Schulpsychologischen Dienstes angeordnet.

Nach Angaben von Ralph Wettach, Direktor des Schulpsychologischen Dienstes des Kantons St. Gallen, wusste der Dienst zu diesem Zeitpunkt allerdings nichts vom Profil des Jugendlichen beim russischen Facebook-Pendant VKontakte. Das berichtet "20min.ch".

Interesse an Genozid und Adolf Hitler

Dort gab Schascha I. unter anderem bei seinen Tätigkeiten "Gewalt und Tötung von Kleinkindern" an, sein Unternehmen heiße "Kinderschlachterei AG". Interesse habe er an Genozid, sein Lieblingsbuch heiße "Mein Kampf", sein Großvater heiße Adolf Hitler.

Fotos von sich selbst veröffentlichte der 17-Jährige dort nicht, stattdessen veröffentlichte er lediglich Bilder aus einem Militärmuseum.

"Sascha war wie immer"

Auch seine Freunde in der Schweiz können seine Tat nicht nachvollziehen. Ein Freund mit dem er am Freitag vor dem Angriff noch unterwegs war, sagt im Interview mit "blick.ch": "Sascha war wie immer. Nichts deutete auf irgendeinen Ärger hin. Er war eh nicht der aggressive Typ, sondern eher still und überlegt."

Nach Angaben von Wettach werde Fall von Sascha I. nun weiter analysiert und abgeklärt, wie es zu dieser Tat kommen konnte. "Natürlich sammeln wir auch immer im Internet Informationen", erklärt Wettach, "Wie wir schrecklich erfahren mussten, können trotz aller Vorsicht, Erfahrung und Zusammenarbeit nicht alle späteren Täter erkannt werden." (arg)