Eyjafjallajökull: Vor zehn Jahren brach der unaussprechliche Vulkan auf Island aus

Im Jahr 2010, also vor zehn Jahren, brach der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island aus. Damals richtete der Ausbruch reichlich Schaden an und sorgte für verheerende Auswirkungen in ganz Europa. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Idyllisches Island: Betrachtet man dieses Panorama mit dem schneebedeckten Gipfel des Eyjafjallajökull im Hintergrund, kann man kaum glauben, dass sich hier vor zehn Jahren ein folgenschwerer Vulkanausbruch ereignet hat.
Die feuerrote und etwa 800 Grad heiße Lava strömte aus insgesamt fünf Kratern an die Oberfläche. Die Lava bedeckte ein Gebiet von 1,3 Quadratkilometern, die Region musste erneut evakuiert werden.
Die Lavaschichten erreichten eine Dicke von bis zu 20 Metern. Die gigantischen Dampf- und Aschewolken, die vom Eyjafjallajökull ausgingen, erreichten eine Höhe von bis zu 8.000 Metern.
Der Ausbruch brachte jedoch enorme Auswirkungen mit sich. Während zahlreiche Schaulustige vor den explosiven Aktivitäten des Vulkans nicht zurückschreckten waren Flugreisende in ganz Europa eher weniger entzückt von dem Naturschauspiel.
Viele europäische Flughäfen, wie hier im italienischen Turin, annullierten wegen der gigantischen Rauchwolken etliche Flüge. Allein am 16. April 2010 mussten rund 28.000 Flüge gecancelt werden.
Am Berliner Flughafen Tegel blieben am 17. April 2010 sämtliche Maschinen am Boden. Die Aschewolke, die sich über Europa ausbreitete, zwang die deutsche Flugsicherung zu einer Sperrung des Luftraums.
Erst nach rund zwei Monaten ließen die Eruptionen nach. Am 9. Dezember konnte der Status des Vulkans schließlich auf die niedrigste Alarmstufe herabgesetzt werden.
Spätestens seit dem Ausbruch ist die imposante Gletscherlandschaft des Eyjafjallajökull eine beliebte Fotokulisse für Touristen aus aller Welt – trotz seines unaussprechlichen Namens.