Nach der Detonation einer Fliegerbombe in Dresden ist der Blindgänger unschädlich gemacht worden. Die Sperrungen werden aufgehoben und die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.

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Die fünf Zentner schwere Fliegerbombe in Dresden ist unschädlich. Am Donnerstag gab die Polizei per Twitter Entwarnung nach einer seit Dienstag andauernden Bergung. Demnach werden die Sperrungen aufgehoben und die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

Am Donnerstagnachmittag war die Bergung in ihre entscheidende Phase getreten. Ein gepanzerter Bagger hatte das verbrannte Dämmmaterial über dem Sprengkörper weggeräumt.

Damit waren die Experten dem Blindgänger näher als jemals zuvor. Da das Feuer noch nicht vollständig erloschen war, wurde zunächst weiter gelöscht.

Der Bagger legte den Blick auf die Überreste der Bombe frei. Für den Sprengmeister wurde somit sichtbar, dass keine Gefahr mehr bestand und der Sprengkörper bereits unschädlich war.

Löschroboter kühlte die Bombe herunter

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei Bauarbeiten nahe der Dresdner Innenstadt gefunden worden. Bei einem Entschärfungsversuch am späten Mittwochabend detonierte der Sprengkörper teilweise.

Bilder aus der Nacht zeigten einen Feuerschein und viel Rauch sowie Knallgeräusche. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts hatten den Zünder aus der Ferne mit einer sogenannten Raketenklemme aus der Bombe gedreht. Dadurch wurde eine Teildetonation ausgelöst, in deren Folge auch das die Bombe umgebene Dämmmaterial in Brand gesetzt wurde.

Dresden: Komplikationen bei Bombenentschärfung

Auch gut 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Bergung von Munition in Städten wie Dresden beinahe Alltag. Doch dieses Mal ist alles anders. © ProSiebenSat.1

Um den Blindgänger war eine Art Schutzwall errichtet worden, nachdem sich die Entschärfung wegen des schlechten Zustands des Zünders schwierig gestaltete.

Weil der Brandort und die Bombe am Donnerstag noch überhitzt waren, kamen die Spezialisten zunächst nicht näher heran. Um den Sprengkörper schneller abzukühlen und die Entschärfung zu beschleunigen, entschlossen sich die Behörden, einen Löschroboter einzusetzen.

Ansonsten hätte das Abkühlen der Bombe noch Tage gedauert, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend sollte ein gepanzerter Bagger den Brandschutt wegräumen.

Zunächst bestand allerdings noch Explosionsgefahr, auch weil unklar war, wie viel Sprengstoff die 250-Kilogramm-Bombe noch enthielt. (ff/dpa/afp)