In England und Wales sind im vergangenen Jahr erstmals mehr Babys von unverheirateten Müttern geboren worden als von verheirateten.

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Die Mütter von 51,3 Prozent der Neugeborenen waren zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, wie die nationale Statistikbehörde ONS am Mittwoch mitteilte.

Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1845 stellte diese Gruppe zuvor noch nie die Mehrheit. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in England und Wales 624 828 Geburten registriert.

"Das folgt einem Langzeittrend von sinkenden Eheschließungsraten und einer steigenden Anzahl von Paaren, die unverheiratet zusammenleben", sagte James Tucker vom Statistikamt laut Nachrichtenagentur PA. Allerdings dürften diese Zahlen nicht vorschnell interpretiert werden, da die Auswirkungen der Pandemie auf Eheschließungen noch nicht vollständig absehbar seien. Während der Corona-Lockdowns konnte nur in kleinstem Kreis geheiratet werden, weshalb viele Feiern aufgeschoben wurden.  © dpa