Spenden sind gerade für gemeinnützige Vereine wichtig. Weil der Heilsarmee ein Spendenbeleg zu rassistisch war, zog der Verein eine Grenze und lehnte das Geld ab.

Mit dem Betreff "Danke – aber nein danke!" und dem Hashtag #liebedeinennächsten veröffentlichte die Heilsarmee in Deutschland das Bild einer Überweisung mit einer eindeutig rassistischen Botschaft.

Als Zweck der Spende gab der Geldgeber wortwörtlich an: "Spende fuer Deutsche, Spende nicht fuer muslim. Imigranten oder Neger."

Zurück an den Absender

Die Spende ging zurück an den Absender, zusammen mit einem Antwortschreiben, in dem der Verein klar Position bezieht, dass er die Forderung des Spenders weder erfüllen könne noch erfüllen wolle.

Die Heilsarmee weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass ihr Auftrag darin bestehe, "menschlicher Not ohne Ansehen der Person zu begegnen".

Zudem sieht sich der Verein dazu aufgefordert, der um sich greifenden Verrohung und Mitleidlosigkeit entgegenzutreten und für die Hoffnung einzustehen.

Zahlreiche Facebook-Nutzer solidarisierten sich mit der Heilsarmee und wollen selbst spenden – als Reaktion auf das klare Statement.

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