Vier Kinder sind bei einer Geiselnahme im US-Bundesstaat Florida erschossen worden. Die Polizei fand auch den Geiselnehmer tot in einer Wohnung in Orlando, wie die Polizei am späten Montagabend (Ortszeit) berichtete.

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Die Beamten waren zu dem Wohnhaus nach einem Notruf der Freundin des Mannes geeilt, wie US-Medien berichteten.

Der Mann habe bei der Ankunft der Polizei einen Beamten mit einem Schuss schwer verletzt und sich dann mit den Kindern fast 21 Stunden lang verbarrikadiert. Sie waren demnach zwischen einem Jahr und elf Jahren alt.

Mann wurde bereits mehrfach straffällig

Zwei der Kinder sollten seine eigenen sein, zwei weitere die seiner Freundin, berichteten der TV-Sender CNN und andere Medien unter Berufung auf die Polizei. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar.

Er sei bereits mehrfach straffällig gewesen, zitierte die zum TV-Sender ABC gehörende Regionalstation WFTV9 Gerichtsunterlagen.

Der Notruf der Freundin über einen häuslichen Zwischenfall sei am Sonntagabend kurz vor Mitternacht eingegangen, teilte die Polizei weiter mit. Unbekannt war zunächst, wo sich die Frau während des Dramas aufgehalten hatte.

Anwohner des Appartmenthauses mussten während des Polizeieinsatzes ihre Wohnungen verlassen.

Die Polizei hatte eigenen Angaben zufolge in der gesamten Zeit der Geiselnahme Kontakt zu dem Mann und ihm sogar ein besseres Handy zukommen lassen, um die Kommunikation zu erleichtern.

"Wir haben uns um eine friedliche Lösung bemüht", sagte Polizeichef John Mina nach dem Ende des Einsatzes auf einer Pressekonferenz vor Ort. Leider sei es zu einem tragischen Ende gekommen.

Der Zustand des angeschossenen Polizisten sei kritisch, sagte Mina weiter. Der Geiselnehmer hatte ihn den Berichten zufolge ins Auge geschossen.© dpa