Der Fall George Floyd: Bilder der Gewalt – und der Solidarität

Die USA stehen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt in Flammen. Geschäfte werden geplündert, Autos angezündet und Präsident Donald Trump droht, die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen. Doch es gibt auch friedliche Proteste. Bilder der Gewalt – und der Solidarität.

Die USA befinden sich im Ausnahmezustand. Überall im Land protestieren die Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Gegen die Benachteiligung von Minderheiten. Gegen die Politik und das System. So friedlich wie hier in Anaheim, Kalifornien, läuft es allerdings nicht immer ab.
Zu den Protesten gehören ebenso gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.
Auslöser für die Unruhen war der Tod des Afroamerikaners George Floyd. Der 46-Jährige starb am 25. Mai in Minneapolis an einem Herz-Kreislauf-Stillstand infolge von "Druck auf den Nacken" während eines Polizeieinsatzes, wie es in dem offiziellen Autopsiebericht heißt, der am Montag veröffentlicht wurde: Der weiße Polizist Derek Chauvin hatte Floyd während eines Einsatzes fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedrückt.
So tief wie die Trauer bei den amerikanischen Bürgern über den Verlust von Floyd sitzt, so stark ist auch ihre Solidarität. In Hollywood, Kalifornien, setzten sie sich am Montag gemeinsam - ob weiß oder schwarz - gegen Rassismus und Polizeigewalt ein. Hand in Hand.
In New York dagegen raubten Amerikaner einen Laden der Modefirma Dolce&Gabbana aus.
Auch dieser Shop in New York wurde geplündert.
Autos wurden in Brand gesteckt.
Der Zerstörung zum Opfer fiel auch ein Juwelier in Santa Monica, Kalifornien.
Mit deutlichen Worten, aber ohne Gewalt, erhoben Demonstranten in San Francisco, Kalifornien, ihre Stimme: "Sch**ß auf das System und seine Marionetten."
Solidarisch zeigten sich auch die Bürger von Chicago, Illinois, mit den Protesten gegen Rassismus.
Und auch Polizisten in Boca Raton, Florida, zeigten Solidarität mit den Demonstranten: Sie gingen auf die Knie. Diese Geste wurde durch den ehemaligen NFL-Spieler Colin Kaepernick weltweit bekannt.
Für ihren Kniefall ernteten die Beamten auch in Atlanta Jubel. Die Geste ist ein wichtiges Zeichen, um die angespannte Lage zu beruhigen.
In Riverside, Kalifornien, legten sich Unruhestifter mit der Polizei an. Sogar die Spezialeinheit musste anrücken, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
In New York demonstrierten die Bürger aber auch friedlich, lautstark und ...
Unterstützung erhielten die Demonstranten in New York auch von den lokalen Krankenschwestern.
Für George Floyd wurde derweil in Minneapolis ein Denkmal errichtet - an jenem Ort, an dem er immer wieder sagte: "Ich kann nicht atmen. Ich kann nicht atmen. Ich kann nicht atmen."
Die Stadt in Minnesota steht hinter dem Verstorbenen: Essen und Trinken wird an die Demonstranten verteilt.
Neun Minuten lang wurde Floyd mit den Händen auf dem Rücken und dem Knie im Nacken zu Boden gedrückt, ehe er starb. In New York erinnerten Demonstranten daran und legten sich ebenfalls auf den Boden.
Auch vor dem Weißen Haus in Washington wurde protestiert.
"Hör auf, uns zu töten", schrieben die Demonstranten auf Pappe vor dem Regierungssitz des Präsidenten.