Ein millionenschwerer Plan zum Schmuggel von Methamphetamin ist von neuseeländischen, australischen und kanadischen Behörden vereitelt worden. Rund 713 Kilogramm des Aufputschmittels seien im Januar in einer Ahornsirup-Lieferung aus Kanada nach Neuseeland gefunden worden, teilte die Polizei des Inselstaats am Donnerstag mit. Der Fund sei Teil einer größeren Lieferung von Methamphetamin gewesen, die für den australasiatischen Markt bestimmt war, sagte Polizeichef Andrew Coster. Auch im australischen Melbourne wurden Lieferungen der als Crystal Meth bekannten Droge sichergestellt - dort sogar gleich drei Tonnen Methamphetamin, die in einer Lieferung von 18 Paletten Rapsöl aus Kanada entdeckt wurden.

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Die in Neuseeland gefundenen Beutel wären in rund 35 Millionen Einzeldosen auf der Straße für etwa 250 Millionen Neuseeländische Dollar (fast 143 Mio Euro) verkauft worden, schätzte die Polizei. Die Behörden gaben zudem den "sozialen Schaden" mit 800 Millionen Neuseeländische Dollar an (456 Mio Euro) - dabei handelt es sich um anhand eines Indexes geschätzte Kosten, die der Gesellschaft durch den Konsum schädlicher Drogen entstehen.

"Der internationale Drogenhandel und die organisierte Kriminalität richten in Gemeinden auf der ganzen Welt Chaos und Schaden an", sagte Coster. Die beste Chance dagegen vorzugehen, liege in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, und die Beschlagnahmung einer dreiviertel Tonne der Drogen belege, wie effektiv das funktionieren könne, so Coster weiter. Es handle sich um den größten Fund von Methamphetamin in Neuseeland. Sechs verhaftete Männer müssen sich vor neuseeländischen Gerichten verantworten.  © dpa

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