Die Ursache für das Feuer in einem Innsbrucker Kinderzimmer am Wochenende ist geklärt - und das Ergebnis der Obduktion bestätigt den anfänglichen Verdacht der Polizei.

Nach dem Brand in Innsbruck am vergangenen Wochenende, bei dem zwei Mädchen ums Leben gekommen sind, ist das Obduktionsergebnis da. Es bestätigt, dass die Kinder im Alter von vier und sieben Jahren durch das Feuer getötet wurden.

Technische Ursache ausgeschlossen

Wie der Chef des Landeskriminalamts Walter Pupp der "Tiroler Tageszeitung" sagte, dürfte eines der Mädchen etwas angezündet haben, wodurch das Zimmer in Brand geriet. Hinweise auf einen technischen Defekt gebe es nicht.

Schon am Samstag hatten die Ermittler die Theorie verfolgt, die beiden Kinder könnten gezündelt haben. Der Brand sei definitiv in ihrem Zimmer ausgebrochen, hieß es. Es müsse auf jeden Fall ein "offenes Licht oder ein offenes Feuer" im Spiel gewesen sein, sagte Chefinspektor Markus Hammerl.

Nachbarin bemerkte den Brand

Das Feuer war in der Nacht auf Samstag gegen 2:00 Uhr früh im Kinderzimmer der Mädchen ausgebrochen. Entdeckt wurde es von einem Mädchen aus der Nachbarwohnung des Mehrparteienhauses, das gleich Alarm schlug.

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Zimmer schon in Vollbrand. Der Vater wurde mit einer Rauchgasvergiftung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.

Nachbarn trauern mit Familie

Die Familientragödie löste große Anteilnahme aus. Die ganze Siedlung trauert mit den Eltern und zwei Geschwistern (zwei und elf Jahre), die das Feuer überlebt haben. Vor dem Aufgang zu der ausgebrannten Wohnung stehen Trauerlichter und Blumen.

Eine Nachbarin sagte Reportern: "Man kann nur beten, dass den eigenen Kindern so etwas nie passiert." Eine andere Frau sagte: "Es werden traurige Weihnachten."

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer will die Familie unterstützen: "Wo wir helfen können, werden wir das rasch und unbürokratisch tun." Wohnungsstadtrat Andreas Wanker will etwa dabei helfen, eine Übergangswohnung zu suchen. Aktuell ist die Familie bei Verwandten untergebracht. (ank/dpa)

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