Nach der Obduktion des seit Dezember vermissten Lars Wunder aus dem ostfriesischen Jemgum gehen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Der 31-Jährige sei kurz nach dem Verschwinden ertrunken, teilten die Staatsanwaltschaft Aurich und die Polizeiinspektion Leer/Emden am Mittwoch mit.

Das hätten gerichtsmedizinische Untersuchungen ergeben. Anhaltspunkte auf einen gewaltsamen Tod oder Fremdeinwirkung gebe es nicht.

Anfang Dezember war der 31-Jährige verschwunden. Am Dienstag wurde in der ostfriesischen Gemeinde Jemgum im Landkreis Leer eine männliche Leiche gefunden. Dabei handelt es sich um den seit Anfang Dezember vermissten Lars Wunder.

Er war von einem Feuerwehrfest im Nachbarort Critzum am 5. Dezember nicht nach Hause zurückgekehrt.

Bestürzung über Tod von Lars Wunder

In Jemgum reagierte man bestürzt auf die Nachricht, dass Lars Wunder tot gefunden wurde: "Alle haben damit gerechnet, dass man ihn irgendwann tot finden wird", sagte Hilbrands NDR.de. "Trotzdem sind alle sehr erschüttert."

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) zitiert den Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden: "Ich bin sehr betroffen, dass die Hoffnungen, Lars Wunder doch noch lebend zu finden, leider umsonst waren. Der Familie und den Freunden des Verstorbenen gilt die aufrichtige Anteilnahme aller Angehörigen der Polizeiinspektion."

Auch der Schwiegervater von Wunder, Herbert Mühlena, der mehrere Suchaktionen mitorganisiert hatte, sagte der NOZ: "Wir sind sehr traurig und fertig, aber auch froh, dass wir jetzt endlich Gewissheit haben." Die ganze Familie sei sehr mitgenommen. (cai/dpa)