Horror-Clowns: Grusel-Attacken

Das bizarre Phänomen der sogenannten Horror- oder Grusel-Clowns schwappte aus den USA nach Europa. Dabei handelt es sich weniger um die Variante des fröhlichen Spaßvogels, der im Zirkus Groß und Klein erheitert. Es sind die maskierten Horror-Ausgaben, die Angst und Schrecken verbreiten. Zu den Hintergründen gibt es verschiedene Theorien. Fakt ist, der Spaß kann auch nach hinten losgehen. Mittlerweile beschäftigen die Clown-Attacken auch die deutsche Polizei. Dabei kommt es immer wieder auch zu gewalttätigen Angriffen. Nach Einschätzung des Psychologen Jens Hoffmann könnte die Zahl der Übergriffe gewalttätiger Grusel-Clowns weiter steigen. "Das Erschrecken hat eine lange Tradition, besonders zu Halloween. Das hat sich nun verselbstständigt, da gibt es einen großen Nachahmungseffekt", sagt der Leiter des Instituts Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt. Für das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ist das Phänomen Grusel-Clown neu. Bisher habe die Behörde vor Halloween nur mit harmloseren Späßen zu tun gehabt. "Das ist absolut keine Kleinigkeit oder kein Scherz, denn so ein Erschrecken kann durchaus auch einen Herzinfarkt verursachen", sagt LKA-Sprecher Frank Scheulen. Das Verkleiden als Grusel-Clown an sich sei nicht strafbar. "Wir vom LKA und die örtlichen Polizeibehörden haben da aber einen Blick drauf und werden diesen Trend beobachten." Was soll man bei einer Begegnung mit einem Horror-Clown tun?

In Essen hat ein als Horror-Clown verkleideter Mann einen 16-Jährigen mit einem Messer angegriffen und am Hals verletzt. Der Übergriff ereignete sich während des Zombie Walks an Halloween

Die Zwischenfälle mit sogenannten Horror-Clowns haben bizarre Ausmaße angenommen: Ganz normale Spaziergänger werden mit Äxten und Kettensägen bedroht, in Schweden wurde bereits ein Mann niedergestochen. Dabei steht uns das diesjährige Gruselfest erst noch bevor: Wird aus dem spaßigen Halloween nun Ernst? Polizeisprecher Thomas Neuendorf aus Berlin erklärt im Interview, wie sich Bürger an diesem Tag am besten schützen können.

Bestseller-Autor Sebastian Fitzek (45) hat keinerlei Verständnis für Menschen, die sich als Horror-Clowns verkleiden, um andere Menschen zu erschrecken. "Was soll man von denen halten - das sind Verbrecher", sagte Fitzek der Deutschen Presse-Agentur.

Bundesweit sind der Polizei mindestens 370 Zwischenfälle mit Grusel-Clowns gemeldet worden. Das hat eine dpa-Umfrage bei Polizeibehörden und Landeskriminalämtern im Bundesgebiet ergeben.

Am Montag Abend kam es in Berlin-Lichterfelde erneut zu einem Zwischenfall mit einem Horror-Clown. Doch aus dem schlechten Scherz wurde böser Ernst: Ein 14-Jähriger attackierte den Clown mit einem Messer. Das Opfer wurde notoperiert, der Täter den Eltern übergeben. Berliner Polizei rät, was im Ernstfall zu tun ist.

Ein 14-Jähriger hat in Berlin einen Horror-Clown erst mit einem Messer am Hals verletzt, ihm dann aber Erste Hilfe geleistet.

Wegen der Umtriebe von Horror-Clowns richtet der Münchner Circus Krone Anti-Angst-Kurse ein. Dieses Angebot habe es schon einmal gegeben, sagte Zirkussprecherin Susanne Matzenau am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Autor Stephen King habe bereits vor 30 Jahren mit seinem Roman "Es" zum Imageschaden der Grinsegesichter mit roter Nase beigetragen.

Die Übergriffe von Grusel-Clowns machen der Zirkusbranche Sorgen. Manche Spaßmacher verzichten neuerdings lieber auf die weiße Schminke. Auch Horror-Meister Stephen King hat die Nase voll.

Die Übergriffe sogenannter Grusel-Clowns in Deutschland rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Mehrere Minister verschiedener Bundesländer sagen Horror-Clowns den Kampf an, darunter Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Derzeit halten Horror-Clowns in den USA die Polizei auf Trab - und auch hierzulande kam es zu ersten Übergriffen durch Clowns. Aber was sieht das Strafrecht bei einer solchen Begegnung vor? Darf ich einen Clown angreifen, der mir mit einer Motorsäge auf der Straße begegnet?

Drei Menschen sind in Duisburg, Köln und Aachen bei makabren Aktionen von Grusel-Clowns verletzt worden. Die Zwischenfälle der auch "Horror-Clowns" genannten Täter in Deutschland häufen sich.

Seit einigen Wochen gibt es immer häufiger Meldungen über nächtliche Attacken von Unbekannten in Clownskostümen auf Passanten, die Polizei meldete erste Verletzte. Videos solcher Aktionen landen häufig im Internet, wodurch der Trend zusätzlich befeuert wird

Zwei falsche Clowns haben einen 25-Jährigen in Berlin auszurauben versucht. Zudem sollen Horror-Clowns in Salzwedel für den Brand von neun Autos verantwortlich sein.

Sie lauern nachts hinter Büschen und sind bewaffnet: sogenannte Grusel-Clowns, die Passanten erschrecken und bedrohen. Das ist schon lange kein Spaß mehr, einige Täter müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Ein unheimliches Phänomen hält derzeit die USA in Atem: Clown-Sichtungen. Dabei handelt es sich weniger um die Variante des fröhlichen Spaßvogels, der im Zirkus Groß und Klein erheitert. Es sind die maskierten Horror-Ausgaben, die Angst und Schrecken verbreiten. Zu den Hintergründen gibt es verschiedene Theorien. Fakt ist, der Spaß kann auch nach hinten losgehen.

Auch in Deutschland treiben inzwischen als Clown kostümierte Menschen ihr Unwesen und erschrecken Passanten. Dabei kommt es immer wieder auch zu gewalttätigen Angriffen.

Vor zunehmenden Übergriffen gewalttätiger Grusel-Clowns hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, gewarnt. "Es ist zu befürchten, dass aus den Clown-Attacken ein ganz, ganz hässlicher Trend wird, der sich zu Halloween in Großstädten ausbreitet", sagte Wendt der "Huffington Post".

Das Phänomen der Horror-Clowns hat nach den USA jetzt auch Großbritannien erreicht. Bisher ist völlig unklar, was sich für Menschen hinter den gruseligen Clowns-Masken verbergen.

Grusel-Attacke in Schweden: Eine mit einer Clownsmaske vermummte Person hat mit einem Messer auf einen Jugendlichen eingestochen.

Sie kommen im Dunkeln: Menschen in Clownkostümen treiben derzeit ihr Unwesen in den USA. Videos zeigen bedrohliche Szenen wie aus Horrorfilmen. Die Angst vorm Clown geht um - und sogar McDonalds zieht Konsequenzen.

Pause für Ronald McDonald: Die Fast-Food-Kette McDonalds zieht ihr Maskottchen wegen einer Clown-Hysterie in den USA für einige Zeit weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.