Anfang November wurde die Leiche eines Mannes bei Söll in Tirol aufgefunden. Der Mann aus Ottobrunn bei München wurde mit zehn Schüssen hingerichtet. Nun lieferte die Polizei einen Tatverdächtigen aus München nach Österreich aus.

Vier Wochen nach dem Mord in Söll haben deutsche Behörden einen Tatverdächtigen nach Innsbruck überführt. Der 28-Jährige stammt aus Griechenland und soll Anfang November den Ehemann seiner Geliebten auf einem Parkplatz mit zehn Schüssen hingerichtet haben.

"Der Mann befindet sich jetzt in der Justizanstalt", sagt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".

Ehefrau gilt als Mitwisserin und Komplizin

Die Ehefrau des Opfers gilt als Mitwisserin und Komplizin der Tat. Sie befindet sich derzeit noch in München. Ob auch sie nach Innsbruck überstellt wird, ist derzeit noch unklar. Sie soll mit dem Täter eine heimliche Liebesbeziehung eingegangen sein. Als Hintergrund der Tat vermuten die Beamten ein Beziehungsdrama. Laut "Tiroler Tageszeitung" gab der 28-Jährige zu Protokoll, die Frau "befreien" zu wollen.

Die Ehefrau gab an, mehrfach von ihrem Ehemann misshandelt worden zu sein.

Das Landeskriminalamt Innsbruck plant laut dem Bericht eine Tatrekonstruktion, zudem prüfen die Beamten noch die Ermittlungsergebnisse der deutschen Polizei. (arg)