• Ein Strandbesucher in Südfrankreich hat für einige Badegäste mit einem Schrecken geendet.
  • Berichte von bissigen Fischen häufen sich.
  • Es handelt sich dabei wahrscheinlich um Graue Drückerfische, die in Strandnähe schwimmen.

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An Südfrankreichs Stränden klagen Schwimmer verstärkt über Bisse durch Fische, die nahe des Ufers unterwegs sind. Die Bisse in Beine, Füße und Zehen stammten vermutlich von 30 bis 45 Zentimeter langen Grauen Drückerfischen. Sie sind wegen des Klimawandels und der Erwärmung des Meerwassers verstärkt zur Nahrungssuche in seichte Bereiche vorgedrungen, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtet.

grauer Drückerfisch
Ein grauer Drückerfisch (Balistes capriscus): Diese Fische scheuen sich nicht vor Menschen.

Dutzende Badegäste berichten von Bissen an mehreren Stränden

Mehr als 40 Badegäste seien alleine am Montag (8. August) am Strand von Hendaye nahe der spanischen Grenze von Fischen gebissen worden. Auch in der Nähe von Cannes an der Côte d'Azur wurde ein Schwimmer im nur 50 Zentimeter tiefen Wasser gebissen, einen anderen Fall gab es nach einem Bericht des Senders BFMTV in der Bucht von Saint-Tropez.

Die Bisse des Drückerfisches, der 14 Zähne im Ober- und acht im Unterkiefer hat, seien nicht schmerzhaft und für den Menschen ungefährlich.

Fische sind auf Nahrungssuche in seichtem Gewässer

Wie Meeresfisch-Experte Benjamin Lafon der Zeitung sagte, verleite die Erhitzung des Meereswassers die Fische dazu, bei der Nahrungssuche ihr Revier auszudehnen - bis zu den Waden der Badegäste. Während ihrer Fortpflanzungsphase im Sommer zeigten sich die ohnehin nicht menschenscheuen Fische aggressiv.

Experte Samuel Somot vom Nationalen Meterologischen Forschungsinstitut (CNRM) erklärte dem "Parisien", dass das Wasser an der französischen Mittelmeerküste statt jahreszeitüblicher 21 bis 22 Grad aktuell bis zu 28 Grad warm sei. Dies begünstige die Rückkehr der Fische, die im vergangenen Jahrhundert an den französischen Küsten fast ausgestorben waren. (sbi/dpa)

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