Nach einer Protestaktion von Greenpeace gegen den Bau der Anbindungs-Pipeline für das Rügener Flüssigerdgas (LNG)-Terminal haben die Aktivisten nach Polizeiangaben den Hafen in Mukran wieder verlassen. Nach vorläufigen Angaben seien insgesamt etwa 15 Menschen vom Gelände begleitet worden, sagte ein Polizeisprecher Donnerstagmittag. Seiner Aussage nach wurden ihre Personalien festgestellt und Platzverweise erteilt.

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Aktivisten, die auf einen Kran geklettert waren und dort ein Banner mit der Aufschrift "Gas zerstört" befestigt hatten, seien teilweise freiwillig heruntergekommen beziehungsweise von Höhenrettern und Polizei heruntergeholt worden.

Andere Aktivisten, die mit Schlauchbooten unterwegs waren und etwa ein Schiff mit Pipeline-Teilen behindert und es mit dem Slogan "No New Gas!" ("kein neues Gas!") bemalt hatten, konnten laut Polizei zum Teil zunächst unerkannt das Gebiet verlassen.

Nach der Aktion stehen laut Polizei als mögliche Delikte das Abhalten einer unangemeldeten Versammlung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung im Raum.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte Greenpeace die Aktion gestartet. Die Organisation kritisierte, die Pipeline solle durch mehrere Meeresschutzgebiete verlaufen. Die rund 50 Kilometer lange neue Leitung soll vom Hafen Mukran auf Rügen, wo per Schiff angeliefertes LNG wieder in Gas umgewandelt werden soll, bis zum Gasleitungsknotenpunkt nach Lubmin verlaufen.  © dpa

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