Im mittelfränkischen Fürth ist am Sonntag eine Baustellentoilette explodiert. Dabei barsten Fensterscheiben und Glasteile einer Bushaltestelle, mehrere Fahrzeuge wurden zum Teil stark beschädigt. Wer für die Explosion verantwortlich ist, ist unklar.

Am Sonntag um circa 01:15 Uhr erschütterte eine Explosion die Innenstadt von Fürth. Den daraufhin ausrückenden Polizei und Rettungskräften bot sich am Tatort in der Waldstraße ein Bild der Verwüstung.

Überall über die Straße verteilt lagen Teile der explodierten Sanitäreinrichtung und Glassplitter von geborstenen Fensterscheiben. Mehrere Autos wurden teilweise schwer beschädigte und auch eine Bushaltestelle stark in Mittleidenschaft gezogen.

Menschen wurden zwar nicht verletzt, der Sachschaden soll sich nach Schätzungen der Polizei aber auf mehr als 100.000 Euro belaufen. Die Straße wurde über Stunden gesperrt.

Die Hintergründe sind völlig unklar

Laut der zuständigen Polizei ist bislang unklar, wie es zu der Explosion gekommen ist. Auch die Untersuchung vor Ort lieferte bisher keine Ergebnisse.

Ein Sprecher der Polizei sagte der Süddeutschen Zeitung (SZ) "Für einen Dummenjungenstreich ist das eigentlich zu groß". Deswegen schließt die Polizei eine politisch motivierte Tat nicht aus, hat laut der SZ bisher aber auch keine Hinweise in diese Richtung.

Möglich wäre, dass die Explosion das nahe gelegene Zentrum eines türkischen Kulturvereins als Ziel gehabt hatte. (thp/dpa)