In Arkansas sind zwei Häftlinge hingerichtet worden, weil das Verfallsdatum des Betäubungsmittels näher rückt. Anwälte hatten nach der ersten Hinrichtung einen Notfallantrag gestellt: Der Arzt soll bei dem ersten Verurteilten 45 Minuten gebraucht haben, um die Spritze zu setzen.

Erstmals seit 16 Jahren wurden im US-Bundesstaat Arkansas zwei Menschen an einem Tag hingerichtet.

Jack Harold Jones, der wegen Vergewaltigung und Tötung zum Tode verurteilt worden war, wurde um 19:20 Uhr für tot erklärt.

Probleme bei Jones' Exekution

Nach der ersten Hinrichtung sollen die Anwälte des zweiten Verurteilten, Marcel Williams, einen Notfallantrag gestellt haben, da es bei Jones' Exekution Probleme gegeben haben soll.

Demnach sei 45 Minuten lang versucht worden, die Spritze in den Nacken einzustechen, wie unter anderem "Die Welt" berichtete.

Der Einstich habe schließlich an anderer Stelle vorgenommen werden müssen. Außerdem habe Jones nach Luft geschnappt.

Nachdem die Hinrichtung von Williams zunächst ausgesetzt wurde, sei sie im Laufe des Abends vollstreckt worden. Marcel W. Williams, ebenfalls verurteilt wegen Vergewaltigung und Tötung einer Frau, wurde um 22:33 Uhr (Ortszeit) für tot erklärt.

Nächste Hinrichtung am Donnerstag

Weil ein für die Hinrichtungen benötigtes Medikament Ende April abläuft, werden in Arkansas gerade zahlreiche Todesurteile vollstreckt.

Die US-Behörden haben Nachschubprobleme, weil einige Hersteller ihre Mittel nicht für Exekutionen zur Verfügung stellen.

Die nächste Hinrichtung ist am kommenden Donnerstag geplant. (she/dpa)