Schlammlawinen, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: In Hessen hat ein Unwetter für chaotische Szenen gesorgt. Die Polizei musste zahlreiche Straßen sperren. Am Frankfurter Flughafen gab es Ausfälle.

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Schwere Gewitter haben Straßen und Keller im Norden Hessens unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen war nach Angaben von Feuerwehr und Polizei der Werra-Meißner-Kreis. Allein in der Gemeinde Waldkappel waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. "Es herrscht Chaos hoch drei", sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Im Ortsteil Hetzerode wurde ein Auto von einer Schlammlawine eingeschlossen. Nach Angaben des Sprechers retteten sich die beiden Insassen.

Schlamm und Geröll auf den Straßen

Auf Bildern aus Hetzerode war zu sehen, wie Wasser durch die Straßen floss und Autos einschloss. An anderen Stellen lag Hagel mehrere Zentimeter hoch. "Wir haben immens viele Einsatzstellen", berichtete die Rettungsleitstelle, die die Feuerwehreinsätze koordinierte. Viele Keller seien voll Wasser gelaufen, Straßen überspült worden. An einigen Stellen lagen Schlamm und Geröll auf den Fahrbahnen. Es gab etliche Sperrungen. Verletzt wurde zunächst niemand.

Einschränkungen am Fraport

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main fielen am Abend etliche Flüge aus. 66 Starts und Landungen seien annulliert worden, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Es müsse mit Verspätungen gerechnet werden. Ob dies ausschließlich auf die gewittrige Wetterlage zurückzuführen war, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. (mc/dpa)