Ein Kommentar in der "Emma" zum Flugzeugunglück sorgt für Aufregung. In der Frauenzeitschrift sagt die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch, "Amoktrips sind Männersache". Das entfacht auf Twitter einen Sturm der Entrüstung.

Die Autorin führt als Argument an: "Die Selbstmordquote, so hörte ich bei meinem Radio- und TV-Marathon seit der Katastrophe in den französischen Alpen, ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren."

Pusch fordert in der "Emma" als Konsequenz aus dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen eine Frauenquote. "Höchste Zeit ist es allemal, denn zur Zeit gibt es bei der Lufthansa nur 6 Prozent Pilotinnen." Weiter schreibt sie: "14 der 16 im Airbus zerschellten 'Schüler' sind Schülerinnen und die zwei 'Lehrer' sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich."

Der Beitrag soll der Autorin zufolge eine Glosse sein, berichtet "Spiegel Online". Im Internet sorgt der meinungsbildende Text jedoch für Entrüstung. Auf Twitter kommentieren die User den Beitrag als "schamlos", "erbärmlich", "respektlos". "#emma schafft es immer noch am besten, dem Feminismus ein Eigentor zu schießen", twittert eine Nutzerin.

(far)