Bei 8,5 Prozent der Straftaten in Deutschland machen sich laut der jüngsten Kriminalstatistik Menschen verdächtig, die diese als Zuwanderer definiert. Die Gruppe macht rund zwei Prozent der Bevölkerung aus. Die Polizei stellt die Daten am 8. Mai vor.

Im vergangenen Jahr waren 8,5 Prozent aller Straftat-Verdächtigen nach einem Medienbericht Zuwanderer. Das entspricht 167.268 Taten, wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2017 berichtet.

Ausländerrechtliche Verstöße wie die illegale Einreise sind dabei ausgeklammert. Offiziell soll die Datensammlung am 8. Mai vorgestellt werden.

Als Zuwanderer erfasst die PKS dem Bericht zufolge Asylbewerber, Geduldete, "unerlaubt Aufhältige", subsidiär Geschützte (in der Regel Bürgerkriegsflüchtlinge) sowie die wenigen Kontingentflüchtlinge, die über internationale Hilfsprogramme in Deutschland Aufnahme fanden.

Veränderte Berechnungsgrundlage im Vergleich zu 2016

Andere Migranten mit längerfristigen Aufenthaltstiteln sind nicht Teil der Statistik. Anders als in den Vorjahren werden nun jedoch auch anerkannte Flüchtlinge, wie zum Beispiel politisch Verfolgte, mitgezählt. Deshalb lässt sich die Statistik nur schwer mit der von 2016 vergleichen.

Damit gäbe es mehr Verdachtsfälle gegen Zuwanderer als es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht: Der als Zuwanderer definierte Personenkreis habe Ende 2017 nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung ausgemacht, schreibt "Die Welt".  © dpa