Das US-Außenministerium hat eine Untersuchung gegen eine Korrespondentin des US-Senders CNN eingeleitet. Laut der "New York Post" soll die in Bagdad stationierte Auslandskorrespondentin Arwa Damon im Alkoholrausch zwei Sanitäter gebissen haben. Die beiden Geschädigten reichten nun Klage gegen den Sender ein - und fordern je eine Million Dollar Schmerzensgeld.

Die CNN-Reporterin Arwa Damon soll sich am 19. Juli in der US-Botschaft in Bagdad völlig danebenbenommen haben: Die 36-Jährige sei unter Alkoholeinfluss ausfallend und gewalttätig geworden, berichtet die "New York Post". Als zwei Sanitäter der Botschaft versuchten hätten, die Auslandskorrespondentin zu beruhigen, seien diese von ihr zunächst bedroht und anschließend in den Unterarm gebissen worden.

Arma habe sich nach dem Vorfall bei den Mitarbeitern der Botschaft für ihr "katastrophales Verhalten" entschuldigt. In einer E-Mail erklärte sie: "Es war eine extrem stressige Zeit, ich war erschöpft." Sie habe an diesem Tag wenig gegessen, weshalb der Alkohol besonders stark wirkte. "Es ist unnötig zu sagen, dass ich völlig beschämt bin und die volle Verantwortung für mein Handeln übernehme, das nicht zu entschuldigen ist."

Diese Worte der Reue schafften den Vorfall aber nicht aus der Welt: Am Montag sollen die beiden Sanitäter in Manhattan Klage gegen den Arbeitgeber von Damon eingereicht haben. Laut "New York Post" fordern die Geschädigten je eine Million US-Dollar Schmerzensgeld von CNN. Der Sender soll gewusst haben, dass die 36-Jährige "eine Vorliebe für Gewalt" habe. Damon sei in der Vergangenheit schon mehrfach aggressiv aufgefallen, auch in nüchternem Zustand. (jwo)