Jener Deutsche, der illegal Prostituierte in Schweizer Wohnungen einquartierte, ist offenbar untergetaucht. Der Mann erschien nicht zu einem Gerichtstermin.

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Heiko S. wird in Schweizer Medien auch "Huren-Heiko" genannt. Der Deutsche machte Ende vergangenen Jahres Schlagzeilen, nachdem bekannt geworden war, dass er Wohnungen in Zürich in illegale Bordelle umgewandelt hatte.

Der 46-Jährige, der selbst eine Immobilienfirma betreibt, hätte sich diese Woche vor vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten sollen - war aber nicht aufzufinden. Das berichtet der "Klopeiner Anzeiger".

Zürcherin hatte Wohnung an Heiko S. untervermietet

Der Fall war bekannt geworden, nachdem eine betroffene Zürcherin an die Presse gegangen war. Sie wollte drei Monate auf Hawaii Urlaub machen und hatte ihre Wohnung untervermietet - fatalerweise an Heiko S.

Auf Hawaii erhielt sie dann einen Anruf von der Polizei, die sie darüber informierte, was ihr Untermieter in ihrer Wohnung trieb.

Seither wurden mehr Fälle bekannt. Alleine in Kloten im Kanton Zürich sollen es mehr als ein Dutzend Wohnungen gewesen sein, in denen Heiko S. Frauen anschaffen ließ.

Stadt untersagte Betrieb als Bordell

Warum er jetzt vor Gericht erscheinen sollte: Im Frühjahr 2017 hatte er ein Bordell in einer Familienwohnung betrieben. Die Stadt untersagte ihm den Betrieb in der Vier-Zimmer-Wohnung, Heiko S. hielt sich jedoch nicht daran.

Die Folge: Heiko S. bekam vom Statthalteramt per Strafbefehl eine Buße über 2.000 Franken wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung. Doch er bestritt seine Schuld und bezahlte nicht. Aus diesem Grund sollte er vor Gericht erscheinen.

Laut "Klotener Anzeiger" ist Heiko S. untergetaucht. An seinem Wohnort in St. Gallen sei er nicht mehr anzutreffen. Die Gerichtsvorladungen seien unzustellbar gewesen, bestätigt der Gerichtspräsident der Zeitung. Die Gerichtsverhandlung musste verschoben werden. (af)

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