Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Doppelmörder von Herne lebenslang hinter Gitter.

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Im Prozess um den Doppelmord von Herne hat die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe für den 20-jährigen Marcel H. beantragt.

Lebenslange Haft plus Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lautet die am Donnerstag vorgetragene Forderung der Anklage. Außerdem soll die spätere Anordnung der Sicherungsverwahrung vorbehalten bleiben.

Sadismus als Motiv

Ankläger Danyal Maibaum sprach in seinem Plädoyer im Bochumer Landgericht von "schrecklichen Taten" und einer "grundlosen Ermordung von zwei völlig unschuldigen, jungen Menschen".

Als Motiv kämen Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, Macht- und Größen-Fantasien, Sadismus und Angeberei in Frage.

Marcel H. hat über seinen Verteidiger zugegeben, Anfang März 2017 zunächst einen neunjährigen Nachbarsjungen und anschließend einen Ex-Schulfreund (22) umgebracht zu haben. Das Urteil soll am 31. Januar gesprochen werden.  © dpa